23. Februar 2026

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Kaiserburg Nürnberg: PERFEKTER SCHACHT Und KAMMERN Darunter — Was Liegt Im NICHTS?

 

NÜRNBERGER KAISERBURG: Der Brunnen, der ins NICHTS führt – 53 Meter Rätsel

Im Jahr eintausendvierzig beginnt auf der Nürnberger Kaiserburg ein unmögliches Projekt:

Ein Brunnen soll durch massiven Sandstein gegraben werden. Bis Wasser gefunden wird. Egal wie tief. Zehn Jahre später steht das Ergebnis: Dreiundfünfzig Meter. Perfekt rund. Mit Hammer und Meißel. Die Abweichung über die gesamte Tiefe beträgt weniger als fünf Zentimeter. Moderne Geologen berechneten:

Mit der Technologie des elften Jahrhunderts hätte der Bau achtzig bis einhundert Jahre dauern müssen. Nicht zehn. Aber die Unmöglichkeit der Konstruktion ist nicht das größte Geheimnis. Im Jahr zweitausendelf wird ein Test durchgeführt. Ein wasserdichtes Gehäuse mit LED-Leuchten wird hinabgelassen. Viertausend Lumen Helligkeit. Bei fünfzig Metern Tiefe verschluckt die Dunkelheit alles Licht. Komplett. Ohne technischen Defekt. Das Echo am Brunnenrand klingt falsch. Zu lang. Zu hohl. Als existiere unter dem Schacht eine viel größere Kammer.

Im Jahr zweitausendneunzehn bestätigt Ground Penetrating Radar: Unter dem Brunnen liegt ein System. Kammern. Tunnel in drei Richtungen. Bis zu fünfzig Meter lang. Künstlich gebaut. Präzise. Aber von wem? Wann? Warum gibt es keine Dokumentation? Nach dem Zweiten Weltkrieg werden römische Steine unter der Burg gefunden. Aber die Römer waren nie hier. Nürnberg lag jenseits ihrer Grenzen. Eine lateinische Inschrift aus dem elften Jahrhundert warnt: Unter dem Wasser liegt das Tor. Wer es öffnet, findet was verloren war. Jakob M., ein Steinmetz, arbeitete sieben Jahre am Brunnen.

In seinen letzten Jahren sprach er von einer Kammer unter dem Wasser. Von Lichtern, die sich bewegten. Niemand glaubte ihm. Er starb mit neunundreißig Jahren an Staublunge. Eine Expedition sollte zweitausendundzwanzig die Kammern erkunden. Sie wurde abgesagt.

Bis heute hat sie nicht stattgefunden. Der Brunnen wartet. Die Antworten liegen dreiundfünfzig Meter tief. Im Dunkeln. Wo das Licht verschwindet.