24. Januar 2026

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Kurzzusammenfassung des Weltwirtschaftsforums in Davos

 

Das Weltwirtschaftsforum in Davos war in diesem Jahr eine weltweit live beobachtete Chaosveranstaltung, die allen die Neuordnung der Weltordnung vor Augen geführt hat.

Ich werde über die Ereignisse des Weltwirtschaftsforums in Davos am Wochenende noch detaillierter schreiben, denn diese Woche war ein geopolitisches Erdbeben, das die alte Weltordnung und den kollektiven Westen spektakulär zu Grabe getragen hat. Die Spaltung zwischen den USA und der EU ist so tief, dass man die NATO als politisch tot betrachten muss und dass die EU nun ratlos, aber dafür hektisch, nach einer neuen Strategie sucht.

Es gab in meinen Augen drei interessante Reden auf dem Forum, darunter natürlich die des US-Präsidenten, der die Europäer offen verspottet hat, dann die Rede des kanadische Premierministers, der die Europäer offen aufgefordert hat, den USA zusammen mit Kanada Widerstand zu leisten, und dann war da noch Selenskys Rede, der den Europäern in sehr deutlichen Worten die Leviten gelesen hat, was in Europa trotz Selenskys ständig eingefügten Danksagungen für die europäische Hilfe nicht gut angekommen ist.

Hier übersetze ich eine Kurzzusammenfassung der Ereignisse von Davos, die die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht hat.

Beginn der Übersetzung:

Europas Unzufriedenheit, eine nutzlose NATO und Selenskys „Grenzenüberschreitung“: Die Ergebnisse des Weltwirtschaftsforums in Davos

Die Äußerungen europäischer Staats- und Regierungschefs am Rande des Weltwirtschaftsforums wurden als internationales Absurditätentheater wahrgenommen, so die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.

Kirill Dmitrijew, Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), erklärte am Dienstag, der Versuch, die Ukraine zum Hauptthema des Weltwirtschaftsforums in Davos zu machen, sei gescheitert.

Die Äußerungen europäischer Staats- und Regierungschefs am Rande des Weltwirtschaftsforums wurden als internationales Absurditätentheater wahrgenommen, so die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa.

Die TASS hat die wichtigsten Aussagen der Politiker und die Ereignisse am Rande von Davos zusammengefasst.

Trump und die Europäer

Die USA seien Europa gegenüber nicht respektlos, aber die europäischen Staats- und Regierungschefs müssten in Fragen der illegalen Einwanderung und der erneuerbaren Energien „ihre Haltung ändern“, sagte Trump gegenüber Sky News.

In seiner Rede bekräftigte er außerdem, dass viele Regionen „direkt vor unseren Augen zerstört würden, und dass die Verantwortlichen nicht einmal verstehen, was vor sich gehe, und dass diejenigen, die es verstehen, nichts dagegen tun.“

In einem Interview mit Fox Business äußerte der US-Präsident zudem Zweifel daran, ob Washingtons NATO-Verbündete den USA im Notfall zu Hilfe kommen würden: „Das ist die entscheidende Bewährungsprobe, und ich bin nicht sicher.“

Der amerikanische Präsident erklärte jedoch, Washington werde seinen NATO-Verbündeten im äußersten Notfall beistehen.

Unzufriedenheit in der EU

Indem Europa den US-Forderungen nachgibt und Grönland abtritt, verliert es seine Würde und verwandelt sich vom bisher zufriedenen Vasallen der USA in einen elenden Sklaven, so der belgische Premierminister Bart De Wever.

Er meint, dass die USA nicht länger als Verbündeter Europas gelten können, schon allein deshalb, weil „sie sich dann auch wie ein Verbündeter verhalten müssen“.

Politico berichtete unter Berufung auf europäische Beamte, dass diese Trumps „Versprechen und Aussagen für unzuverlässig halten und dass seine Verachtung für Europa unerschütterlich“ sei. Die EU sei gezwungen, ihre Illusionen über die USA aufzugeben und Trump die Stirn zu bieten. Politico merkte an, dass sich europäische Beamte von Washington verraten fühlen und von einem Vertrauensverlust in die USA sprechen.

US-Handelsminister Howard Lutnick wurde für seine Rede bei einem Abendessen in Davos ausgebuht, berichtete die Financial Times am Mittwoch unter Berufung auf Quellen. Lutnicks aggressive Äußerungen wurden mit Gelächter beantwortet.

Quellen berichteten außerdem, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde das Abendessen während Lutnicks Rede verließ. Laut Alexej Puschkow, dem Vorsitzenden des Informationspolitischen Ausschusses des Föderationsrates, verließ Lagarde die Veranstaltung aus Verärgerung darüber, dass die USA die Europäer nun nicht mehr als Verbündete, sondern als Juniorpartner behandelten, die man nicht beachten müsse.

Ratschläge für die Ukrainer

Laut dem Portal „Strana“ riet die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgiewa, den Ukrainern, morgens „zu brüllen“, um Selbstvertrauen zu gewinnen: „Sie müssen an sich selbst glauben wie ein Löwe. Stehen Sie also morgens auf und brüllen Sie!“

Daniel Getmantsew, Abgeordneter der Regierungspartei „Diener des Volkes“, erklärte daraufhin, er habe Georgiewas Rat befolgt und „wie ein Löwe gebrüllt“, aber es habe „nicht viel geholfen“: „Es gibt Wasser. Es gibt keine Heizung. […] Ich habe versucht, ‚wie ein Löwe zu brüllen‘. Es hat nicht viel geholfen.“

Selenskys Vorwürfe an Europa

Am Donnerstag kritisierte Wladimir Selensky auf dem Weltwirtschaftsforum die EU. Er warf den Europäern insbesondere Unentschlossenheit in politischen Fragen vor und erklärte: „Jeder Viktor, der auf Kosten Europas lebt, aber dessen Interessen verrät, verdient einen Schlag auf den Hinterkopf.“

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bezeichnete die Rede als „jenseits aller Grenzen des Anstands“, während Selensky selbst „eine Grenze überschritten“ habe, indem er nicht nur ihn, sondern auch andere europäische Staats- und Regierungschefs kritisiert hat und erklärte, die Hilfe für die Ukraine sei „unzureichend, die Waffen seien unzureichend und Europas Entschlossenheit sei unzureichend“.

Der Vorsitzende der französischen Patriotenpartei, Florian Philippot, äußerte die Meinung, Selensky sei „live völlig ausgerastet“ und habe die Europäer beleidigt, die ihn jahrelang finanziert hätten. „Selbst Europa freundliche waren von der extremen Schärfe und der schieren Obszönität seiner Rede schockiert.“

Der italienische Außenminister und stellvertretende Ministerpräsident Antonio Tajani hielt die Rede für „nicht großzügig“ gegenüber den Europäern, obwohl Europa alles in seiner Macht Stehende für die Ukraine tue.

Ende der Übersetzung

 

 

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