Ella Ster und Karel Beckman
Pizzagate war echt – Konturen organisierten rituellen Missbrauchs werden sichtbar
Ella Ster
Allmählich wird immer deutlicher, dass der sexuelle Missbrauch durch Epstein weit über Kinderhandel und die sexuelle Ausbeutung minderjähriger Teenagermädchen hinausging. Die vom US-Justizministerium freigegebenen Dokumente enthalten Zeugenaussagen über seltsame Fruchtbarkeitsrituale, eine verjüngende Bluttransfusion und ein Foltervideo, das Jeffrey Epstein gefiel — Fakten, die auf sadistischen rituellen Missbrauch hindeuten.
Das Epstein-Archiv zu entwirren ist, als würde man versuchen, ein Puzzle aus Millionen Teilen zusammenzusetzen, die einfach aus der Schachtel auf den Boden gekippt wurden. E-Mail-Reihen, Zeugenaussagen und FBI-Berichte geben Einblick in Epsteins Verbindungen zur Machtelite, doch ein Gesamtbild fehlt (noch). Die am 30. Januar freigegebenen Epstein-Dateien liefern viele neue Informationen, die den Verdacht dunkler Praktiken bestätigen. So stellte sich heraus, dass Epstein seine Zorro Ranch in New Mexico in eine schwer gesicherte militärische Festung verwandelt hatte. Zudem bestätigen verschiedene Dokumente die Gerüchte, dass auf Epsteins Pädophilen-Insel Little St. James unterirdische Räume und Tunnel gebaut wurden. Auch Dokumente mit Bauplänen unterirdischer Strukturen sind aufgetaucht. In einer E-Mail von Epstein selbst schickt er eine große Anzahl von Fotos von Tunneln.
In den E-Mails finden sich verschiedene Hinweise auf Folterpraktiken. In einer E-Mail an den britischen Finanzberater Tancredi Marchiolo, Partner bei Bremner Capital, schreibt Epstein: „Willst du, dass ich versuche, sie zu nehmen … oder soll ich sie einfach weiter foltern?“ In einer anderen E-Mail schreibt Epstein: „Wo bist du? Geht es dir gut? Ich mochte das Foltervideo.“
Der TV-Produzent Barry Josephson schreibt an Epstein: „Alles, was du brauchst, ist eine Bluttransfusion vom Rudel und du kehrst das Altern um.“ Dies scheint ein Hinweis auf Adrenochrom zu sein, wobei die Verabreichung von Blut aus terrorisierten und gefolterten Kindern eine verjüngende Wirkung haben soll.
In einem Brief im Epstein-Archiv beschreibt Esther Cohen-Tizer-Epstein die Verwendung eines Truthahn-Basters (Fleisch-Injektionsspritze) in einem „Fruchtbarkeitsritual“, um ihre jüngste Tochter schwanger zu machen. Cohen-Tizer schreibt, dass Epstein ihr ein Haus kaufte und das Schulgeld für ihre Tochter bezahlte. Im Gegenzug musste ihre jüngste Tochter Epstein „jede Woche einen halben Liter mormonisches Blut“ schicken. Cohen-Tizer war mit ihrer Organisation Divine Madness Nachbarin von Epsteins Zorro Ranch und erleichterte über ihre Ernährungs- und Wellnessprogramme Menschenhandel, wobei sie 1000 Dollar pro Mädchen erhielt. Sie nannte Jeffrey „meinen unverheirateten Ehemann“. Sie schrieb: „Er nahm meine Teenager-Tochter und ihre Freunde wie seine eigenen Kinder auf: Er nahm sie in Privatjets mit, ging mit ihnen im Karibischen Meer schnorcheln und stellte sie VIPs wie Alan Dershowitz, Prinz Andrew und sogar Präsident Clinton vor.“
Die neu freigegebenen Dateien liefern auch neue Beweise für die berüchtigte Pizzagate-Affäre. Im Oktober 2016 veröffentlichte Wikileaks Tausende E-Mails von John Podesta, einem Top-Funktionär unter Clinton und Obama, gerichtet unter anderem an Hillary Clinton und ihre rechte Hand Huma Abedin. Darin wird das Wort „Pizza“ sowie andere Wörter (Pasta, Sauce, Hotdogs) in einem bizarren Kontext verwendet. FBI-Experten sagten damals bereits, es handele sich um Codesprache für Kindesmissbrauch. Der Instagram-Account der Pizzeria Comet Ping Pong von James Alefantis in Washington DC, die in den E-Mails genannt wird und wo Geld für Obama und Hillary Clinton gesammelt wurde, soll schockierende Bilder enthalten haben von gefesselten Kindern, Babys mit Preisschildern und Pizza in sexuellem Kontext. Dennoch taten die etablierten Medien die Enthüllungen als Fake News ab, trotz einer Fülle von Beweisen.
In den nun veröffentlichten Epstein-Dateien finden sich 859 E-Mail-Bündel, in denen das Wort „Pizza“ vorkommt. Hunderte Nachrichten verweisen ausdrücklich auf „Pizza-Partys“. Epstein wird gebeten, beim „Finden von Pizza“ zu helfen. Eine andere E-Mail trägt den Betreff „das Video, das ich dir geschickt habe mit dem großartigen Tanz des kleinen Mädchens“, darunter die Nachricht „die Pizza-Party war großartig! Wir hatten viel Spaß, bin bis spät geblieben“. Der bekannte Moderator Tucker Carlson stieß auf einen E-Mail-Austausch zwischen Epstein und Harry Fisch, einem der bekanntesten Fruchtbarkeitsspezialisten in den USA. Epstein bittet Fisch um Stendra-Tabletten, eine Art Viagra. Fisch fragt, wie viele, und sagt, er könne sie abholen. Epstein antwortet: „Sie wollen, dass du anrufst“. Fisch antwortet darauf: „Hab ich gemacht, du kannst sie abholen. Wenn du sie genommen hast, wasch dir die Hände und lass uns Pizza und Traubensoda holen.“
Aus der iMessage-Korrespondenz mit Erin Ko über eine „Pizza-Party“ — mit dem Dresscode eine enge Nylon-Strumpfhose, nur ein String oder gar nichts — geht klar hervor, dass es nicht um italienisches Essen geht. In derselben iMessage-Reihe schrieb Ko: „Hey, wie oft würdest du diese Pizza-Form idealerweise für deinen Hintern verwenden wollen?“ und „Jeffrey sagte, er habe heute viel zu tun.“
Artikel mit Quellenangaben ist zu finden auf: dakl.nl/pizzagate-2
Karel Beckman
Wie wurde Jeffrey Epstein zur Spinne im globalistischen Machtnetz?
Die Welt staunt über die Kontakte, die der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhielt. Wie wurde er so einflussreich? Die CIA, die Rockefellers und Israel spielen eine Rolle.
In Norwegen wurde eine Untersuchung zu den Verbindungen eingeleitet, die Epstein zu Thorbjorn Jagland, Ex-Premier und Vorsitzender des Nobelkomitees, hatte. In der Slowakei ist der Regierungsfunktionär, Ex-Außenminister und Ex-Vorsitzende der UN-Generalversammlung, Miroslav Lajčák, zurückgetreten. Epstein schickte 2018 eine E-Mail an Steve Bannon über Lajčák: „Seine Regierung wird diese Woche fallen — wie geplant.“ Die slowakische Regierung fiel am nächsten Tag.
In England stellte sich heraus, dass Lord Peter Mandelson — britischer Botschafter in Washington, ehemaliger EU-Kommissar, Architekt von Tony Blairs New Labour, überzeugter Zionist — als Wirtschaftsminister höchst vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben hatte. 2016 lädt Epstein Vitaly Churkin, den russischen Vertreter bei den Vereinten Nationen, zu einem Abendessen ein. Er hört, dass Putin an seiner digitalen Währung interessiert sei, und fragt seine Freundin Kathryn Ruemmler, Top-Beraterin von Obama, ob er Putin treffen dürfe. Die Antwort lautet: nein, „your fun is denied“. Es ist eines der wenigen Male in der Epstein-Korrespondenz, dass er Anweisungen erhält statt sie zu geben.
Unklar ist, wie Epstein in seine bemerkenswerte Position gelangte. Dennoch lassen sich verschiedene Verbindungen erkennen: zu den amerikanischen Geheimdiensten, zu Israel und zu den Bankendynastien der Rockefellers und Rothschilds. Epstein (1953) wurde bereits in den 1970er Jahren von CIA-Agent Donald Barr, dem Vater von William Barr, entdeckt und gefördert. William Barr, der als Justizminister im ersten Kabinett Trump den Tod Epsteins als Selbstmord einstufte, wird von Epstein ebenfalls als CIA-Agent bezeichnet.
Irgendwann in den späten 1980er Jahren wird Epstein von David Rockefeller als Treuhänder der Rockefeller University eingesetzt, wodurch er Zugang zu höheren Kreisen erhält. Anschließend macht Rockefeller ihn zum Mitglied der von ihm 1973 gegründeten Trilateral Commission, dem Netzwerkclub, dem auch Rob Jetten drei Jahre lang angehörte. Epstein wird außerdem Mitglied des 1921 gegründeten Deep-State-Thinktanks Council on Foreign Relations. Er pflegt ein gutes Verhältnis zu Ariane de Rothschild. 2016 mailt er an Peter Thiel: „Wie du wahrscheinlich weißt, vertrete ich die Rothschilds.“ Aus den Epstein-Dateien geht hervor, dass er einen Vertrag mit der Rothschild Group über 25 Millionen Dollar hatte. Was er als Gegenleistung erbringen musste, geht aus dem Dokument nicht hervor.
Besonders ins Auge springen Epsteins Verbindungen zu Israel. Seine Geldgeber sind zionistische Milliardäre wie Leon Black, laut der Investigativjournalistin Whitney Webb Eigentümer des militärischen Söldnerunternehmens Blackwater, das mit Menschenhandel in Verbindung gebracht wird, sowie der Hedgefonds-Milliardär Glenn Dubin, Vizevorsitzender des American Jewish Committee. Dubin wurde vom bekannten Epstein-Opfer Virginia Guiffre als der Erste genannt, der sie missbrauchte. Sein wichtigster Sponsor ist Leslie Wexner, ein weiterer jüdisch-zionistischer Milliardär und Eigentümer der Lingeriemarke Victoria’s Secret. Über Wexner, der laut Webb Verbindungen sowohl zur organisierten Kriminalität als auch zu amerikanischen Geheimdiensten hatte, erhielt Epstein weitreichenden Zugang zur Harvard-Universität. Bekannt ist auch Epsteins jahrelange enge Beziehung zu Ehud Barak, ehemaliger Premierminister Israels, Verteidigungsminister, Chef des Militärgeheimdienstes und Leiter der Spezialoperationen der israelischen Armee. Laut einer Quelle des FBI wurde Epstein „als Spion ausgebildet“ von Barak. Epsteins Partnerin in kriminellen Aktivitäten, Ghislaine Maxwell, ist die Tochter von Robert Maxwell, dem britischen Medien-Tycoon, der nach seinem Tod ein Staatsbegräbnis auf dem Ölberg in Jerusalem erhielt, bei dem mehrere ehemalige Premierminister und frühere Mossad-Direktoren ihm die letzte Ehre erwiesen.
Die wohl tiefgehendste Analyse von Epsteins Hintergrund findet sich in den beiden Büchern von Whitney Webb, „One Nation Under Blackmail“, Band 1 und 2, aus dem Jahr 2022.
