11. Januar 2026

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Rothschild & Co., Blackwater und Trump: Alte Netzwerke tauchen im Venezuela-Konflikt erneut auf

 

Nathaniel Rothschild lobt Donald Trump nach dessen Angriffen auf Venezuela mit den Worten: „Gut gemacht.“

Auf einer Pressekonferenz erklärte US-Präsident Trump, die Vereinigten Staaten würden vorübergehend die Regierung Venezuelas übernehmen. „Wir werden das Land regieren, bis es einen sicheren, gerechten und vernünftigen Übergang gibt“, sagte Trump. Weiter behauptete er, Präsident Nicolás Maduro und dessen Ehefrau seien festgenommen worden, hätten das Land bereits verlassen und seien von einer Eliteeinheit der US-Armee aufgegriffen worden.

In den sozialen Medien folgte daraufhin eine bemerkenswerte Reaktion: Nathaniel Rothschild, Sohn des verstorbenen Lord Jacob Rothschild, kommentierte die US-Angriffe auf Venezuela knapp mit „Gut gemacht“ auf X.

Ein aufschlussreiches Detail in diesem Zusammenhang: Bloomberg berichtete im April 2024, dass die venezolanische Regierung Rothschild & Co. als Finanzberater engagiert hatte, um eine Übersicht über ihre Auslandsschulden zu erstellen. Diese sogenannte Schuldenkartierung zeigt, wie viel Venezuela welchen Gläubigern schuldet, und gilt üblicherweise als erster Schritt in Richtung einer möglichen Umschuldung.

Ebenfalls bemerkenswert ist ein Bericht von Reuters aus dem April 2019: Demnach versuchte Erik Prince, Gründer der Söldnerfirma Blackwater und enger Trump-Verbündeter, Unterstützung für den Einsatz einer privaten Söldnerarmee zu gewinnen, um Maduro zu stürzen. Prince, Bruder der damaligen US-Bildungsministerin Betsy DeVos, suchte dafür politische und finanzielle Rückendeckung bei einflussreichen Trump-Unterstützern.

Gerettet von Rothschild

Eine weitere Verbindung führt zurück in Trumps eigene Vergangenheit: Wilbur Ross, später Wirtschaftsminister in Trumps Kabinett, spielte in den 1980er-Jahren eine zentrale Rolle, als Trump nach der raschen Expansion von Resorts International in Atlantic City in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts standen seine drei Casinos kurz vor der Übernahme durch Gläubiger. Mit Unterstützung und Garantien von Ross, damals Senior Management Director bei Rothschild Inc., konnte Trump die Casinos behalten und sein Imperium neu aufbauen.

All dies ist selbstverständlich reiner Zufall. Wer darin andere Zusammenhänge erkennt, gilt als Verschwörungstheoretiker und anti-institutioneller Extremist.

Währenddessen befinden sich amerikanische Ölkonzerne bereits auf dem Weg nach Venezuela.

Trump sagt, US-Ölkonzerne würden nach Venezuela gehen, „Milliarden von Dollar investieren, die marode Infrastruktur, die Ölinfrastruktur, reparieren und anfangen, Geld für das Land zu verdienen.“