Schon 1996 hat die WHO in einem Grundsatzdokument zu Spurenelementen festgehalten, was seitdem durch Dutzende Studien weltweit bestätigt wurde: Minimale Mengen Lithium im Trinkwasser senken die Selbstmordrate um bis zu 7 %, reduzieren Alzheimer, Herzinfarkte und psychiatrische Einweisungen – und können das Fortschreiten von Mild Cognitive Impairment stoppen.
Bereits 0,3 mg täglich reichen aus, um das Gehirn nachweislich zu schützen. Und dennoch gilt Lithium bis heute nicht als essenzielles Spurenelement für den Menschen. Dasselbe Muster zeigt sich bei Vitamin D: Schon im März 2020 hat Professor Giustina, Vorsitzender der Europäischen Gesellschaft für Endokrinologie, im British Medical Journal darauf hingewiesen, dass die Todesfälle in Norditalien auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen sind.
Studien aus dem Herbst 2020 zeigen: Ein schnell angehobener Vitamin-D-Spiegel reduziert die Wahrscheinlichkeit, auf die Intensivstation zu müssen, um den Faktor 25 – die Sterblichkeit geht gegen null. Stattdessen erschien 2022 im New England Journal of Medicine eine Studie, auf deren Basis heute neue Leitlinien entstehen, die Ärzten empfehlen: Vitamin D nicht mehr messen, nicht mehr supplementieren.
