In Sachen UFO-Akten soll die jahrzehntelange Geheimniskrämerei nun ein Ende finden. Auf die früheren Ankündigungen folgen nun Taten – und schrittweise werden immer mehr dieser Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Was werden die Menschen zu sehen bekommen?
Wenn man früher über UFO-Sichtungen sprach, wurde man oftmals in die Ecke von Spinnern und „Aluhutträgern“ verbannt. Doch seit dem sogenannten „Roswell-Vorfall“ und der Geheimniskrämerei rund um die US-Militärbasis Area 51 zieht dieses Thema immer mehr Menschen in seinen Bann. Auch US-Präsident Donald Trump und US-Vizepräsident JD Vance haben immer wieder ihr Interesse daran bekundet und die Veröffentlichung der entsprechenden Akten befürwortet.
Nun ist es so weit. Das US-Kriegsministerium hat unter der Internetadresse war.gov/UFO bereits die ersten Datensätze (bislang lediglich PDFs zu Missionsberichten) zu den mittlerweile „unidentifizierte anomale Phänomene (UAP)“ genannten bekannten Vorfällen veröffentlicht. Schritt für Schritt will man seitens des Pentagons nun sämtliche vorhandenen Daten und Informationen dort der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Es handelt sich dabei um das Regierungssystem PURSUE (Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters).
Bei den veröffentlichten Daten handelt es sich demnach um militärische Originalquellen, Videos und Fotos, welche die Menschen rund um den Globus nun ohne vorherige Sicherheitsfreigabe einsehen dürfen. Dass es zu dieser umfassenden Offenlegung kommt, ist einer direkten Anweisung von US-Präsident Donald Trump zu verdanken. Er versprach maximale Transparenz und scheint dies auch möglichst einhalten zu wollen.
Das Kriegsministerium formuliert dies in seiner aktuellen Mitteilung ungewöhnlich deutlich und wirft früheren Regierungen ganz offen vor, das amerikanische Volk bewusst diskreditiert und von eigenen Nachforschungen abgehalten zu haben. Um dies zu korrigieren, arbeitet nun eine weitreichende Allianz der mächtigsten US-Behörden, darunter das Weiße Haus, das FBI, die Raumfahrtbehörde NASA, das Energieministerium und die diversen Geheimdienste, daran, das gigantische staatliche Archiv für die Bürger aufzubereiten und ins Netz zu stellen.
Besonders interessant sind die begleitenden Worte der hochrangigen Kabinettsmitglieder, die keinen Zweifel an diesem deutlichen Kurswechsel lassen. Kriegsminister Pete Hegseth merkte kritisch an, dass diese Dokumente viel zu lange hinter absurden Geheimhaltungsstufen versteckt wurden. Genau diese Praxis habe über die Jahrzehnte hinweg das Misstrauen und berechtigte Spekulationen in der Bevölkerung massiv befeuert. Auch die Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard betonte, dass der riesige Geheimdienstapparat unter Trumps Führung nun endlich gezwungen sei, eine bisher beispiellose und sorgfältige Überprüfung seiner Bestände vorzunehmen, um dem Volk die ganze Wahrheit zu präsentieren. Das historische Ausmaß dieses Vorstoßes wird gleichermaßen von FBI-Direktor Kash Patel und dem NASA-Chef Jared Isaacman untermauert, die beide den radikalen Bruch mit der Bevormundung der Vergangenheit loben und die Bürger dazu auffordern, sich künftig anhand der Originaldokumente ein völlig eigenes Bild zu machen.
Dennoch gibt es weiterhin Zweifel daran, ob die US-Regierung tatsächlich alle vorhandenen Informationen veröffentlicht. So würde man entsprechende Meldungen zur Datenfreigabe nicht derart nüchtern ankündigen, sondern beispielsweise im Zuge tatsächlicher Bergungen von außerirdischer Technologie (und vielleicht auch Lebensformen) ein öffentliches Eingeständnis machen. Doch bislang gibt es nichts dazu. So bleibt es zu erwarten, dass sich die freigegebenen Daten vielmehr einfach nur auf die Sichtungen und das entsprechende Bildmaterial bzw. Augenzeugenberichte konzentrieren werden. Ein „Seht her, dieses abgestürzte UFO haben wir bei Roswell geborgen, dazu auch diese Überreste und Materialien“ darf man wohl kaum erwarten.
