Von The Winepress
„Es handelt sich um einen Fahrplan für die Umgestaltung des öffentlichen Dienstes. Er spiegelt das Engagement der Regierung wider, Dienstleistungen anzubieten, die von Grund auf vernetzt, digitalisiert und inklusiv sind.
Im vergangenen Monat berichtete The WinePress darüber, wie die Iren mit großer Mehrheit digitale Dienste und digitale Ausweise als Teil ihres Alltags und zur Erledigung von Behördengängen angenommen haben.
Im Anschluss an diesen Bericht hat Irland einen neuen Fahrplan veröffentlicht, der auf der Grundlage von OECD-Empfehlungen einen Kurs zur Digitalisierung aller notwendigen öffentlichen Dienste bis 2030 vorzeichnet.
Laut einer Pressemitteilung:
Der Digital Public Services Plan 2030 ist der Fahrplan der irischen Regierung für die Bereitstellung nahtloser, inklusiver und nutzerorientierter öffentlicher Dienstleistungen durch digitale Transformation.
Dieser Plan ist eine Schlüsselinitiative im Rahmen der Better Public Services Transformation Strategy und stellt Irlands bislang ehrgeizigstes digitales Reformprogramm dar. Er zielt darauf ab, bis 2030 sicherzustellen, dass
- 100 % der wichtigsten öffentlichen Dienstleistungen online verfügbar sind und
- 90 % der anwendbaren Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden.
Im Mittelpunkt dieser Umgestaltung steht der Life Events Approach, ein Modell, das öffentliche Dienstleistungen neu ausrichtet auf die wichtigen Momente im Leben der Menschen, wie zum Beispiel den Schulbeginn, die Elternschaft, den Zugang zu Wohnraum oder die Geburt eines Kindes. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Dienstleistungen intuitiv, proaktiv und integriert gestaltet werden, wodurch die Komplexität verringert und der Zugang für alle verbessert wird.
Der Plan umfasst:
- Eine umfassende Liste von fast 190 wichtigen Dienstleistungen, gruppiert nach Lebensereignissen
- Einen stufenweisen Zeitplan für die Integration und Digitalisierung von Dienstleistungen während der gesamten Laufzeit des Plans
- Unterstützungs- und Fördermaßnahmen, darunter Service Design Capability, die digitale Geldbörse der Regierung, das Life Events Portal und digitale Bausteine
- Ein starkes Governance- und Überwachungsrahmenwerk, um die Rechenschaftspflicht sicherzustellen und Fortschritte zu verfolgen
Der Plan ist nicht nur eine Technologie-Roadmap, sondern eine Roadmap für die Transformation des öffentlichen Dienstes. Er spiegelt das Engagement der Regierung wider, Dienstleistungen anzubieten, die von Grund auf vernetzt, digitalisiert und von Natur aus inklusiv sind.
Laut dem Dokument
„wurden im Rahmen der Analyse für den Digital Public Services Plan 2030 insgesamt 189 wichtige öffentliche Dienstleistungen identifiziert, die derzeit in 17 Lebensbereichen erbracht werden. Der aktuelle digitale Status dieser Dienstleistungen und ein Zeitplan für die Einführung der Online-Bereitstellung wurden auf der Grundlage von Konsultationen mit den zuständigen öffentlichen Stellen festgelegt.
Dies bietet einen Überblick über die Dienste, die in den kommenden Jahren online gehen werden, unterteilt in Zweijahresblöcke (die für 2026, 2028 und 2030 geplant sind). Diese sind in Abbildung 1 und Tabelle 1 nach Lebensereignissen zusammengefasst […].“


Das Dokument erläutert anschließend den Zeitplan für die Umsetzung:
„Abbildung 2 unten zeigt die Phasen der Umsetzung und die Lebensereignisse, die innerhalb jeder Phase priorisiert werden. Bis zum vierten Quartal 2026, 2027 und 2028 werden die Lebensereignisse jeder Phase einen Gestaltungsprozess durchlaufen haben, um die Dienstleistungserbringung zu verbessern und den Zugang über das Lebensereignis-Portal zu erleichtern, da immer mehr Dienste online verfügbar werden.
Diese Lebensereignisse werden weiterhin iterativ verbessert und digitalisiert, um die Benutzererfahrung mit öffentlichen Dienstleistungen in Irland aufrechtzuerhalten und zu verbessern.“



Dies ist Teil der umfassenderen nationalen Strategie für Digitalisierung und KI des Landes,„Digital Ireland – Connecting our People, Securing our Future.” Dieses Dokument enthält auch Pläne für digitale ID-Wallets, die als „zentrales Ziel” bezeichnet werden.
„Ein nahtloses, nutzerorientiertes und integriertes digitales Erlebnis für Bürger durch den Ausbau interoperabler Systeme, gemeinsamer Plattformen, gemeinsamer Datenstandards und einer nationalen Dateninfrastruktur sowie sicherer digitaler Identitäten wie MyGovID. Eine solche Infrastruktur soll Doppelarbeit vermeiden, Reibungsverluste bei der Erbringung von Dienstleistungen verringern und einen kohärenten, behördenübergreifenden Ansatz für Lebensereignisse und wichtige Bürgerinteraktionen ermöglichen.“
„Die Regierung hat sich zur Umsetzung der EU-Verordnung eIDAS 2.0 verpflichtet, die darauf abzielt, ein einheitliches digitales Identitätssystem zu schaffen, einschließlich der EU-Digitalen Identitätsbörse und damit verbundener Dienste wie digitaler Berechtigungsnachweise. Derzeit wird in der gesamten Regierung an der irischen Digitalen Identitätsbörse gearbeitet, einschließlich der Integration eines entsprechenden Tools zur Altersüberprüfung.“
KOMMENTAR DES AUTORS
Obwohl der Prozess der Tokenisierung nicht erwähnt wurde, legt dies doch den Grundstein dafür. Digitale IDs sind für dieses tokenisierte System absolut unerlässlich: Ohne diesen Aspekt wird es nicht in großem Maßstab funktionieren. Was Irland tut, steht in vollem Einklang mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), insbesondere mit SDG 16.7, das die Einführung digitaler IDs und die Registrierung von Geburten bis 2030 vorsieht.
Leider tappen die Iren direkt in die digitale Falle.
