8. Juni 2026

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Die Kanzlerkrise: 12-Prozent-Klatsche für Stocker – Kurz war dreimal besser

 

Was für ein Absturz der Volkspartei: Christian Stocker, der aktuelle ÖVP-Chef, kommt auf nur noch 12 Prozent in der Kanzlerfrage, die nun aktuell von der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24.at gestellt worden ist. Sebastian Kurz schaffte noch vor wenigen Jahren bei diesem wichtigen politischen Stimmungsbarometer 42 Prozent.

von Richard Schmitt

Der von Österreichs mit viel Steuergeld subventionierten Mainstream-Medien im Bestfall ignorierte FPÖ-Chef Herbert Kickl ist weiter mit 34 % klar an der Spitze der eben veröffentlichten Kanzlerfrage der Demoskopen der Lazarsfeld Gesellschaft und liegt damit 22 Prozentpunkte vor dem amtierenden Bundeskanzler Christian Stocker. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler schneidet noch schlechter ab: Der Medienminister schaffte nur 8 % in der Kanzlerfrage – 92 Prozent der Österreicher wollen also nicht, dass er Regierungschef wird.

Die Dramatik des Absturzes des ÖVP-Parteivorsitzenden in der Wählergunst zeigt sich im Vergleich mit nur etwas älteren Daten aus der österreichischen Innenpolitik: Im April 2019, kurz vor der Veröffentlichung des Ibiza-Videos, kam Sebastian Kurz in der Kanzlerfrage noch auf 42 Prozent (Unique Research für profil). In nur sieben Jahren stürzten die ÖVP-Chefs also auf nur 12 Prozent ab: Christian Stocker würden 88 Prozent der Österreicher nicht zum Kanzler wählen.

Die möglichen Gründe für diesen Absturz bei den Beliebtheitswerten kennt jeder: Stocker ist mit seiner ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition beim Kampf gegen die Teuerung peinlichst gescheitert – die Inflation liegt wieder bei 3,7 Prozent. Dazu kommt ein Gesamtstaatsversagen bei den von fast allen Österreichern gewünschten Abschiebungen von kriminellen Massenzuwanderern oder von jenen Migranten, deren Asylgrund einfach nicht mehr real existiert. Außerdem spricht die Bundesregierung stets von neuen Steuern (Paketabgabe, Zuckersteuer, Erbschaftssteuer) und kündigte bereits weitere Inkasso-Aktionen bei allen Steuerzahlern im Rahmen eines 2-Milliarden-Sparpakets im Herbst an.

20 Millionen Euro Steuergeld für UN-Sitz

Parallel dazu subventioniert die Dreierkoalition weiterhin die Ukraine mit Millionen und unterstützt sie auch mit der Übernahme von Milliarden-Haftungen, verteilt Geld an Syriens Regierung aus Ex-Terroristen und erkauft sich mit 20 Millionen Euro Steuergeld einen Sitz als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, dessen politischer Wert eher überschaubar ist.

In einer aktuellen Leserumfrage des Web-Mediums exxpress sind aktuell 56 Prozent der Österreicher für vorgezogene Neuwahlen. Dass es noch immer nicht 70 Prozent sind, überrascht dann doch angesichts der Performance der ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition. Wie schnell sich die politische Stimmungslage aber ändern kann, das zeigen die Ereignisse im Jahr 2019: Vielleicht erzwingt ein einziger Skandal, dass Österreich doch früher als im September 2029 wählen darf.

 

Die Kanzlerkrise: 12-Prozent-Klatsche für Stocker – Kurz war dreimal besser