27. Juni 2026

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Bis zu 16.000 Euro im Monat: Belgien drosselt Luxus-Pensionen der Eurokraten

 

In Brüssel und Umgebung sitzt das Geld locker – zumindest, wenn es um die Altersbezüge der politischen und beamteten EU-Elite geht. Während Normalbürger im Alter oft jeden Cent umdrehen müssen, kassieren hochrangige Eurokraten ungeniert Pensionen von bis zu 16.000 Euro. Nun zieht die Regierung Belgiens die Reißleine und plant, die extrem großzügigen Ruhebezüge zumindest teilweise einzubremsen.

Die rechte belgische Regierung geht gegen die geradezu obszönen Pensionspakete für hochrangige EU-Beamte und Vertreter internationaler Organisationen vor. Im Rahmen der ambitionierten Rentenreform 2025–2029 soll die automatische Indexierung (der Inflationsausgleich) für Pensionen, die monatlich etwa 5.250 Euro brutto übersteigen, reduziert oder sogar komplett gekappt werden. Dabei wurde bereits eine absolute Obergrenze eingeführt, die sogenannte „Wijninckx-Grenze“, die eine gesetzliche Brutto-Höchstpension in Höhe von 8.291,60 Euro festlegt. Diese Grenze soll nun auch auf jene Elite ausgedehnt werden, die eine sogenannte „gemischte“ Laufbahn absolviert hat – also teils im belgischen Staat und teils bei internationalen Institutionen (wie der EU) tätig war.

Die Pensionen der EU-Bürokraten sorgen bei der belgischen Bevölkerung seit Langem für massiven Unmut. Die Bezüge der Brüsseler Elite richten sich nach dem letzten, ohnehin horrenden Gehalt. Nach einer vollen Karrierelaufbahn bauen die Funktionäre Anwartschaften von bis zu 70 Prozent ihres Letztbezugs auf. Hochrangige EU-Beamte (den Besoldungsgruppen AD 12 bis 16 zugehörig) streichen so jeden Monat Pensionen im deutlich fünfstelligen Bereich ein – Summen von 15.000 bis 16.000 Euro sind hier keine Seltenheit. Garniert wird das Ganze mit EU-typischen Steuervorteilen, während sie in den elitären Vororten von Brüssel residieren.

Dass die „abgehobenen Herrschaften“ oftmals wenig von Transparenz halten, zeigt eine aktuelle Untersuchung der belgischen Pensionsbehörde. Dort bat man 629 ehemalige Mitarbeiter europäischer oder internationaler Einrichtungen um Auskunft, wie viel Pension sie denn nun genau für diese Dienstjahre beziehen. Nur 188 Personen geruhten zu antworten. Die Regierung plant nun knallhart, den verbleibenden 441 Verweigerern die Zahlungen vorübergehend einzufrieren, bis sie die gemachten Angaben nachreichen.

Auf der Liste der namhaften Profiteure solcher gigantischen EU-Pensionen finden sich bekannte Gesichter, die auch hierzulande stets gerne den moralischen Zeigefinger heben – darunter der ehemalige belgische Premierminister und Ex-EU-Parlamentarier Guy Verhofstadt, der ehemalige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sowie Ex-Kommissare wie Louis Michel, Karel De Gucht und Didier Reynders. Finanziert wird dieses Luxusleben aus dem allgemeinen EU-Budget – und damit auch maßgeblich vom deutschen und österreichischen Steuerzahler.

Spätestens bei einem Blick über die Grenzen wird der absurde Kontrast zwischen der politischen EU-Kaste und dem arbeitenden Volk deutlich. Wer in Deutschland das Glück hat, 45 Jahre lang ohne Unterbrechung zu arbeiten und dabei immer exakt den statistischen Durchschnittslohn verdiente (ein sogenannter „Eckrentner“), der kommt im Jahr 2025 auf eine theoretische Brutto-Standardrente von gerade einmal rund 1.835 Euro. Und selbst eine rein theoretische Maximalrente, für die ein Bürger 45 Jahre lang immer den Höchstbeitrag bezahlt haben müsste, liegt aktuell bei gedeckelten 3.572 Euro brutto. Die Realität des normalen Rentners ist noch düsterer: Der durchschnittliche Zahlbetrag der gesetzlichen Altersrente liegt für Männer je nach Bundesland oft bei knapp 1.300 bis 1.400 Euro, bei unzähligen Frauen teils deutlich unter 1.000 Euro.

Zwar fällt das österreichische ASVG-Pensionssystem im Schnitt etwas großzügiger aus als jenes im deutschen Nachbarland, doch Summen wie in Brüssel gibt es auch in der Alpenrepublik nicht. Das Durchschnittsaltersruhegeld beläuft sich auf etwa 1.600 bis 1.800 Euro netto. Wer in Österreich aufgrund eines jahrzehntelangen Spitzeneinkommens auf die gesetzliche absolute Höchstpension kommt, erreicht etwa 4.000 Euro brutto im Monat. Die Eurokraten kassieren also schon mal das Vierfache der nationalen Spitzenreiter.

Während die Regierungen in Deutschland und Österreich sich also permanent mit „Budgetlöchern“ herausreden, regelmäßig das Pensionsantrittsalter anheben wollen und den Bürgern erklären, sie müssten den Gürtel im Alter enger schnallen, bedient sich die in Brüssel angesiedelte Nomenklatura mit vollen Händen am europäischen Futtertrog. Die Brüsseler EU-Eliten predigen den Bürgern also Wasser, doch saufen sie nicht einfach nur Wein – sondern gleich Champagner.

 

Bis zu 16.000 Euro im Monat: Belgien drosselt Luxus-Pensionen der Eurokraten