Er prognostiziert wieder: Karl Lauterbach, der gern eine internationale Notlage wegen des Klimawandels ausrufen würde, hat den Tod vieler Menschen in der Hitzewelle vorausgesagt. In den sozialen Netzen verfängt das freilich nicht.
Die meisten bekannten deutschen Politiker haben in den sozialen Netzen längst Satire-Pendants – so auch Karl Lauterbach. Leider ist bei der Sichtung seiner Tweets mithin nicht sofort ersichtlich, ob es sich um Wortmeldungen des Originals oder der Parodie handelt. Doch der folgende Tweet stammt tatsächlich von Lauterbach selbst:
In dieser Hitzewelle werden viele Menschen leider sterben. Es ist bestürzend, dass sich rechte Schwurbler darüber lustig machen.
Karl Lauterbach, 22. Juni 2026, via X
Zwar delegitimiert Lauterbach sämtliche Kritiker gleich vorweg, indem er sie als „rechte Schwurbler“ bezeichnet. Doch an Widerspruch auf seinen Tweet mangelte es trotzdem nicht.
Die Reaktionen reichen von Faktenchecks, die auf die deutlich größere Gefahr von Kälte hinweisen, über offenen Spott bis hin zu Erinnerungen daran, dass man in den Corona-Jahren im Hochsommer zum Tragen von Masken gezwungen wurde.
Nicht wenige erinnern an Lauterbachs Voraussage aus dem Jahr 2021, dass Ungeimpfte bis zum März „geimpft, genesen oder leider verstorben“ sein würden: „Verschonen Sie uns, niemand macht sich über den Tod von Menschen lustig! Laut ihrer ‚Prognosen‘, müssten eigentlich auch alle Ungeimpften schon seit 5 Jahren tot sein! Die Menschen haben einfach kein Bock mehr, ständig diese Klimahysterie zu hören! Es nervt!“, kommentierte ein spürbar gereizter Nutzer.
Ein anderer forderte sarkastisch „Hitzelockdown, Hitzeverbotszonen und eine Hitzeschutzimpfung, damit wir vor die (Hitze)welle kommen“.
„Viel bestürzender finde ich, dass Sie als Gesundheitsminister nicht für den Einbau von Klimaanlagen in Pflegeheimen und Krankenhäusern gesorgt haben. Deshalb sterben tatsächlich Menschen“, monierte ein weiterer X-User.
Die „Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit“, einberufen vom WHO-Regionalbüro für Europa, hat vor wenigen Wochen die Weltgesundheitsorganisation aufgefordert, den Klimawandel offiziell zum internationalen Gesundheitsnotstand zu erklären. Eines der Mitglieder der Kommission: Karl Lauterbach.
Pikanterweise kam diese Aufforderung just nachdem das IPCC sein Extrem-Szenario für die globale „Verkochung“ als unrealistisch verworfen hatte (Report24 berichtete). Während somit von höchster Stelle am Katastrophennarrativ gesägt wurde, schlug die Kommission unter anderem den Aufbau eines WHO-Informationszentrums für Klima und Gesundheit vor, das Regierungen mit Daten und Argumentationshilfen gegen Klimaleugner versorgen solle. Dass die „Klimaleugner“ sich durch wilde Modellierungen und Todesdrohungen wie aus Corona-Zeiten überzeugen lassen, muss aber bezweifelt werden.
„Viele werden sterben“: Karl Lauterbach sagt Massensterben in Hitzewelle voraus
