3. Juli 2026

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Was 1908 Im Freiberg Kupferschacht Lag — Und Niemand Erklären Konnte

 

Im Winter 1908 trieb der Bergmann Reinhold Seidel auf der 700-Meter-Sohle der Himmelfahrt-Fundgrube unter Freiberg im Erzgebirge einen Stollen vor — und brach durch eine Wand, die aus massivem Erz hätte bestehen müssen. Dahinter lag kein Bruch und keine Gasblase, sondern ein kleiner, nach allen Seiten verschlossener Raum. Auf dem Boden lag eine Kugel aus Metall, kaum größer als ein Apfel, weit schwerer als ihre Größe, deren Oberfläche von feinen, gleichmäßigen Bändern umgeben war. Kein Silbererz. Kein Mineral, das ein Bergmann mit zwanzig Jahren unter Tage kannte. Die Kugel wanderte hinauf zur Bergakademie Freiberg, der ältesten Bergbau-Universität der Welt. Der Probierer Ferdinand Krause prüfte sie zwei Tage und gab eine einzige Zeile zurück: „Die Zusammensetzung entspricht keiner mir bekannten Legierung, und ich kann nicht feststellen, wie sie hergestellt wurde.“ Die beiden Tage fehlen in seinem Probierbuch — sauber mit einer Klinge herausgeschnitten. Die Kugel wurde in den Bestand der Sammlung aufgenommen, und dort verliert sich ihre Spur. Sie ist heute in keinem Katalog, in keinem Regal, in keiner Sammlung mehr zu finden.