Balkonien statt Ballermann: Geht es nach der Top-Ökonomin Monika Schnitzer, sollen die Deutschen gefälligst zu Hause bleiben. Wer aufs Auto angewiesen ist, soll an der Zapfsäule bluten. Die neuesten Aussagen der Regierungsberaterin sorgen für mehr Unmut.
Kürzlich erst sorgte die „Chef-Wirtschaftsweise“ der Bundesregierung, Monika Schnitzer, mit ihrer Behauptung, wer Auto fahre, sei reich genug, für einen Shitstorm. Report24 berichtete darüber. Nun legt die linke Ökonomin noch weiter nach. Auch Flugreisen seien entbehrlich, erklärte sie mit der typischen Eliten-Arroganz gegenüber den Normalverdienern. Dies sei angesichts des teuren Kerosins und der knappen Kassen die einfachste Lösung.
„Man kann, auch ohne zu fliegen, einen schönen Urlaub machen“, doziert die Ökonomin und Top-Verdienerin kaltschnäuzig in der „Augsburger Allgemeinen„. Anstatt sich wenigstens mal für ein paar Tage am Strand zu entspannen, nachdem man ohnehin schon das ganze Jahr über malochen muss, sollen die Leute eben in der eigenen Umgebung „Urlaub“ machen. Als ob es in Deutschland oder den Nachbarländern so viel billiger wäre.
Ihr scheinheiliges Argument lautet, man dürfe den Sommerurlaub nicht auf Kosten unserer Kinder durch Schulden subventionieren. Dass gerade Familien mit Kindern am meisten unter der aktuellen Preisexplosion leiden, interessiert hierbei nicht. Die Bürger sollen gefälligst zum nächstbesten Baggersee radeln, anstatt an den Strand nach Spanien, Griechenland oder in die Türkei zu fliegen. Jene, die sich den Auslandsurlaub per Flugzeug noch leisten können, werden sich dafür über mehr Platz durch leere Plätze freuen. Auch ohne Buchung der Business Class.
Doch der Feldzug gegen die Lebensrealität der Normalbürger geht noch weiter. Den Tankrabatt, der den Pendlern und Familien auf dem Weg zur Arbeit zumindest ein klein wenig mehr Luft zum Atmen gab, verdammt die Wirtschaftsweise als „sozial ungerechten Fehler“. Wieder einmal wird das Märchen vom reichen SUV-Fahrer bemüht, um den Verzicht der Masse zu predigen. Staatliche Hilfen an der Zapfsäule würden das „falsche Signal“ senden, behauptet Schnitzer. Ihre Forderung ist an Zynismus kaum zu überbieten: „Die Menschen sollten dieses Preissignal deshalb spüren und ihren Verbrauch einschränken.“
Frau Schnitzer will also, dass es wehtut. Was für eine gut verdienende Professorin ein faszinierendes volkswirtschaftliches „Signal“ ist, bedeutet für die Krankenschwester, den Handwerker oder den Pendler auf dem Land ein Riesenproblem. Wer auf das Auto angewiesen ist, kann sich nicht einfach „einschränken“. Doch statt Verständnis gibt es aus der links-grünen Mottenkiste direkt die nächsten Verbots-Fantasien: Tempolimit und autofreie Sonntage wie in den 70er-Jahren sollen uns das Fahren endgültig vermiesen.
Als ob das nicht reichen würde, zeichnet die Ökonomin ein düsteres Horror-Szenario für die kommenden Monate. Eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus werde Lebensmittel – auch wegen fehlendem Dünger – noch teurer machen. Die Inflation werde durch hohe Transportkosten weiter angeheizt. Die Wirtschaftsexpertin erklärt indirekt, dass die Menschen einfach stärkere Einkommenszuwächse brauchen. Doch sollten die Gewerkschaften in den kommenden Tarifrunden steigende Löhne durchsetzen, müsse die Europäische Zentralbank (EZB) eben die Zinsen erhöhen, warnt sie.
Im Grunde genommen rät die sogenannte Wirtschaftsweise also lediglich dazu, das Elend zu verwalten, anstatt die eigene Zukunft zu gestalten. Ein passives Erdulden der unerfreulichen Lage soll alles sein, was den Menschen bleibt. Dabei gäbe es auch die Möglichkeit, der Politik Ratschläge für eine aktive Gestaltung zu erteilen (wofür diese Frau ja eigentlich fürstlich bezahlt wird). Aber das ist offensichtlich zu viel verlangt.
Eliten-Arroganz: Wirtschaftsweise will uns jetzt auch noch den Sommerurlaub streichen
