25. Februar 2026

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„Wir wollen euch helfen“: Washington sendet Rekrutierungsaufruf nach Teheran mitten im US-Militär­aufmarsch

von Tyler Durden

Die US-Zentralnachrichtenagentur CIA hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie Informanten aus Ländern wie China, Nordkorea und dem Iran rekrutieren möchte.

Die Behörde veröffentlichte in der jüngeren Vergangenheit Botschaften auf Mandarin, Koreanisch und Farsi. Wie ein CIA-Sprecher bei einer früheren Rekrutierungsinitiative sagte: „Wir wollen sicherstellen, dass Einzelpersonen in anderen autoritären Regimen wissen, dass wir offen für Geschäfte sind.“

Am Dienstag veröffentlichte die CIA erneut eine spezielle Botschaft, diesmal insbesondere an Iraner gerichtet. Der Zeitpunkt ist jedoch bemerkenswert, da die Trump-Regierung kurz davorsteht zu entscheiden, ob sie Krieg oder Diplomatie mit Teheran verfolgen will. Zudem bereitet sich Trump darauf vor, seine Rede zur Lage der Nation zu halten, und Iran wird dabei weit oben auf der Agenda stehen.

Die CIA veröffentlichte auf X, Instagram und anderen offiziell verifizierten Plattformen ein Video auf Farsi, das Iraner dazu ermutigt, mit der Behörde Kontakt aufzunehmen. Gleichzeitig enthält es Anweisungen zur Nutzung von Tor und anderen verschlüsselten Methoden, um Anonymität zu gewährleisten und zu verhindern, dass lokale iranische Behörden die Kommunikation aufdecken können.

„Wir wollen euch helfen“: Washington sendet Rekrutierungsaufruf nach Teheran mitten im US-Militär­aufmarsch

In der Botschaft betonte die CIA, während sie sich im Kontext der jüngsten regierungsfeindlichen Proteste an Iraner wandte, die Behörde „kann eure Stimme hören“ und „will euch helfen“.

Laut einigen Details des kurzen Videos:

  • Das Video führt die Zuschauer durch mehrere Schritte, die unternommen werden sollten, um sicherzustellen, dass jeder Kontakt mit der CIA aus dem Iran heraus privat bleibt und die Identität des Dissidenten nicht aufgedeckt werden kann.
  • Es empfiehlt, dass jeder, der die CIA kontaktieren möchte, dies über ein Wegwerfgerät und mit der aktuellsten Version seines bevorzugten Internetbrowsers tun sollte.
  • Die Person sollte außerdem den Inkognito-Modus des Browsers nutzen und nach der Kontaktaufnahme den Browserverlauf sowie den Geräteverlauf löschen.
  • Zudem wird dringend empfohlen, Tor oder ein VPN zur Verschlüsselung der Kommunikation zu verwenden. Es werden Anweisungen zur Nutzung von Tor gegeben, verbunden mit dem Hinweis, dass ein Besuch der CIA-Website ohne diese Maßnahmen für andere sichtbar wäre.

Solche Outreach-Bemühungen zur Suche nach potenziellen zukünftigen Spionen werden die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA kaum verbessern, da die iranische Führung angesichts des größten Pentagon-Truppenaufmarschs in der Region seit dem Irakkrieg 2003 ohnehin angespannt ist.

Teheran hat die Demonstranten bereits beschuldigt, mit den USA, Israel und ausländischen Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. Diese neue Rekrutierungsinitiative der CIA dürfte diese Verdächtigungen und die Paranoia weiter anheizen.

Israel wiederum hat sich unterdessen sogar damit gebrüstet, während der tödlichen Unruhen im Januar „Agenten vor Ort“ gehabt zu haben – Unruhen, bei denen Tausende Demonstranten getötet wurden, aber Berichten zufolge auch einige Hundert Polizisten und Sicherheitskräfte ums Leben kamen.

 

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