28. Juni 2026

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Was Ein Taucher 1937 Am Grund Des Bodensees Fand — Älter Als Die Pyramiden

 

Am 1. Dezember 1937 ließ sich der Ingenieur Max Brandl in einem selbst gebauten Tauchanzug auf den Grund des Bodensees hinab, um den Tiefenrekord zu brechen. Er beschrieb den Seegrund als eine andere Welt. Siebzig Jahre später ließ ein anderer Mann ein Sonargerät in dasselbe Wasser — und sah auf dem Bildschirm etwas, das ihn das Boot anhalten ließ: eine Steinreihe, die sich über mehr als einen Kilometer über den Seeboden zog, mit Abständen, wie sie in der Natur nicht vorkommen.

Der Unterwasserarchäologe Martin Holl fand im Überlinger See zwei konzentrische Ringe aus Granitfindlingen, einen im anderen, verbunden mit einer langen, schlangenförmigen Steinlinie. Und mitten in der Formation lag ein Findling mit einer eingeritzten Gravur: dem unverkennbaren Umriss eines Mammuts. Mammuts verschwanden vor mehr als elftausend Jahren aus Mitteleuropa. Wenn die Gravur echt ist, wurde sie zu einer Zeit gemacht, als der tiefe Arm des Sees noch ein trockenes Tal war — bevor das steigende Wasser alles bedeckte. Das würde die Anlage auf spätestens etwa 9.000 v. Chr. datieren. Viertausend Jahre vor Stonehenge. Sechstausend vor den Pyramiden.