24. Februar 2026

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Neue Dokumente enthüllen das Netzwerk hinter der globalen Digital-ID-Agenda

 

Digitale Gesundheits-ID: Das Netzwerk hinter der Architektur

Die jetzt veröffentlichten DOJ-Dokumente zeichnen ein Bild, das weit über lose Ideen hinausgeht. Sie zeigen strategische Gespräche über eine digitale Gesundheits-Identität, Jahre bevor digitale ID-Programme weltweit offiziell eingeführt wurden. Und sie zeigen, wer an diesen Überlegungen beteiligt war.

In den Dokumenten wird offen über eine „Health Security Number“ gesprochen. Eine verschlüsselte persönliche Gesundheitsnummer, in die – wörtlich – die bestehende Sozialversicherungsnummer eingebettet werden könnte. „Embed the social number in the new encrypted personal health security number“ (Bette die Sozialversicherungsnummer in die neue verschlüsselte persönliche Gesundheits-Sicherheitsnummer ein), heißt es. Der Einstiegspunkt: Gesundheit. Die langfristige Vision: Systeme, die miteinander kommunizieren. „The magic is to make all the systems communicate“ (Die Magie besteht darin, alle Systeme miteinander kommunizieren zu lassen).

Die obigen Dokumente stammen aus dem US-Justizministerium (justice.gov) und tragen Kennzeichnungen:

  • EFTA01617424
  • EFTA02365313
  • EFTA01612906
  • EFTA01612921
  • EFTA01612922
  • EFTA01612923

Gesundheit wird nicht nur als medizinisches Feld betrachtet, sondern als Sicherheitsarchitektur. „Digital health = security“ (Digitale Gesundheit = Sicherheit). Diskutiert werden Zero-Knowledge-Proofs, Blockchain, homomorphe Verschlüsselung, persönliche Clouds, kryptographische Gesundheitsdaten-Initiativen, Wearables mit geschütztem Input, sogar Neurotechnologie und Brain Science. Es geht um Datenbankaufbau, Manipulation relevanter Datensätze, Zugriff auf digital redigierte personenbezogene Informationen. Es geht um die Frage, wie man öffentlich sichtbar als Initiator auftreten kann, ohne die operative Umsetzung Microsoft zu überlassen. „It has to be run by a doctor and not a computer scientist“ (Es muss von einem Arzt geführt werden und nicht von einem Informatiker), heißt es an einer Stelle.

Die Namen und Institutionen, die in diesen Gesprächen fallen, sind keine Randfiguren. Microsoft und das gescheiterte Projekt HealthVault werden erwähnt. Die Bill & Melinda Gates Foundation taucht wiederholt als strategischer Bezugspunkt auf. Die Weltbank wird als möglicher Wirkungsraum diskutiert. Das World Economic Forum erscheint im Kontext einer Rolle als Chief Science Advisor zu Klaus Schwab. Swiss Re wird genannt im Zusammenhang mit Gesundheitsprodukten und pandemischen Trigger-Modellen. Goldman Sachs Foundation, TPG im Aufbau eines China-Health-Portfolios, Mastercard, Merck mit Bezug auf Gardasil/HPV, Rockefeller, die World Bank, die IFC, Alibaba, Aadhaar in Indien, sogar die Idee einer neuen, weiterentwickelten Social Security Number auf kryptographischer Basis.

Das ist kein isoliertes Technikgespräch. Das ist eine Diskussion über Infrastruktur. Über Identität als Plattform.

Aadhaar wird explizit angesprochen. Das indische biometrische System gilt als eines der größten Identitätsprojekte der Welt. Die Frage in den Dokumenten lautet sinngemäß: Könnte so etwas als neue Art von Sozialversicherungsnummer dienen und für alle Identitätsarten genutzt werden, mit Gesundheit als Einstieg?

Gesundheit als Türöffner. Wer Gesundheitsdaten organisiert, organisiert Vertrauen. Wer Vertrauen organisiert, organisiert Zugang. Und wer Zugang organisiert, organisiert Macht.

Brisant ist nicht nur die Technologie. Brisant ist die Konstellation der Akteure. Microsoft als Technologiekonzern. Die Gates-Stiftung als globaler Gesundheitsfinanzierer. World Bank als multilaterale Entwicklungsinstitution. WEF als Plattform globaler Eliten. Swiss Re als Rückversicherungskonzern mit Pandemieprodukten. Goldman Sachs Foundation und TPG als Finanzakteure. Mastercard als Zahlungsinfrastruktur. Merck als Pharmakonzern. Alibaba als Plattformunternehmen.

Keiner dieser Akteure ist demokratisch gewählt. Alle verfügen über Kapital, Infrastruktur oder regulatorischen Einfluss.

In den Dokumenten wird zudem strategisch über Karriereoptionen gesprochen: Rockefeller, Merck, Mastercard, World Economic Forum, World Bank, Swiss Re, Goldman Sachs Foundation, TPG, Alibaba. Am Ende heißt es: „BG still seems like best for a lot of reasons“ (BG scheint aus vielen Gründen immer noch die beste Wahl zu sein). BG – im Kontext klar als Bill Gates lesbar.

Parallel dazu wird eine Architektur skizziert, die Identität, Gesundheit, Verschlüsselung, Sozialnummern, Welfare Payments und Datenbanken miteinander verknüpft. „Think of welfare payments“ (Denke an Sozialleistungen). „Start with health“ (Beginne mit Gesundheit). „Like a new and evolved SSN crypto“ (Wie eine neue und weiterentwickelte kryptographische Sozialversicherungsnummer). Eine neue, verschlüsselte Sozialnummer, beginnend im Gesundheitsbereich.

Heute, Jahre später, werden weltweit digitale Identitätsprogramme umgesetzt. Die EU führt die Digital Identity Wallet ein. Viele Staaten koppeln Sozialleistungen an digitale Identitätsplattformen. Aadhaar in Indien verknüpft biometrische Identität mit staatlichen Leistungen. Digitale Gesundheitsakten werden zentralisiert. CBDC-Projekte diskutieren Identitätsintegration.

Die Frage ist nicht, ob diese Dokumente eine Verschwörung beweisen. Sie beweisen etwas anderes: Die Architektur wurde strategisch gedacht. Von Akteuren aus Technologie, Finanzwelt, globaler Governance und Stiftungsstrukturen. Nicht im Parlament. Nicht in einer öffentlichen Debatte. Sondern in Netzwerken.

Eine digitale Identität, die Gesundheitsdaten, Sozialnummern, Zahlungsströme und Zugriffsrechte verbinden kann, ist mehr als Komforttechnologie. Sie ist ein Hebel. Sie kann Effizienz bringen. Sie kann Betrug reduzieren. Sie kann Verwaltung vereinfachen. Aber sie kann ebenso Ausschluss ermöglichen. Konten sperren. Leistungen konditionieren. Bewegungen einschränken. Dissens sanktionieren – nicht durch Panzer, sondern durch Protokolle.

Die Dokumente zeigen die Blaupause einer interoperablen Identitätsarchitektur. Die beteiligten Akteure zeigen, wo die Macht liegt. Und die heutige Realität zeigt, dass digitale ID kein theoretisches Konzept geblieben ist.

Die zentrale Frage bleibt: Wer kontrolliert die Kontrolleure?

 

Neue Dokumente enthüllen das Netzwerk hinter der globalen Digital-ID-Agenda