Ein Blick auf die Zusammensetzung des Strompreises verdeutlicht, dass mit dem Umstieg auf Wind und Sonne zwangsläufig hohe Strompreise kommen. Doch die Energiewende-Fanatiker ignorieren die Fakten. Wie lange kann sich Deutschland diesen Wahnsinn noch leisten?
Für die Verfechter der sogenannten Energiewende gilt nach wie vor das Motto “Der Wind und die Sonne schicken keine Rechnung”. Man würde die Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen beenden und damit eine “Energiesouveränität” erzielen, wenn man nur genügend Wind- und Solarkraftwerke hinstelle. Nur erweist sich das alles als Milchmädchenrechnung.
Wenn wir einen Blick auf die Entwicklung der Haushaltsstrompreise von 2014 bis 2024 werfen, sehen wir bereits eine deutlich erkennbare Entwicklung nach oben. War der Strom dank der vergleichsweise hohen Steuer- und Abgabenbelastung schon früher verhältnismäßig teuer, hat sich die Lage in den letzten Jahren deutlich verschärft.
Ein Paradebeispiel sind die Netzentgelte, die sich gegenüber früher beinahe verdoppelt haben. Der Grund dafür: Netzausbau, Verteilernetzausbau, Redispatchmaßnahmen und dergleichen. Beim Kostenpunkt “Beschaffung und Vertrieb”, wo sich die Preise in etwa sogar verdreifacht haben, spielen hohe Gaspreise (Russland-Sanktionen, Umstieg auf teures LNG) und die Backup-Kraftwerke eine wichtige Rolle.
Das sind alles Kostenfaktoren, die auf absehbare Zeit nicht verschwinden werden. Ganz im Gegenteil rechnet man in Brüssel bereits mit Billionen-Kosten für den weiteren Netzausbau in der Europäischen Union, der teilweise über die Erhöhung der Netzentgelte und teilweise über die Querfinanzierung durch Steuergelder gestemmt werden soll.
Und hier kommen wir zu einem wichtigen und kritischen Punkt, der bei den Diskussionen über die Strompreise gerne vergessen wird: staatliche Subventionen. Jährlich fließen zig Milliarden Euro über die Kommunen, die Bundesländer und den Bund in die “grüne” Energiewirtschaft. Gelder, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen. Es ist dasselbe Prinzip wie mit den Subventionen für die Landwirtschaft, welche vor allem dafür sorgen sollen, dass Nahrungsmittel im Supermarkt nicht zu teuer sind. Man könnte dies auch einen psychologischen Trick nennen.
In den Vereinigten Staaten zeigen sich die Preis- und Kostenunterschiede auf bundesstaatlicher Ebene deutlich. Jene Bundesstaaten, die vor allem auf Wind und Sonne setzen, haben im Schnitt die höheren Strompreise (Alaska und Hawaii sind Sonderfälle). In jenen Bundesstaaten, in denen Wind- und Solarstrom als “Addon” betrachtet werden, liegen die Preise in einem vertretbaren Rahmen.
Ein großes Problem der sogenannten Energiewende ist die fehlende Kostentransparenz. Ehrlicherweise müsste man eigentlich sogar sagen, dass die Menschen gezielt in die Irre geführt werden. An den hohen Strompreisen ist nämlich allein die irrige Annahme Schuld, man könne eine hochentwickelte Industrienation, die einen hohen Bedarf an Grundlast benötigt, mit wetterabhängigem Flatterstrom versorgen. Günstige Strompreise wird es in Deutschland damit also auf absehbare Zeit nicht geben.
