17. Mai 2026

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Deindustrialisierung: Wacker Chemie streicht 1.600 Stellen

 

Die Deindustrialisierung in Deutschland geht weiter. Ein weiterer großer Stellenabbau trifft die deutsche Chemieindustrie. Im bayerischen Burghausen baut Wacker Chemie ganze 1.300 Stellen ab, 300 weitere im Rest Deutschlands. Im medialen Mainstream heißt das „Branchenkrise“ und nicht ideologisch motivierte Standortsabotage der Politik.

Eigentlich ist Burghausen im bayerischen Landkreis Altötting ein bewährter Standort für Wacker Chemie. Rund 8.000 Menschen arbeiten dort für das Unternehmen. Doch die hohen Energiepreise, die Klimawahnabgaben und die zunehmende Bürokratie setzen dem Chemieunternehmen – wie auch der gesamten Branche in Deutschland – stark zu. Das Ergebnis ist ein umfassendes Sparprogramm zur Reduktion der jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro, sowie ein massiver Stellenabbau in Deutschland.

Der Kahlschlag von rund zehn Prozent der globalen Belegschaft (etwa 16.200 Menschen arbeiten weltweit für Wacker Chemie, davon rund 10,600 in der Bundesrepublik) trifft damit den Hauptstandort am stärksten. Neben dem Abbau von Arbeitsplätzen über ein Freiwilligenprogramm mit Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen sollen bis zum Jahr 2028 auch Arbeitszeiten und Gehälter bei allen Mitarbeitern pauschal um jeweils vier Prozent gekürzt werden.

Offiziell heißt es, das Sparprogramm werde wegen einer „Branchenflaute“ durchgeführt. Doch das ist nur eine höfliche Umschreibung dafür, dass die Politik es versemmelt hat. Sowohl die EU-Kommission mit ihrem „European Green Deal“ als auch die deutsche Bundesregierung (Schwarz-Rot steht der Ampel da um nichts nach, wenn es um den Klimawahn geht) haben die Produktionskosten in Deutschland dermaßen auf die Spitze getrieben, dass die deutschen Chemieunternehmen weltweit einfach nicht mehr konkurrenzfähig sind. Doch davon will man im Staatsfunk und bei den Systemmedien nur ungerne sprechen.

Denn wenn man die tatsächlichen Ursachen benennen müsste, kämen die grünen Journalisten und Redakteure (von denen es in den deutschen Mainstreammedien mehr als genügend gibt) in die moralische Bredouille. Immerhin sind es neben den Russland-Sanktionen (Pipelinegas ist immer billiger als Flüssiggas) auch die CO2-Abgaben und Energiesteuern, sowie die zusätzlichen Kosten für den Netzausbau in Sachen Grünifizierung der Stromproduktion, die den Unternehmen zu schaffen machen. Nicht zu vergessen die zusätzliche Bürokratie für die Klimawahn-Auflagen, die ebenfalls Extrakosten verursachen. Da spricht man eben doch lieber von einer „Branchenkrise“ und nicht von einer politisch induzierten Deindustrialisierung durch ideologisch motivierte Sabotage.

 

Deindustrialisierung: Wacker Chemie streicht 1.600 Stellen