Landwirt Stephan Fuchs aus Bütthard-Gützingen im Landkreis Würzburg setzt auf mechanische Unkrautbekämpfung mit Striegel, um Pflanzenschutzmittel einzusparen. Auf seinen Flächen testet er gemeinsam mit Mitarbeiter Robin Kreußer, wie sich Unkraut im Weizen ohne Chemie mit dem Striegel bekämpfen lässt und wie digitale Technik hilft, Fungizide gezielter und sparsamer auszubringen. Dazu setzen die beiden auf eine moderne Pflanzenschutzspritze, die das Pflanzenschutzmittel gezielter an die Pflanzen bringt. Sein Ziel: Pflanzenschutzmittel einzusparen und trotzdem stabile Erträge zu sichern.
Sein Problem – und das vieler Landwirte: die zugelassenen Wirkstoffe nehmen ab und es werden kaum mehr neue zugelassen. Gleichzeitig weisen Umweltforscher immer mehr Pestizid-Rückstände in der Landschaft nach. Umweltverbände fordern deshalb, Pflanzenschutzmittel strenger zu regulieren. Ein schwieriges Spannungsfeld für die Landwirtschaft.
Im Agrarzentrum von BASF in Limburgerhof erläutert Markus Röser, warum aus Sicht der Agrarindustrie Wirkstoffe fehlen und Zulassungsverfahren zu lange dauern.
Ökotoxikologe Prof. Carsten Brühl von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität in Landau untersucht Insekten und Böden auf Rückstände der gängigen Pflanzenschutzmittel und erklärt, warum er trotz EU-Zulassung eine nationale Prüfung für notwendig hält.
