Auch wenn noch nicht alle Ergebnisse bei den Kommunalwahlen in England veröffentlicht wurden, zeigt sich ein klares Bild: Reform UK übernimmt die Führung auf lokaler Ebene. Labour, aber auch die Tories, sind die großen Verlierer. Wann kommt es zum Machtwechsel auf nationaler Ebene?
Die jüngsten Kommunalwahlen in England sind für die regierenden Sozialisten von Premierminister Keir Starmer ein grausamer Schlag ins Gesicht. Quer durchs Land wurden die Labour-Gemeinderäte (und auch hunderte der konservativen Tories) abgewählt – und zumeist durch jene von Reform UK und im geringeren Maße auch von den Grünen und den Liberaldemokraten ersetzt. Nigel Farages Partei wurde damit quasi aus dem Nichts die stärkste Partei Englands – zumindest in Bezug auf die Gemeinderäte selbst.
Zwar sind erst knapp über 90 Prozent der Ergebnisse veröffentlicht worden, doch das Ergebnis ist deutlich: Labour verlor in den bereits ausgezählten Kommunen insgesamt 1.051 Mandate und liegt bei 947 Sitzen. Überholt wurden die Sozialisten von Reform UK – mit 1.358 Sitzen (+1.276) ist Nigel Farages Partei nun die unangefochtene Nummer 1. Die Konservativen, bislang zweitstärkste Partei auf kommunaler Ebene rutschte dabei sogar auf den vierten Platz ab (738 Sitze, -427), nachdem die Liberaldemokraten die Zahl ihrer Mandatare um 142 auf 812 steigern konnten. Viele enttäuschte linke Labour-Wähler dürfte auch zu den Grünen gewechselt sein, denn diese konnten die Zahl ihrer Gemeinderäte um 306 auf 477 beinahe verdreifachen. Bei den Sonstigen gab es ein Minus von 242 auf nunmehr 229 Sitze.
Wo man auch hin sieht – die englischen Sozialisten verlieren faktisch überall an Boden. In ganz England scheinen die Menschen einfach genug von der linken Politik zu haben, wenngleich der Zulauf zu den Grünen verdeutlicht, dass die allgegenwärtige Klimawahnpolitik und die Massenzuwanderung (sowohl Labour als auch Grüne haben überdurchschnittlich viele Briten mit Migrationshintergrund in ihren Reihen) bereits ihre Spuren hinterlassen haben.
Angesichts dieser verheerenden Niederlage von Labour (plus die katastrophalen Wahlergebnisse der Sozialisten in Wales und Schottland) und dem eindeutigen Vertrauen der Wählerschaft in Nigel Farages Reform UK, müsste der Premierminister eigentlich zurücktreten und Neuwahlen ausrufen. Das Wahlvolk hat gesprochen – und das sehr eindeutig. Doch die sozialistische Führung des Landes will ihren Kurs in den Abgrund wohl noch weiter fortführen.
Kommunalwahlen in England: Reform UK schlägt Labour vernichtend
