5. März 2026

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Brisante Prognose von Professor Jiang: Krieg gegen den Iran könnte eine revolutionäre Welle in der gesamten muslimischen Welt auslösen und US-gestützte Diktaturen zu Fall bringen.

 

Ein Video mit Aussagen von Professor Jiang sorgt derzeit für Aufsehen, weil es eine radikale geopolitische Entwicklung skizziert, die weit über den aktuellen Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hinausreichen könnte. Jiang beschreibt darin ein Szenario, das viele westliche Analysten lange für unmöglich hielten: die mögliche politische und religiöse Vereinigung großer Teile der muslimischen Welt gegen die von Washington dominierte Ordnung im Nahen Osten.

Seine zentrale These ist provokant, aber aus geopolitischer Sicht keineswegs unlogisch. Der Konflikt mit dem Iran könnte nicht nur ein regionaler Krieg bleiben, sondern ein politischer Katalysator werden, der jahrzehntelang unterdrückte Spannungen innerhalb der islamischen Welt freisetzt.

Der Beginn eines religiös-politischen Aufstands

Nach Jiang verfolgt Teheran eine Strategie, die weit über militärische Vergeltung hinausgeht. Das erste Ziel bestehe darin, einen religiös motivierten Aufstand auszulösen, der Schiiten weltweit mobilisiert.

Er spricht offen davon, dass Iran versuchen könnte, einen globalen Dschihad der schiitischen Gemeinschaft gegen das amerikanische Imperium zu entfesseln. Dieser Prozess habe seiner Ansicht nach bereits begonnen.

Als Beispiele nennt Jiang Angriffe auf amerikanische Einrichtungen im Ausland. In Pakistan hätten schiitische Demonstranten die US-Botschaft gestürmt, und auch im Irak seien amerikanische diplomatische Einrichtungen wiederholt Ziel von Angriffen geworden. Für Jiang sind solche Ereignisse keine isolierten Proteste, sondern frühe Anzeichen eines breiteren Mobilisierungsprozesses.

Seine Einschätzung ist klar: Wenn der Konflikt eskaliert und sich weiter religiös auflädt, könnte sich eine dauerhafte antiwestliche Bewegung innerhalb der schiitischen Welt formieren.

Die eigentliche Gefahr für Washington

Doch Jiang sieht eine noch größere strategische Gefahr für die USA – und sie liegt nicht in Raketen oder Drohnen, sondern in der politischen Dynamik der Region.

Ein Großteil der muslimischen Welt wird heute von autoritären Regimen regiert, die zwar militärisch stabil erscheinen, aber im Inneren oft äußerst unpopulär sind. Jiang nennt ausdrücklich Staaten wie Saudi-Arabien, Ägypten oder Algerien.

Seiner Ansicht nach verdanken viele dieser Regierungen ihre Stabilität vor allem der Unterstützung durch Washington.

Sollte es Iran gelingen, die Bevölkerung dieser Länder politisch oder religiös zu mobilisieren, könnten die bestehenden Machtstrukturen ins Wanken geraten. Jiang beschreibt ein Szenario, in dem Massenbewegungen gegen prowestliche Regime entstehen und diese stürzen.

Das wäre geopolitisch ein Erdbeben.

Denn in diesem Fall würde Iran nicht mehr nur als regionaler Akteur auftreten, sondern als politischer und ideologischer Anführer einer neuen islamischen Ordnung.

Die Vision einer „Pax Islamica“

Jiang nennt dieses mögliche Endziel „Pax Islamica“.

Gemeint ist eine geopolitische Ordnung, in der ein vereinter islamischer Raum – unter Führung Irans – das amerikanische Machtgefüge im Nahen Osten verdrängt.

In einem solchen Szenario würde nicht nur der Einfluss Washingtons drastisch schrumpfen, sondern auch Israels strategische Position fundamental erschüttert werden.

Für Jiang ist der derzeitige Krieg daher mehr als ein militärischer Konflikt. Er beschreibt ihn als Teil eines viel größeren Machtkampfes.

Auf der einen Seite stehe der amerikanisch-israelische Versuch, den Iran zu schwächen oder sogar zu fragmentieren – etwa durch ethnische Spannungen innerhalb des Landes. Auf der anderen Seite stehe Teherans Strategie, den Konflikt zu einem religiösen und politischen Mobilisierungsprojekt der gesamten muslimischen Welt zu machen.

Ein geopolitisches Spiel mit explosiven Folgen

Ob Jiang mit seiner Analyse recht behält, bleibt offen. Doch sein Szenario wirft eine entscheidende Frage auf.

Was passiert, wenn ein regionaler Krieg plötzlich zu einer ideologischen Bewegung wird?

Die Geschichte zeigt, dass genau solche Dynamiken ganze Weltregionen verändern können. Der Arabische Frühling, der afghanische Dschihad der 1980er Jahre oder die iranische Revolution von 1979 begannen ebenfalls als lokale Konflikte – und entwickelten sich zu globalen politischen Erschütterungen.

Sollte der aktuelle Krieg tatsächlich eine ähnliche Dynamik auslösen, könnte sich der geopolitische Schwerpunkt des Nahen Ostens radikal verschieben.

Und genau davor scheint Professor Jiang zu warnen: dass dieser Krieg nicht nur ein militärischer Konflikt ist – sondern möglicherweise der Beginn einer neuen historischen Epoche.