Steve Watson
China hat erstmals Aufnahmen seiner „Roboterwölfe“ veröffentlicht, die in simulierten urbanen Gefechten vorrücken, bewaffnet mit Maschinengewehren und aufgerüstet für echte Schlachtfeld-Einsätze.
Das sind längst keine niedlichen Boston-Dynamics-Nachahmungen mehr – es sind im Rudel jagende Tötungsmaschinen, entwickelt von einem Institut mit engen Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee, und sie werden von Tag zu Tag tödlicher.
Wie in einem viralen Beitrag mit über zwei Millionen Aufrufen zu sehen ist, zeigt das Material die Wölfe, die in koordinierten Schwärmen bei Straßenkampf-Übungen operieren.
Das System stammt vom Southwest Automation Institute. Die Entwickler bezeichnen es als „zu 100 % einheimisch entwickelt und zu 100 % im Inland produziert“. Eine nicht-militärische Version wird sogar für den zivilen Verkauf auf JD.com für 73.500 Dollar angeboten – wie nah diese jedoch am militärischen Modell der PLA liegt, bleibt unklar.
In einer eigenen Folgeanalyse räumt das Southwest Automation Institute sogar eine kontraintuitive Realität dieser neuen Kriegsführung ein: „Auf den Schlachtfeldern von morgen könnten Kriegsroboter nicht die ultimativen Tötungsmaschinen sein – sie könnten tatsächlich die Opferzahlen reduzieren. Sie ersparen menschlichen Truppen, Positionen direkt zu stürmen, und verlagern mehr Gefechte in den Bereich ‚Drohne gegen Roboter‘. Und anders als zwei Gruppen von Soldaten, die sich in brutalen Nahkämpfen gegenseitig aufreiben, wissen Truppen im Kampf gegen Roboter, dass die Maschinen nicht niedergerungen werden können. Eine Handvoll Roboter kann innerhalb von Minuten eine ganze Straße räumen und sichern. Der Kampf endet schnell, und beide Seiten bluten deutlich weniger.“
Doch der Beitrag fügt schnell eine beunruhigende Einschränkung hinzu: „Das echte Schlachtfeld ist weitaus komplexer als jede Übung. Die entscheidende Bewährungsprobe für diese Maschinenwölfe wird sein, ob sie zuverlässig zwischen eigenen Truppen und feindlichen Kräften unterscheiden können – und vor allem, ob sie Zivilisten erkennen, die plötzlich im Chaos auftauchen.“
Das ist das Alptraumszenario, auf das die KPCh hinarbeitet: Schwärme bewaffneter vierbeiniger Systeme mit einem gemeinsamen „kollektiven Gehirn“, die jagen, koordinieren und Ziele eliminieren können, ohne dass ein einziger chinesischer Soldat sein Leben riskiert.
Diese jüngste Demonstration baut direkt auf Entwicklungen auf, die wir bereits verfolgt haben.
Im vergangenen Sommer berichteten wir über die erste Vorstellung robotischer „Mordwölfe“ und Drohnen durch das chinesische Militär, die bereits die Drei Gesetze der Robotik von Asimov außer Kraft zu setzen schienen.
Im Februar berichteten wir dann über humanoide Roboter, die buchstäblich „Gehirne“ erhalten, während die Sorge vor Dual-Use-Technologien zunahm.
Wir haben russische Soldaten gesehen, die sich bewaffneten humanoiden Robotern ergeben.
Und sogar Kung-Fu-Roboter mit Nunchakus.
Das Muster ist unübersehbar: Autoritäre Regime investieren massiv in autonome Tötungssysteme, während westliche Führungskräfte über „Ethik“ und „Regulierung“ diskutieren. Chinas Roboterwölfe sind keine Science-Fiction – sie sind Gegenwart, und ihre Entwicklung beschleunigt sich weiter.
Peking baut im Stillen die mechanischen Vollstrecker eines zukünftigen Überwachungs- und Kontrollstaates auf.
Die freie Welt wurde gewarnt. Diese Roboterwölfe sind keine Showobjekte mehr. Sie trainieren für den Tag, an dem die KPCh ihr Modell digitalen Autoritarismus mit Gewalt exportieren will – und keine UN-Resolution und kein moralisches Signal von Konzernen wird eine Maschine stoppen, die keine Angst, keine Erschöpfung und kein Mitgefühl kennt.
