14. Februar 2026

ddbnews.org

produced by ae-radiostation.com

Batterie-Brandgefahr: Mercedes-Benz ruft fast 12.000 elektrische EQB-SUVs zurück

 

Mehrere tausend EQB-SUVs von Mercedes dürften einen Defekt bei den Akkus aufweisen, der beim Parken oder Fahren ein Feuer auslösen kann. Deshalb startete das Unternehmen in den Vereinigten Staaten eine Rückrufaktion. Die Batteriepacks wurden in China hergestellt.

Immer wieder kommt es zu gefährlichen Bränden bei Elektrofahrzeugen. So auch bei den Stromern von Mercedes-Benz. Die US-Niederlassung ruft nun fast 12.000 EQB-SUVs zurück, weil die Batterien dieser Modelle Defekte aufweisen können. Der Automobilhersteller Mercedes-Benz AG teilte der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mit, dass bei den betreffenden Modellen “ein Brandrisiko der Hochvoltbatterie nicht ausgeschlossen werden kann”.

Das Unternehmen führte das Problem auf das zurück, was es als “Abweichungen im Produktionsprozess des Zulieferers” bei seinem Batterielieferanten beschrieb. Oder anders ausgedrückt: Die Auslagerung der Produktion von Komponenten führt zu weniger Kontrollmöglichkeiten in Sachen Qualität und Verarbeitung und nun muss Mercedes-Benz dies auf eigene Kosten ausbaden. Die Batterien wurden von Farasis Energy (Ganzhou) Co. Ltd. in der chinesischen Provinz Jiangxi geliefert.

Ein interner Kurzschluss in einer Batteriezelle könnte das auslösen, was Mercedes als “thermisches Ereignis” beschrieb, wodurch das Brandrisiko steigt. Die NHTSA warnte in ihrem Bestätigungsschreiben, dass die defekte Batterie “intern versagen und zu einem Fahrzeugbrand beim Parken oder Fahren führen kann”.

Der neue Rückruf ersetzt zwei frühere Aktionen (25V050 und 25V894), die versuchten, denselben Defekt durch ein Software-Update zu beheben, das darauf ausgelegt war, die Batterieladestände zu begrenzen. Man dachte, damit könne man das Brandrisiko verringern, doch die Daten zeigten, dass dem nicht der Fall war.

Nach der Analyse weiterer Brandvorfälle in Europa und der Durchführung weiterer Tests mit Farasis Energy kam Mercedes im Januar zu dem Schluss, dass “die Wirksamkeit des aktuellen Software-Updates zur ausreichenden Reduzierung des Risikos thermischer Vorfälle nicht für alle betroffenen Fahrzeuge vollständig bestätigt werden kann”, so die Unterlagen. Deshalb müssen die Batterien nun – auf Unternehmenskosten – ausgetauscht werden.

Mercedes warnt die Besitzer aufgrund der Brandgefahr, ihre Fahrzeuge im Freien und fern von Gebäuden zu parken, bis die Reparaturen abgeschlossen sind. Das Unternehmen fordert die Besitzer außerdem dringend auf, das Laden als vorläufige Sicherheitsmaßnahme auf nicht mehr als 80 Prozent der Batteriekapazität zu begrenzen.

 

Batterie-Brandgefahr: Mercedes-Benz ruft fast 12.000 elektrische EQB-SUVs zurück