10. Januar 2026

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Aus für viele Typen Diese Heizungen sind ab jetzt verboten

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Die Geschichte des Heizens ist lang, der Mensch hat über die Jahrhunderte viele Methoden erfunden. Heute ist in Deutschland aber nicht mehr alles erlaubt, was theoretisch möglich ist.

Wenn es ums Heizen geht, sind die Möglichkeiten vielfältig, aber nicht immer gleich sinnvoll oder gar erlaubt. Grundsätzlich kann man durch das Verbrennen verschiedener Materialien Wärme erzeugen und damit einen Raum beheizen. Heute gibt es aber ausgefeiltere technische Möglichkeiten, ein Gebäude günstig und umweltschonend zu erwärmen.

Deshalb sind auch nicht mehr alle Heizoptionen in Deutschland zugelassen – und in den nächsten Jahren kommen immer mehr Vorschriften dazu. Welche Heizungen in Deutschland noch eingebaut und betrieben werden können und welche langsam ersetzt werden, erfahren Sie hier.

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Warum sind in Deutschland manche Heizungen verboten?

Es gibt viele Gründe, weshalb eine Heizungsart eingeschränkt oder ganz verboten werden. In Deutschland muss der Gesetzgeber immer das Allgemeinwohl im Blick haben. Wenn ein Hauseigentümer eine Heizung nutzen möchte, die die eine Gefahr für ihn oder andere darstellt, darf diese verboten werden.

Was als Gefährdung eingestuft werden kann, ist dabei weit gefasst: So kann etwa die Belastung durch Schadstoffe in die Umwelt (dies wird zum Beispiel von der Immissionsschutzverordnung BImSchV geregelt) eine Gefährdung darstellen oder die Brand- und Explosionsgefahr. Deshalb darf man in Deutschland auch nicht einfach ein offenes Feuer auf einem Grundstück zünden – zu groß ist die Gefahr eines unkontrollierten Brands. Es gelten klare und strenge Vorschriften: So muss Feuer in einem Feuerkorb oder einer Feuerschale gezündet werden. Oder es bedarf einer Ausnahmegenehmigung.

Bei der Entscheidung, eine Form des Heizens zu verbieten, stehen also in der Regel die Umweltbelastung und die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Vordergrund. Durch die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland ist die Umweltbelastung nicht nur für diese, sondern auch künftige Generationen in den Fokus gerückt.

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Welche Heizungen sind verboten oder eingeschränkt?

Im Jahr 2026 sind in Deutschland folgende Heizungen entweder verboten oder nur eingeschränkt zugelassen:

  • Kohle- und Koksheizungen: Ab 2026 dürfen keine neuen Kohleheizungen installiert werden. Bestandsanlagen müssen bis 2045 abgeschaltet werden.
  • (Holz-)Öfen: Nicht jedes Holz darf im Ofen verbrannt werden. Lackierte, lasierte oder beschichtete Hölzer sind nicht erlaubt, genauso wie Holzfasern, Zeitungs- und Altpapier. Ebenfalls nicht in den Ofen gehören Kunststoffe, Gummi sowie andere giftige Stoffe. Außerdem müssen Holzkamine bestimmte Emissions- und Feinstaubgrenzen einhalten.
  • Offene Kamine: Diese dürfen nicht als reguläre Heizung genutzt werden. Wer einen offenen Kamin besitzt, darf ihn nur „gelegentlich“ (Faustregel: maximal an acht Tagen pro Monat für je fünf Stunden) verwenden.
  • Heizungen, die älter als 30 Jahre sind: Öl- oder Gas-Heizungen, die 30 Jahre alt sind, müssen ausgetauscht werden, wenn sie eine Konstanttemperaturtechnik verwenden und eine Nennleistung von weniger als 4 oder mehr als 400 kW haben.
  • Fossile Heizungen: Seit 2024 sind Öl- und Gas-Heizungen im Neubau verboten. Für Bestandsanlagen gelten Übergangsfristen; ab 2026 beziehungsweise 2028 müssen neue Heizungen grundsätzlich zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. Alle anderen fossil betriebenen Heizungen müssen bis 2045 ausgetauscht werden.
  • Stromdirektheizungen: Diese sind nicht überall in Deutschland erlaubt. In Hamburg dürfen Stromdirektheizungen beispielsweise nicht mehr eingebaut werden, da sie ineffizient sind. Bundesweit gilt, dass diese Heizungen nicht in Mehrfamilienhäusern (mehr als zwei Wohnungen) eingebaut werden dürfen. Auch im Neubau ist der Einbau dieses Heizungstyps eingeschränkt.
  • Jede Heizung, die vom Schornsteinfeger mit einer Austauschpflicht belegt wurde.

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Welche Heizungen sind in Deutschland (auch in Zukunft) erlaubt?

Es sind nur sehr wenige Heizungen in Deutschland gänzlich verboten. Es gibt für einige Heizformen zwar viele Vorschriften, etwa bei Kaminen und Holzöfen, komplett untersagt ist der Einbau allerdings in den seltensten Fällen.

Durch die Klimaziele haben rein fossil-betriebene Heizungen allerdings ein Auslaufdatum: Bis 2045 müssen sie durch klimafreundliche Lösungen ausgetauscht werden. Folgende Heizungen werden demnach (Stand Januar 2026) auch in der Zukunft noch erlaubt sein:

  • Wärmepumpen
  • Solarthermie-Anlagen
  • Holzheizungen und Holzvergaser (mit Einschränkungen s. oben)
  • Pelletheizungen
  • Hybridheizungen: z. B. Wärmepumpe + Biogas-Heizung
  • Elektroheizungen (mit Einschränkungen, s. oben)
  • Brennstoffzellenheizungen
  • Fernwärme
  • Biogas-/Wasserstoff-Heizungen

Reine Gas- und Ölheizungen dürfen noch eingebaut und weiterbetrieben werden. Sie sind aktuell nicht verboten, werden es aber ab 2045 sein.

Welche Strafen drohen bei Verstoß gegen ein Heizungsverbot?

Wer sich nicht an die Vorschriften und Gesetze hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Dabei reichen die vorgesehenen Strafen von 5.000 bis 50.000 Euro.

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https://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_100926196/heizungsgesetz-ab-2026-sind-diese-heizungen-verboten.html

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