Von The Winepress
Ob in Davos oder bei den Bilderbergern – eine kleine Gruppe von Denkern und Milliardären glaubt, sie könne die Menschheit „neu programmieren“. Hararis Worte über eine „technologische Arche“ offenbaren, wie weit diese Elite längst den Bezug zur Realität verloren hat.
Seit Jahren warnen kritische Beobachter vor einer schleichenden Entkopplung zwischen den globalen Machteliten und der Realität der Menschen, die ihre Entscheidungen ausbaden müssen. Politiker, Konzernlenker, Banker, Medienmogule und ihre Lieblings-Intellektuellen treffen sich auf elitären Foren wie dem Weltwirtschaftsforum (WEF) oder den Bilderberg-Treffen, um die Zukunft zu „gestalten“ – doch immer öfter scheint diese Zukunft nur für sie selbst gedacht zu sein.
Jüngste Aussagen des israelischen Historikers und WEF-Stars Yuval Noah Harari, die von der Plattform The WinePress berichtet wurden, liefern erschreckende Einblicke in das Denken dieser neuen technokratischen Klasse.
Die „technologische Arche Noah“ – für Wenige statt für Alle
Harari, Bestsellerautor und laut WEF ein „Vordenker der Zukunft“, hat in verschiedenen Interviews und Vorträgen wiederholt darüber spekuliert, dass die Elite eine Art „technologische Arche Noah“ bauen werde – ein Rückzugsort für jene, die es sich leisten können, wenn Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft endgültig kollabieren.
Er spricht davon, dass „eine kleine Elite überleben wird“, während der Großteil der Menschheit „überflüssig“ werde – weil Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Biotechnologie alle produktiven Rollen ersetzen.
Was für manche wie philosophische Science-Fiction klingt, ist für viele ein alarmierendes Eingeständnis:
Die Eliten bereiten sich nicht darauf vor, die Menschheit zu retten – sondern sich selbst.
Die Hybris der Technokraten
Besonders bizarr – und symptomatisch – ist Hararis angeblicher Vorschlag, Künstliche Intelligenz solle künftig „die Bibel umschreiben“, um sie „zeitgemäßer“ zu machen.
Hier offenbart sich der Kern der technokratischen Ideologie: der Glaube, dass Technologie und Algorithmen besser wissen, was Wahrheit, Moral und Sinn sind, als der Mensch selbst.
Diese Denkweise zieht sich wie ein roter Faden durch die Davos-Agenda:
- Digitalisierung ersetzt Ethik,
- Kontrolle ersetzt Vertrauen,
- Überwachung ersetzt Verantwortung.
Das Weltwirtschaftsforum verkauft diesen Ansatz als „Zukunftsmanagement“, doch in Wahrheit ist es ein globales Experiment an der Menschheit – ohne deren Zustimmung.
Die Entmenschlichung als Systemfehler
Harari hat mehrfach davon gesprochen, dass die Mehrheit der Menschen in der neuen Weltordnung „nutzlos“ werde – eine Formulierung, die erschreckend offen zeigt, wie weit sich diese Denkblasen von der Realität entfernt haben.
Es ist die alte Ideologie der Entmenschlichung, diesmal getarnt als Fortschritt:
Wer keinen Platz im System der Eliten hat, gilt als überflüssig.
Doch genau hier liegt der gefährlichste Punkt: Wenn jene, die Macht, Kapital und Einfluss besitzen, glauben, sie könnten den Rest der Menschheit algorithmisch aussortieren, dann ist das nicht nur Arroganz – es ist der moralische Kollaps einer Zivilisation.
Davos, Bilderberg & Co.: Die „Rettung“ der Welt – ohne die Welt
Ob beim WEF, den Bilderbergern oder in Silicon Valley – überall hört man die gleiche Botschaft: „Wir wissen, was gut für euch ist.“
Doch wer sind diese „Wir“?
Nicht gewählte Volksvertreter, sondern Manager, Finanzjongleure, KI-Propheten und Berater, die sich gegenseitig in geschlossenen Konferenzen applaudieren.
Ihr Ziel ist nicht mehr, die Welt gerechter zu machen – sondern sie effizienter zu verwalten.
Das klingt harmlos, bedeutet aber in der Praxis:
- weniger demokratische Kontrolle,
- mehr technologische Überwachung,
- mehr Privilegien für jene, die Zugang zu den digitalen Werkzeugen haben.
Die wahre Arche: Verantwortung statt Flucht
Der Gedanke einer „technologischen Arche Noah“ mag für die Eliten romantisch klingen – für den Rest der Menschheit ist er ein Schlag ins Gesicht.
Denn während Milliardäre über Fluchtpläne und Raumkolonien nachdenken, kämpfen Milliarden Menschen ums tägliche Überleben.
Die Zukunft darf kein privates Eigentum einer Davos-Clique sein.
Wenn Harari und seine WEF-Freunde die Menschheit wirklich „retten“ wollen, dann sollen sie anfangen, Verantwortung zu übernehmen – statt sich eine digitale Festung zu bauen.
Denn jede Zivilisation, die ihre Mehrheit aufgibt, um ihre Elite zu retten, ist bereits untergegangen – sie hat es nur noch nicht gemerkt.

