Vor drei Monaten haben wir denselben Bergkäse auf vier verschiedene Arten gelagert. Heute haben wir alle vier geöffnet. Drei waren ungenießbar. Einer schmeckte besser als am ersten Tag. Eine einfache Methode aus dem Mittelmeerraum, die schon Hildegard von Bingen kannte, die die Hanseaten zwischen Lübeck, Hamburg, Bergen und Nowgorod nutzten, und die in den Sennereien des Allgäus und in den Klosterapotheken von Andechs und Ettal über Jahrhunderte gepflegt wurde. Eine Methode, die euren Käse bis zu vierundzwanzig Monate ohne Kühlschrank haltbar macht. Für zwei Euro Olivenöl und ein Weck-Glas.
In diesem Video zeigen wir einen ehrlichen Vergleichstest: Kühlschrank in Originalfolie, Vakuumbeutel bei Zimmertemperatur, Ziploc mit ausgedrückter Luft und vollständige Tauchung in Olivenöl im Weck-Glas. Wir erklären die Wissenschaft hinter den Polyphenolen Oleuropein und Hydroxytyrosol, bestätigt durch Forschungen der TU München-Weihenstephan, des Max Rubner-Instituts, des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung sowie der Charité Berlin. Wir reisen zurück zu den griechischen Hirten von achthundert vor Christus, zu den hanseatischen Handelsschiffen des dreizehnten Jahrhunderts, zu den Sennereien des Allgäus und zu den Wolgadeutschen ab siebzehnhundertdreiundsechzig. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie ihr im Edeka, Rewe oder Alnatura die richtigen Zutaten findet, darunter Bio-Olivenöl von Rapunzel, Sonnentor und Lebensbaum. Wir erklären, warum diese Methode mit Allgäuer Bergkäse, Emmentaler, Gouda, Bergader, Andechser und Tilsiter funktioniert, nicht aber mit Weichkäse wie Brie oder Camembert. Wir schließen mit einem traditionellen Rezept aus dem Allgäu: Allgäuer Bergkäse-Konserve im Olivenöl mit alpinen Kräutern aus dem Bayerischen Wald.
