24. April 2026

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Die Rockefellers als Architekten des modernen Bildungssystems: „Diese psychologische Operation ist schlimmer, als du denkst“

 

Spencer Taylor arbeitete nach eigenen Angaben zehn Jahre lang an einem Dokumentarfilm, in dem er die Rolle der Rockefeller Foundation und der Rockefeller-Familie beim Aufbau des modernen Bildungssystems untersucht.

Taylor zeichnet dabei ein klares Bild: Die Rockefellers seien nicht bloß Wohltäter gewesen, die Bildungsprojekte unterstützten, sondern aktive Mitgestalter des Systems selbst. Er verweist auf Institutionen wie die Rockefeller Foundation und das General Education Board, die Anfang des 20. Jahrhunderts massiv in das Bildungswesen der United States investierten.

Bildung als Werkzeug der Industriegesellschaft

Taylor argumentiert, diese „Philanthropie“ sei keineswegs neutral gewesen. Vielmehr habe sie darauf abgezielt, ein Bildungssystem zu schaffen, das den Bedürfnissen einer sich industrialisierenden Wirtschaft entsprach.

Schulen seien demnach zunehmend zu Instrumenten geworden, um eine stabile, effiziente und berechenbare Erwerbsbevölkerung hervorzubringen.

Gehirnwäsche durch Standardisierung?

Den Ursprung des heutigen Bildungssystems verortet Taylor im industriellen Modell, das stark auf dem preußischen System des 19. Jahrhunderts aufbaue.

Merkmale wie:

  • Standardisierung
  • starre Lehrpläne
  • altersgebundene Klassen
  • einheitliche Prüfungen
  • zentralisierte Strukturen

seien aus seiner Sicht kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems, das auf Einheitlichkeit, Disziplin und Skalierbarkeit ausgerichtet sei.

Taylor bringt diese Entwicklung ausdrücklich mit dem Einfluss wirtschaftlicher Eliten wie den Rockefellers in Verbindung, die geholfen hätten, dieses Modell dauerhaft zu institutionalisieren.

Vom freien Denken zur gesellschaftlichen Anpassung

In dieser Sichtweise wurde Bildung weniger zu einem Ort individueller Entfaltung als zu einem System, das Schüler gezielt auf ihre spätere Rolle in einer hierarchischen Gesellschaft vorbereitet.

Taylor meint, standardisierte Tests und vorgegebene Lernpfade seien so gestaltet, dass sie Talente nivellieren, Eigenständigkeit bremsen und Kreativität einschränken.

Einfluss bis heute?

Im Gespräch mit Podcast-Moderator Julian Dorey („Die Schul-Psyop der Rockefellers ist schlimmer, als du denkst“) geht Taylor noch weiter.

Er behauptet, der Einfluss der Rockefellers sei keineswegs Vergangenheit. Vielmehr seien mit ihnen verbundene Netzwerke, Stiftungen und Finanzierungsstrukturen auch heute noch im Bildungsbereich aktiv – etwa durch Förderprogramme oder indirekten Einfluss auf lokale Schulbehörden.

Schule als Formungssystem

Letztlich beschreibt Taylor das Bildungssystem nicht als neutrales Instrument der Wissensvermittlung, sondern als Mechanismus zur Formung von Verhalten, Normen und Erwartungen.

In seiner Sichtweise dient Schule nicht nur dem Lernen, sondern auch dazu, Konformität zu fördern und Menschen in bestehende gesellschaftliche Strukturen einzupassen.

Folgen für die psychische Gesundheit junger Menschen

Taylor zieht zudem eine Verbindung zwischen dem Schulsystem und der mentalen Gesundheit junger Menschen.

Er sagt, dass folgende Faktoren zu Stress, Angstzuständen und Depressionen beitragen können:

  • Leistungsdruck
  • ständiger Vergleich mit anderen
  • mangelnde Autonomie
  • standardisierte Erfolgsvorgaben
  • fehlender individueller Freiraum

Forderung nach Alternativen

Implizit plädiert Taylor für andere Bildungsformen, darunter:

  • Homeschooling
  • selbstgesteuertes Lernen
  • praxisorientierte Modelle
  • individuellere Lernwege

Diese Ansätze würden seiner Meinung nach besser zu unterschiedlichen Talenten, Bedürfnissen und Persönlichkeiten passen.

Fazit

Taylor zeichnet ein äußerst kritisches Bild des modernen Schulwesens. Seine zentrale These lautet: Das heutige Bildungssystem sei nicht zufällig entstanden, sondern bewusst als Werkzeug wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Steuerung geformt worden.

Ob man dieser Sichtweise folgt oder nicht – sie berührt eine grundlegende Frage unserer Zeit: Dient Schule primär der Entfaltung des Menschen oder der Anpassung an ein bestehendes System?

 

Die Rockefellers als Architekten des modernen Bildungssystems: „Diese psychologische Operation ist schlimmer, als du denkst“