Die Lokalwahlen dürften für die regierende Labour-Party in einem Desaster enden. Die Folgen für die Regierung könnten massiv sein. Dazu kommt dann am 16. Mai auch noch die Großdemo „Unite the West“. Sie wird von Tommy Robinson organisiert und richtet sich gegen die Islamisierung Europas.
Von Eric Angerer
Am 7. Mai sind die Menschen in England, Wales und Schottland bei Kommunal- und Parlamentswahlen zur Stimmabgabe aufgerufen. Labour dürfte ein Debakel erleben. Die Umfragen und Prognosen fallen für die Partei von Premierminister Keir Starmer allesamt geradezu niederschmetternd aus.
Debakel für Labour
Bei der Kommunalwahl in England stehen mehr als 5000 Ratssitze zur Disposition. Die meisten wurden zuletzt 2022 vergeben. Labour profitierte damals von der Schwäche der Konservativen und erzielte einen Stimmenanteil von 35 Prozent. Jetzt droht Labour aber der freie Fall.
Die Datenlage ist eindeutig: Labours Stimmenanteil liegt aktuell nur noch bei etwa 20 Prozent. Noch schlimmer: Seit Mai 2025 ist Labours Stimmenanteil in lokalen Nachwahlen im Schnitt sogar um 25 Punkte gefallen. Eine Umfrage von Electoral Calculus sieht Labour landesweit bei nur noch 17 Prozent – hinter Reform UK (24 Prozent) und den Tories (21 Prozent).
Stephen Fisher, Professor für Politische Soziologie an der Universität Oxford und führender Experte für britische Kommunalwahlen, kommt zu einem vernichtenden Urteil: Labour könnte etwa 1900 Ratssitze verlieren – das entspricht 74 Prozent der zu verteidigenden Sitze. Dies wäre das schlechteste Kommunalwahlergebnis eines amtierenden Premierministers in der modernen britischen Geschichte. Konservativere Prognosen gehen von rund 1500 verlorenen Sitzen aus – was ebenfalls ein Ergebnis von historischen Ausmaßen wäre.
Aufstieg von Reform UK
Der klare Gewinner der Kommunalwahl in England dürfte Nigel Farages Reform UK sein: Fisher prognostiziert, dass die Partei 2260 Ratssitze gewinnen wird – eine Verdreifachung der Sitze. Das Modell des Meinungsforschungsinstituts YouGov sieht Reform in den West Midlands in allen 13 Wahlkreisen vorn, in sieben davon mit zweistelligem Vorsprung.
Selbst die Hauptstadt, in der sämtliche Stadträte der 32 Bezirke neu gewählt werden, ist keine sichere Bank mehr für Labour. Vergleicht man die aktuellen Umfragen mit denen von 2022, ist die Unterstützung für Labour in ihrer bisherigen Hochburg drastisch gesunken. Davon profitierten laut YouGov zwei Parteien: Während die Labour-Kernwählerschaft in der Innenstadt zu den Grünen wechselt, übernimmt Reform UK in den Außenbezirken ehemalige Tory-Stimmen.
Die Grünen profitieren insbesondere in den mehrheitlich muslimischen Gemeinden davon, dass Starmer bezüglich Gaza und Iran eine diffuse und schwankende Haltung einnimmt, während die britischen Grünen immer mehr zu DER Islam-Partei in Großbritannien mutieren. Die indigene britische Arbeiterschaft hingegen hat Labour längst die Gefolgschaft aufgekündigt und unterstützt Reform UK oder die konsequentere Alternative Restore Britain.
Folgen für die Regierung
Die Umfragen vor der Großbritannien-Wahl 2026 lassen nur einen Schluss zu: Labour steht am 7. Mai vor einem echten Desaster. Das wäre eine weitere massive Schwächung für Premierminister Keir Starmer, der wegen der Beziehungen von Peter Mandelson zu Jeffrey Epstein ohnehin schon schwer angeschlagen ist. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen werden Labour zahllose Funktionärsposten kosten.
Starmer könnte auf die Niederlage mit einer Regierungsumbildung reagieren. Im Gespräch ist etwa die Ablöse von Edward „Ed“ Miliband, der als „Minister für Energiesicherheit und CO2-Ausstoß“ der wahnwitzigen Net-Zero-Politik vorsteht. Das würde Starmer aber wohl kaum retten. Im Gegenteil, wird der Druck weiter steigen.
Großdemo „Unite the West“
Patriotische Kräfte, angeführt vom ehemaligen Fußball-Hooligan und Aktivisten Tommy Robinson, organisieren für den 16. Mai eine Großdemonstration in London. Stand die letzte Demo unter dem Motto „Unite the Kingdom“, ist der Slogan diesmal „Unite the West“. Es geht gegen die Islamisierung Europas.
Diesmal soll der Aufmarsch in London noch professioneller werden als im September. Etliche Großbildleinwände werden vorhanden sein. Der Sicherheitsaufwand der Organisatoren ist immens und kostet viel Geld. Letzteres kommt von zahllosen Spendern aus der Bevölkerung, aber auch von Elon Musk. Auch diesmal wird Robinson wohl einige überraschende Redner aufbieten.
Am selben Tag wie die Großdemo findet auch das FA-Cup-Finale in Wembley statt. Die Fußballfans sind mutmaßlich auf der Seite von Robinson. Aber Linke und Dschihadisten haben auch genau für diesen Tag einen pro-palästinensischen Nakba-Gedenkmarsch angekündigt. Ob die Metropolitan Police das als Vorwand nutzt, um Beschränkungen für die Protestrouten und Treffpunkte zu erlassen, wird sich zeigen.
Die Bedeutung von Tommy Robinson
Mit der Massendemonstration gegen Islamisierung am 13. September wurde Robinson nicht nur zu einem außerparlamentarischen Korrektiv für eine angepasste Reform UK, sondern zu einem echten politischen Faktor im Lande. Während der Mainstream die Kundgebung auf 110.000 Menschen kleinzureden versuchte, zeigten unabhängige Aufnahmen und Einschätzungen, dass es wohl zwischen einer und zwei Millionen Menschen waren.
Hilfreich für Robinson war die Unterstützung von Elon Musk – durch sein politisches Gewicht erschwerte er Kriminalisierung und Diffamierung. Organisatorisch getragen wurde der Aufmarsch durch die Strukturen der Fußball-Fanszene.
Denunziert wurde Robinson stets als Rassist, Rechtsextremist oder gar Faschist. Das war Robinson nie. Seit seiner Jugend arbeitete er mit Hindus, Osteuropäern und der schwarzen Community zusammen, die sich gemeinsam gegen die pakistanischen Banden in ihrer Heimatstadt wehrten. Er hatte seine Mitgliedschaft in der BNP vor gut 20 Jahren rasch wieder beendet und sich von ihr distanziert, weil er deren Rassismus ablehnte.
Auch heute spricht Robinson ausgesprochen positiv über Indien und über die Hindus in England. Auf der Unite-the-Kingdom-Demonstration traten ein Gospelchor von Schwarzen und eine Tanzgruppe von Maoris auf. Robinson nimmt außerdem eine ausgesprochen pro-israelische Haltung ein – gegen den Dschihadismus. Er ist keineswegs gegen Migration und Migranten im Allgemeinen, sondern gegen die Islamisierung seines Landes im Besonderen.
Zuspitzung in England: Kritische Lokalwahlen und Großdemo gegen Islamisierung
