Das United States Department of Defense hat diese Woche 162 ehemals geheime Dokumente über sogenannte Unidentified Anomalous Phenomena (UAP) veröffentlicht – besser bekannt als UFOs. Jahrzehntelang wurden Sichtungen dieser Art offiziell heruntergespielt, lächerlich gemacht oder mit technischen Fehlinterpretationen erklärt. Nun öffnet dieselbe Regierung, die das Thema über Jahrzehnte unter Verschluss hielt, plötzlich selbst die Archive – zumindest teilweise.
Doch die neue Transparenz wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
Die veröffentlichten Unterlagen umfassen alte FBI-Berichte, diplomatische Telexnachrichten des Außenministeriums sowie Mitschriften bemannter NASA-Raumflüge. Besonders Aufmerksamkeit erregt ein FBI-Bericht über einen Drohnenpiloten, der im September 2023 ein längliches, leuchtendes Objekt am Himmel beobachtet haben soll. Laut dem Bericht war das Objekt nur wenige Sekunden sichtbar, bevor das Licht abrupt erlosch und das Flugobjekt spurlos verschwand.
Ein weiteres Dokument betrifft ein NASA-Foto der Apollo 17-Mission aus dem Jahr 1972. Darauf sollen drei Punkte in Dreiecksformation zu sehen sein. Das Pentagon erklärte, es gebe „keinen Konsens über die Natur der Anomalie“, räumte jedoch gleichzeitig ein, dass erste neue Analysen darauf hindeuten könnten, dass es sich um ein physisches Objekt handelt.
Auch Aussagen früherer Apollo-Astronauten finden sich in den Akten. Dort ist von Lichtblitzen, davonschwebenden Objekten und wirbelnden Partikeln die Rede, die einige Astronauten als „Feuerwerk“ beschrieben hätten. Solche Aussagen existieren seit Jahrzehnten, verschwanden jedoch meist hinter Geheimhaltungsstufen oder wurden öffentlich kaum thematisiert.
Die zentrale Frage bleibt deshalb: Warum jetzt?
Das Pentagon betont, sämtliche Unterlagen seien vor der Veröffentlichung auf sicherheitsrelevante Inhalte überprüft worden. Kritiker sehen genau darin das Problem. Denn veröffentlicht wird nur das Material, das zuvor bereits gefiltert, geprüft und freigegeben wurde. Was weiterhin unter Verschluss bleibt, bleibt unbekannt.
Hinzu kommt: Ein erheblicher Teil der Dokumente sei laut Pentagon noch nicht vollständig wissenschaftlich oder technisch ausgewertet worden. Für Skeptiker klingt das wie ein institutioneller Schutzmechanismus – eine Möglichkeit, konkrete Antworten weiter hinauszuzögern und kritische Nachfragen mit Verweis auf laufende Analysen abzublocken.
Die 2022 vom Kongress gegründete UAP-Behörde erklärte in ihrem ersten Bericht 2024, es gebe keinerlei Beweise dafür, dass die USA jemals außerirdische Technologie gesehen oder geborgen hätten. Doch genau diese Aussage wird von zahlreichen Whistleblowern bestritten.
Die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna forderte bereits im März die Veröffentlichung von 46 konkreten UAP-Videos, die von Informanten identifiziert worden seien. Diese Aufnahmen wurden bislang nicht freigegeben, sollen jedoch angeblich Teil einer späteren Veröffentlichungsrunde werden.
Kritiker werfen den Behörden seit Jahren vor, Whistleblower systematisch zu diskreditieren oder zu ignorieren. Das Muster sei immer gleich: ehemalige Militärangehörige, Geheimdienstmitarbeiter oder Piloten berichten über ungewöhnliche Vorfälle – doch offizielle Stellen reagieren entweder mit Schweigen oder mit dem Hinweis, es gebe „keine verifizierbaren Beweise“.
Die nun veröffentlichten Akten ändern deshalb für viele Beobachter wenig am grundsätzlichen Misstrauen gegenüber den Behörden. Denn dieselben Institutionen, die jetzt Transparenz versprechen – darunter das Pentagon, die NASA, das FBI, das Energieministerium und die Nachrichtendienste –, waren jahrzehntelang selbst verantwortlich für Geheimhaltung und Informationskontrolle rund um das Thema UAP.
Der republikanische Kongressabgeordnete Tim Burchett warnte bereits, vollständige Transparenz werde „Zeit brauchen“. Für Kritiker ist genau das der Kern des Problems: Die schrittweise Veröffentlichung halte das Thema dauerhaft in den Schlagzeilen, ohne jemals tatsächlich vollständige Klarheit zu schaffen.
Während neue Dokumente angekündigt werden, bleibt die eigentliche Frage weiterhin unbeantwortet:
Was wissen amerikanische Behörden seit Jahrzehnten wirklich über unbekannte Flugphänomene – und warum wird die Öffentlichkeit bis heute nur bruchstückhaft informiert?
Dieses Ding macht MEHRERE 90-Grad-Wenden! „Das Zentralkommando der Vereinigten Staaten hat einen Bericht über ein nicht identifiziertes anomalistisches Phänomen (UAP) an das All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) übermittelt, bestehend aus zwei Minuten und 57 Sekunden Videomaterial von einem Infrarotsensor an Bord einer US-militärischen Plattform im Jahr 2023. Ein begleitender Missionsbericht, DoW-UAP-D33, beschrieb das UAP als fliegend nahe der Oberfläche des Ozeans und machend mehrere „90-Grad-Wenden“ mit etwa 80 Meilen pro Stunde.“
