25. März 2026

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Discounter Kik schließt Hunderte Filialen – das ist der Grund, laut dem Geschäftsführer

 

Der Textil-Discounter Kik streicht europaweit massiv Standorte. Bis Ende 2026 schließt die Kette in Europa rund 300 Filialen, davon 135 in Deutschland. Geschäftsführer Christian Kümmel begründet den Schritt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit einer Neuausrichtung auf Rentabilität.

Kik plant zwar 75 Neueröffnungen in Europa. Unterm Strich schrumpft das Filialnetz aber um 225 Standorte auf dann 4.000 Läden europaweit. In Deutschland sinkt die Zahl der Geschäfte auf etwa 2.200. Einige Standorte haben bereits dichtgemacht, weitere Schließungen folgen in den kommenden Monaten.

Kümmel räumt Fehler der Vergangenheit ein. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“, erklärt der Manager. Die frühere Wachstumsformel sei nicht aufgegangen: „Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden“ – diese Rechnung habe nicht 100-prozentig funktioniert.
Korrektur nach aggressiver Expansion

Der Discounter zieht damit die Notbremse nach Jahren aggressiver Expansion. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, sagt Kümmel. Die Kette setzt künftig auf weniger, dafür ertragreichere Standorte.

Für die 32.000 Beschäftigten – davon 19.000 in Deutschland – gibt Kümmel Entwarnung. Betriebsbedingte Kündigungen schließt er aus. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, verspricht der Geschäftsführer.

 

 

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