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Die am 15. August 2025 am Gipfel in Anchorage gezeichnete Weltkarte. Die Planisphäre ist in drei Einflusszonen unterteilt. Diese sind grob angegeben und werden derzeit genauer verhandelt.

Wir erleben die Neuorganisation der Welt nach dem Anchorage-Gipfel (15. August 2025), dem Waffenstillstand in Gaza (10. Oktober 2025) und der Operation Absolute Resolve in Venezuela (3. Januar 2026). Es ist bereits klar, dass die Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska die Welt unter sich aufgeteilt haben. Die Bestätigung des Ganzen wird beim nächsten Trump-Xi-Gipfel stattfinden.

Die einzige Information, die wir dazu haben, ist die Karte des russischen Generalstabs, veröffentlicht von Andrei Martjanow. Sie teilt die Welt in drei Einflusszonen, was dem Prinzip einer multipolaren Welt nicht widerspricht. Primitives Völkerrecht – ich meine das vor dem Kalten Krieg – löst nur wenige Probleme. Es verleiht den Staaten volle Freiheit, innerhalb der von ihnen selbst gesetzten Grenzen zu tun, was sie wollen.

Ich habe in meiner letzten Kolumne erklärt, dass die Vereinigten Staaten, entgegen all dem, was gesagt wird, wenn sie mit der Entführung von Präsident Maduro ein Verbrechen begangen haben, nach den bisherigen Regeln und allein aufgrund ihrer eingegangenen Verpflichtungen im Recht waren. Dass man diese Realität schockierend findet, ändert nichts an der Tatsache. So werden wir ab jetzt arbeiten müssen.

Bis jetzt wurde die Welt von der G5/6/7/8/7 regiert, die gestern aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union bestand.

Ihr Verschwinden markiert das Ende der englischen und französischen Imperien. Wir müssen zugeben, dass Frankreich Neukaledonien und Polynesien dekolonisieren muss; die Vereinigten Staaten werden Samoa, Guam und die Jungferninseln dekolonisieren müssen; Neuseeland wird Tokelau dekolonisieren müssen; und das Vereinigte Königreich wird Angilla, Bermuda, die Jungferninseln, die Kaimaninseln und Falklandinseln, Gibraltar, Monserrat, St. Helena sowie die Turks- und Caicosinseln dekolonisieren müssen;

Dies muss sehr schnell geschehen, wenn Frankreich, das Vereinigte Königreich, Neuseeland und die Vereinigten Staaten eine Präsenz in ihren ehemaligen Kolonien aufrechterhalten wollen.

Es ist wahrscheinlich, dass das Commonwealth auseinanderfallen wird. Seine Mitgliedstaaten werden zumindest ihre gemeinsame Staatsbürgerschaft aufgeben.

Die G7 wird durch eine C4/5 ersetzt werden, die aus China, den Vereinigten Staaten, Indien und Russland besteht, welcher Präsident Trump hofft, Japan anzuschließen [1]. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass Japan nicht aufgenommen wird, angesichts seiner kriegerischen Erklärungen. China ist weiterhin empört über den zunehmenden japanischen Imperialismus, die Leugnung der Geschichte durch die Regierung von Sanae Takaichi, ihre Ansichten zu taiwanesischen Mikroprozessoren und ihre Suche nach Seltenen Erden.

Ihrer jeweiligen Macht entsprechend werden die vier großen Weltmächte beschließen können, in den Fällen die nicht vom Völkerrecht geregelt sind, alles zu tun, was sie wollen – wie es die Vereinigten Staaten jetzt gerade in Venezuela getan haben.

Mehrere regionale Allianzen werden es sekundären Mächten ermöglichen, eine wichtige Rolle zu spielen.

Ich werde nicht über die NATO sprechen, die Mitte 2027 oder früher aufgelöst werden wird, falls die Übertragung Grönlands von Dänemark an die USA dazu führt. Die inständigen Bitten mancher Europäer werden daran nichts ändern: Sie werden mit den Vereinigten Staaten nicht mehr Krieg führen als mit Russland.

Auch die AUKUS-Allianz (Australien, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich) wird die Teilung der Welt nicht überleben. Auch die EU wird verschwinden. Ursula von der Leyens letzte Reise für die Unterzeichnungszeremonie des EU/Mercosur-Freihandelsabkommens führt nur zu ihrem Sturz: Die Völker in Frankreich, Polen, Österreich, Irland und Ungarn haben gerade erkannt, dass diese Bürokratie ihre Interessen nicht verteidigt, sondern ihre Bauern für die Bedürfnisse der deutschen Industrie opfert.

Mehrere Organisationen werden die Sache übernehmen: Die Joint Expeditionary Force (JEF), eine britische Mini-NATO, vereint bereits Estland, Litauen, Lettland, Dänemark, Norwegen, Island, Schweden, Finnland und die Niederlande rund um das Vereinigte Königreich.

Die Ukraine wird ihr beitreten, während Island sich den Vereinigten Staaten anschließen wird (nach der Abtretung Grönlands). Tatsächlich liegen Kanada und Grönland auf dem amerikanischen Kontinentalschelf sowie ein Teil Islands, was verständliche Begehrlichkeiten der Vereinigten Staaten weckt.

Bulgarien, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden haben ihrerseits bereits eine „Ostfrontallianz“ gebildet. Es ist nicht sicher, ob diese neue Organisation von Dauer sein wird, da sie derzeit weder über Budget noch über ein Sekretariat verfügt.

Diese militärischen Bündnisse werden mit politischen Koalitionen verbunden, so wie die EU die NATO verdoppelt hatte. Die Drei-Meeres-Initiative ist die Hauptinitiative. Sie vereint Österreich, Tschechien, Kroatien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Polen, Lettland, Litauen, Estland, Bulgarien, Griechenland und Rumänien. Sie zielt darauf ab, die mittelalterliche Republik der Beiden Nationen oder das Projekt der Międzymorze-Föderation von Marschall Józef Piłsudski wieder zu bilden: eine Föderation zwischen Deutschland und Russland zu schaffen.

Es handelt sich um ein polnisches Projekt unter der Leitung von Präsident Karol Nawrocki (Recht und Gerechtigkeit, PiS), während die „Ostfrontallianz“ ein Projekt unter der Leitung von Premierminister Donald Tusk (Bürgerkoalition) ist.

Im Nahen Osten endete die Dualität zwischen Saudi-Arabien und Iran mit der chinesischen Vermittlung von 2023. Sie wurde durch eine Rivalität zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ersetzt. Dies wurde bereits im Jemen und Sudan zum Ausdruck gebracht. Diejenigen, die bis vor vier Jahren die besten Freunde der Welt waren, sind jetzt absolute Rivalen.

Riad versucht, sowohl Pakistan, die Türkei, Ägypten als auch Somalia hinter sich zu vereinen.

Abu Dhabi seinerseits, das bereits militärische Bündnisse mit sudanesischen, libyschen und somalischen Fraktionen geschlossen hat, sollte sich etwas mehr Israel nähern und Äthiopien anschließen.

In Afrika ist die aus Burkina Faso, Mali und Niger bestehende Allianz der Sahel-Staaten, die einzige regionale Militärallianz. Sie sollte von China und Russland gefördert werden.

In Lateinamerika funktioniert die Bolivarische Allianz der Völker unseres Amerikas (ALBA) nicht mehr. Im Gegenteil, mit Zustimmung der Vereinigten Staaten wird eine Koalition um Argentinien und Chile gebildet.

China, Indien und Russland wollen die Vereinten Nationen bewahren. Infolgedessen hat Präsident Trump aufgegeben, den gläsernen Palast zu verlassen. Man muss wohl verstehen, dass vieles von dem, was die UN aufgebaut haben, abgebaut wird, um es mit dem Völkerrecht in Einklang zu bringen. Denn entgegen dem, was wir uns selbst eingeredet haben, sind die Vereinten Nationen nicht das Völkerrecht.

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Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser