21. April 2026

ddbnews.org

produced by ae-radiostation.com

Diplomatischer Eklat: Südkoreas Präsident fordert Untersuchung zu viralem Video aus dem Westjordanland – leblose Körper wird von einem Dach gestoßen

 

Ein in sozialen Medien viral gegangenes Video hat eine diplomatische Kontroverse zwischen Südkorea und Israel ausgelöst. Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung forderte öffentlich eine Untersuchung der Aufnahmen, die mutmaßlich israelische Soldaten im Umgang mit Leichen zeigen.

Video sorgt international für Aufsehen

Das Video, das sich derzeit rasant auf Plattformen wie X verbreitet, zeigt Szenen, in denen uniformierte Soldaten offenbar leblose Körper von einem Dach stoßen. In ersten Beiträgen wurde der Eindruck erweckt, es handle sich um aktuelle Aufnahmen und um Gewalt gegen lebende Personen.

Lee Jae-myung teilte das Material zunächst mit einer entsprechenden Beschreibung und äußerte scharfe Kritik. In einem Beitrag betonte er, dass solche Vorfälle Fragen nach Menschenrechten und internationalem Recht aufwerfen.

Einordnung: Aufnahmen stammen aus 2024

Später stellte der südkoreanische Präsident klar, dass das Video nicht aktuell ist. Die Szenen sollen aus dem September 2024 stammen und im Zusammenhang mit einer israelischen Militäroperation in Qabatiya nahe Jenin im Westjordanland stehen.

Nach dieser Einordnung handelt es sich bei den gezeigten Personen um bereits Verstorbene. Dennoch hielt Lee an seiner Kritik fest und betonte, dass auch der Umgang mit Leichen Fragen der Würde und Verantwortung aufwerfe.

Reaktion aus Israel

Das israelische Außenministerium reagierte scharf auf die Äußerungen und bezeichnete Lees ursprünglichen Beitrag als „inakzeptabel“. Ihm wurde vorgeworfen, irreführende Informationen verbreitet zu haben, insbesondere durch die Darstellung des Videos als aktuelles Ereignis.

Israel verwies darauf, dass der Vorfall bereits 2024 intern untersucht worden sei und entsprechende Maßnahmen ergriffen worden seien.

Internationale Dimension

Der Vorfall zeigt erneut die Dynamik, mit der ältere Inhalte durch soziale Medien neue politische Spannungen auslösen können. Auch westliche Regierungsvertreter hatten das Video bereits in der Vergangenheit als „beunruhigend“ eingestuft.

Südkoreanischer Präsident Lee Jae-myung äußert seine Enttäuschung, nachdem Israel seinen X-Beitrag kritisierte, der ein Video von israelischen Truppen zeigt, die den Leichnam eines Palästinensers von einem Dach in den besetzten Westjordanland wirft

Lee betonte in weiteren Stellungnahmen, dass globale Kritik an möglichen Verstößen gegen Menschenrechte ernst genommen werden müsse. Gleichzeitig unterstrich er, dass Südkorea seine Position im Einklang mit internationalen Normen prüfen wolle.