3. Mai 2026

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US-Firma will 100.000 humanoide Roboter pro Jahr für unsere Wohnzimmer bauen

 

Mitten in Kalifornien, dem Zentrum der Tech-Eliten, hat die Produktion einer neuen Spezies begonnen: Humanoide Roboter für den Hausgebrauch. Bis 2027 sollen jährlich über 100.000 dieser von einer Künstlichen Intelligenz gesteuerten Maschinen-Menschen vom Band rollen.

Die US-Firma 1X hat in Hayward (Kalifornien) eine gigantische, 5400 Quadratmeter große Fabrik hochgezogen. Dort soll der humanoide Roboter „NEO“ in Massenproduktion hergestellt werden. Dieser KI-gesteuerte humanoide Roboter wird vom Unternehmen als Helfer für die Hausarbeit und sogar für die Kinderbetreuung vermarktet. Und das Marketing scheint erfolgreich zu sein. Die erste Jahresproduktion von 10.000 Stück war nach dem Verkaufsstart im vergangenen Oktober innerhalb von nur fünf Tagen restlos ausverkauft. Man könnte meinen, die Menschen würden geradezu darum zu betteln, sich solche von einer Künstlichen Intelligenz gesteuerten Roboter in die Wohnung stellen zu wollen.

Um nicht von Lieferketten aus dem Ausland abhängig zu sein, baut 1X in seiner Fabrik fast alles selbst – von den Sensoren bis zu den Batterien und Motoren. Vikram Kothari, Vizepräsident der Firma, tönt bereits: „Wir bauen die sichersten und zuverlässigsten humanoiden Roboter der Welt.“ Ein Versprechen, das noch bewiesen werden muss. Denn wer kontrolliert diese Maschinen wirklich und wie effektiv sind die Kontrollmechanismen tatsächlich?

Die eigentliche Gefahr lauert nämlich im Inneren: Jeder NEO-Roboter wird von einem hochkomplexen „Jetson Thor“-Computer von NVIDIA gesteuert. Diese Maschinen brauchen keine ständige Cloud-Verbindung mehr, das sogenannte „Gehirn“ der Roboter zieht Dank der eingebauten Künstlichen Intelligenz seine eigenen Schlüsse und trifft Entscheidungen in Echtzeit. Trainiert werden die Maschinen millionenfach in virtuellen Simulationen, bevor sie auf die echte Welt – und echte Menschen – losgelassen werden.

Billig ist der mechanische Mitbewohner allerdings nicht. Über ein „Early Access“-Programm kostet der NEO schlappe 20.000 Dollar. Wer das nicht flüssig hat, kann sich den Roboter auch für 499 Dollar im Monat abonnieren. Schon 2026 sollen die ersten Modelle ausgeliefert werden. CEO Bernt Børnich feiert das Projekt bereits als Meilenstein: „Die Produktion läuft jetzt, und amerikanische Verbraucher werden weltweit die ersten sein, die NEO in ihren Heimen willkommen heißen.“

Ob dies der Anfang einer „schönen neuen Welt“ oder der Beginn einer Tech-Dystopie ist, wird sich noch zeigen. Denn auch die Künstliche Intelligenz ist nur ein Computerprogramm mit Unmengen an Codezeilen – doch je mehr Code programmiert wird, desto unberechenbarer sind die langfristigen Auswirkungen auf das Verhalten dieser Maschinen. Das jüngste viral gewordene Beispiel eines KI-Agenten, der aus einer eigenen Entscheidung heraus die komplette Datenbank (samt Backup) eines Unternehmens gelöscht hat, ist hierbei eine Mahnung, sich nicht zu sehr auf solche Programme zu verlassen.

 

US-Firma will 100.000 humanoide Roboter pro Jahr für unsere Wohnzimmer bauen