25. Juni 2026

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Shitstorm für Kieler Kulturfestival: Security erlaubte keine Deutschland-Trikots

 

Kein Deutschland-Trikot auf einem deutschen Kulturfestival? Auf dem Gelände des traditionellen MUDDI Marktes in Kiel kam es am Dienstag zum Eklat: Mehrere Besucher wurden von Sicherheitspersonal angewiesen, ihre Deutschland-Trikots entweder auszuziehen oder die Nationalsymbole darauf zu verbergen. Der Veranstalter sieht sich nun mit einem heftigen Shitstorm konfrontiert und betont, es habe sich um ein Missverständnis gehandelt.

„Kurz nach unserer Ankunft kam ein Sicherheitsmann auf mich zu und forderte mich auf, mein Deutschland-Trikot auszuziehen, es umgedreht zu tragen oder die Nationalsymbole darauf abzudecken“, berichtete eine Betroffene gegenüber den Kieler Nachrichten. Und das zu WM-Zeiten? Auf die Frage nach dem Grund hieß es demnach, dass es sich beim MUDDI Markt um eine „linke Veranstaltung handle“. Daher seien Nationalflaggen und ‑symbole nicht geduldet.

Die Frau war nicht die einzige, der es so erging: Ähnliche Erfahrungen schilderte eine Frau, die mit ihren beiden Jungs, die Deutschland-Trikots trugen, das Areal besuchen wollte. Sowohl beim Veranstalter als auch im Büro der Kieler Woche gingen den Berichten nach etliche Beschwerden ein.

Der MUDDI Markt möchte laut eigener Aussage „einen Beitrag für eine nachhaltigere Entwicklung in der Kieler Kulturlandschaft“ leisten. Die politische Schlagseite ist offenkundig. Die Welle der Wut, die die Berichte auslösten, bewog den Veranstalter allerdings zu einer Stellungnahme: Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, so betont man. Auf der Fläche seien „aus sicherheitsrelevanten Gründen keine großen Fahnen oder Flaggen zugelassen“, weil sie ein Verletzungsrisiko darstellen könnten. Dadurch sei es möglicherweise zu einem Kommunikationsproblem mit der Security gekommen:

Am Samstag kam es rund um das Fußballspiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft zu einem Missverständnis in der Kommunikation zwischen den verantwortlichen Personen vor Ort und dem Sicherheitsdienst. Es liegt nahe, dass die Regelung „keine Flaggen auf dem Gelände“ durch eine fehlerhafte Weitergabe von Informationen fälschlicherweise auch auf Trikots mit Nationalflaggen bezogen wurde. Fußballtrikots aller Nationen sind auf unserer Fläche jedoch keineswegs verboten.
Diesen internen Kommunikationsfehler bedauern wir sehr und haben ihn unmittelbar korrigiert, nachdem uns die Kritik erreicht hatte.

Abschließend heißt es:

„Wir wünschen uns, dass die öffentliche Wahrnehmung des MUDDI Markts nicht allein durch einen einzelnen Kommunikationsfehler geprägt wird. Der MUDDI Markt e.V. steht seit vielen Jahren für ehrenamtliches Engagement, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so der Verein.

Zuvor bewarb man eine Open-Air-Ausstellung zur Geschichte der Demokratie von der durch die Bundesregierung geförderten „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte”. Damit wolle man „Besucher*innen dazu einladen, sich im Rahmen der Kieler Woche mit demokratischen Entwicklungen und gesellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen“.

Demokratische und gesellschaftliche Entwicklungen erlebt man in Kiel wohl gerade live und in Farbe. Immerhin kann man den Aufruhr empörter Bürger auch als gesellschaftliches Engagement betrachten: Den von Linken aufoktroyierten deutschen Selbsthass wollen immer weniger Menschen hinnehmen. Was sich für manche wie eine „massive Anzahl an Hasskommentaren“ anfühlt, ist für andere eben freie Meinungsäußerung…

 

Shitstorm für Kieler Kulturfestival: Security erlaubte keine Deutschland-Trikots