13. Januar 2026

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Die Ukraine in drei Minuten: Krieg, Wiederaufbau – und BlackRock

 

Letzte Woche wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock an einem langfristigen Projekt zum wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine arbeiten. Was als Hilfe verkauft wird, wirft bei genauerem Hinsehen grundlegende Fragen nach Interessen, Profiteuren und Machtstrukturen auf.

Bereits zuvor hatte Robert F. Kennedy Jr. ein Buch veröffentlicht, in dem er die Rolle von BlackRock im Ukraine-Konflikt thematisiert. In Interviews und Videos weist er auf ein strukturelles Muster hin: Die Rüstungsindustrie profitiert doppelt – zuerst vom Krieg, später vom Wiederaufbau.

Die Logik dahinter sei simpel. Die NATO wird stetig erweitert, und jedes neue Mitglied ist verpflichtet, massiv in Aufrüstung zu investieren. Diese Investitionen fließen nicht frei, sondern konzentrieren sich auf wenige große US-Rüstungskonzerne. Kennedy nennt unter anderem Northrop Grumman, Raytheon, General Dynamics, Boeing und Lockheed Martin.

Bereits im März 2022 stellte die US-Regierung 113 Milliarden Dollar für die Ukraine bereit, seither folgten weitere Dutzende Milliarden. Offiziell dient dieses Geld der Unterstützung Kiews. Doch selbst führende US-Politiker räumten ein, dass ein Großteil der Mittel faktisch bei amerikanischen Waffenherstellern landet.

Entscheidend ist die Eigentümerstruktur: Große Anteile dieser Konzerne werden von BlackRock verwaltet.

Auch die Finanzierung selbst ist umstritten. Der republikanische Senator Tim Scott erklärte offen, dass es sich bei den Hilfen nicht um Geschenke, sondern um Kredite handle. Kredite bedeuten Bedingungen. Laut Kennedy reichen diese von harten Sparprogrammen bis hin zum Verkauf staatlicher Vermögenswerte.

Tatsächlich wurden bereits rund 30 Prozent der ukrainischen Agrarflächen an multinationale Konzerne verkauft – darunter einige der fruchtbarsten Böden der Welt, lange als „Kornkammer Europas“ bekannt. Käufer: Unternehmen wie DuPont, Cargill und Monsanto. Auch hier ist BlackRock zentraler Anteilseigner.

Zehntausende ukrainische Soldaten sind gefallen, um ihr Land zu verteidigen. Gleichzeitig wandern strategische Ressourcen und zukünftige Einnahmequellen in die Hände internationaler Konzerne.

Und wer steht nun bereit, um den Wiederaufbau zu organisieren? Wieder BlackRock.

All das geschieht offen, nahezu demonstrativ. Kritiker argumentieren, dass es deshalb funktioniert, weil gesellschaftliche Konflikte bewusst geschürt werden: links gegen rechts, ethnische Gruppen gegeneinander, Kulturkämpfe statt Machtfragen. Während sich Gesellschaften spalten, bleiben die wirtschaftlichen Gewinner des Krieges weitgehend unangetastet.

 

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