21. Juni 2026

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Was Bergleute 1932 Unter dem Harz fanden — und Warum sie Verschwanden

 

1932 brach ein Bergmann nahe Sankt Andreasberg durch den Boden eines verlassenen Schachts — und fiel nicht in einen Einsturz, sondern in eine natürliche Höhle, die dreißig Kilometer tief ins Harzmassiv führte. Am Ende fanden er und sein Kollege eine steinerne Stadt: Mumien in unbekannter Kleidung, Speere aus bearbeitetem Gold, Statuen, Steinkarren, selbst aufleuchtende Kammern — und Bögen, die in den Berg gehauen waren wie Docks über einem längst verschwundenen Meer. Friedrich Brandt, Bergmann und Schriftsteller, hielt diese Berichte 1932 in einem Buch fest, das noch im selben Jahr bei einem Leipziger Verlagshaus erschien. Die Männer versuchten zurückzukehren. Der Eingang war verschwunden.

Was folgte, war kein einzelner Bericht: Weiß in den 1920er Jahren, Thomas Wille, Dr. Bruno Reusch 1946 — vier separate Zeugenberichte über Jahrzehnte und dieselbe Bergkette, jedes Mal dasselbe Ende. Und das einzige Stück Land, auf das alle diese Berichte hinweisen, wurde nach dem Krieg zur militärischen Sperrzone — fast dreißig Jahre lang, bis 1989, nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. Als der Zaun fiel, waren die Eingänge längst verschüttet, die Männer, die den Weg kannten, verschwunden oder tot.

Diese Untersuchung basiert auf dem Buch „Harzer Bergleute“ von Friedrich Brandt (Leipzig 1932), den Volkskunde-Aufzeichnungen von Heinrich Pröhle (1854), den Nacherzählungen zu Weiß, Wille und Reusch sowie der dokumentierten Geschichte der Brocken-Sperrzone (1961–1989).