21. März 2026

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USA und Japan investieren Milliarden in Mini-Atomreaktoren

 

Mit Milliardeninvestitionen in Mini-Atomreaktoren treiben die USA und Japan den Ausbau der Kernenergie voran. Ziel sind stabile Strompreise und gemeinsame technologische Dominanz.

WASHINGTON. Die USA und Japan haben ein großangelegtes Energieprojekt vereinbart und investieren gemeinsam in Atomkraft und Erdgas. Insgesamt sollen 73 Milliarden Dollar in neue Energieinfrastruktur fließen. Kern des Abkommens ist der Bau sogenannter Small Modular Reactors (SMR) in den US-Bundesstaaten Tennessee und Alabama.

Dafür sind Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Dollar vorgesehen. Weitere 33 Milliarden Dollar sollen in Erdgas-Kraftwerke in Pennsylvania und Texas fließen.

Die Vereinbarung wurde während eines Besuchs der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi bei US-Präsident Donald Trump in Washington bekanntgegeben. Beide Seiten betonen, dass die Projekte der Versorgungssicherheit dienen und zugleich das Wirtschaftswachstum stärken sollen.

Mini-Atomreaktoren sollen Strompreise stabilisieren

In der gemeinsamen Erklärung heißt es, die Mini-Atomreaktoren seien eine „gewaltige, nächste Generation einer stabilen Energiequelle“, die dazu beitragen werde, Strompreise für Verbraucher zu stabilisieren. Zugleich soll die Zusammenarbeit die technologische Führungsrolle der USA und Japans im globalen Wettbewerb sichern.

Die Initiative steht im Kontext einer engeren wirtschaftlichen Kooperation beider Länder. Bereits im vergangenen Jahr hatte Japan umfangreiche Investitionen in den USA zugesagt – unter anderem als Gegenleistung für niedrigere Zölle. (rr)

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2026/usa-und-japan-investieren-milliarden-in-mini-atomreaktoren/