11. Juni 2026

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Wie Sächsische Bauern Unterirdische Grubenhäuser Bauten, Die Bei -30 °F Auch Ohne Ofen Warm Blieben

 

Februar 2005. In einem Freilichtmuseum für Archäologie in Suffolk, England, bricht in einem reetgedeckten Holzhaus ein Feuer aus. Als die Feuerwehr eintrifft, ist das Gebäude bereits verloren. Eichenpfosten, Dielenboden, Reetdach – alles weg. Was bleibt, ist eine rechteckige Vertiefung im Boden, etwa vier Meter lang und drei Meter breit, mit den verkohlten Umrissen jedes einzelnen Balkens, präzise in den sandigen Untergrund gezeichnet.
Das Haus war ein Nachbau, errichtet zwischen 1992 und 1998 über den Fundamenten eines echten angelsächsischen Grubenhauses, das Jahrzehnte zuvor auf demselben Gelände ausgegraben worden war. Seine Zerstörung war keine Tragödie. Sie lieferte die detaillierteste forensische Dokumentation eines angelsächsischen Grubenhauses, die je erstellt wurde. Der Archäologe Jess Tipper leitete die Nachuntersuchung und veröffentlichte die Ergebnisse 2012 als Monographie für East Anglian Archaeology – und was er beschrieb, war keine Hütte. Es war ein System. Eine über 1,6 Meter tief in sandigen Heideboden gegrabene Grube. Sechs Eichenpfosten, höher als ein moderner Reisebus. Ein aufgeständerter Dielenboden über einem Vorratsraum. Ein Reetdach, das sich fünf Meter bis zu einem Eichenreitbalken aufwölbte. Keine Nägel. Keine Eisenbeschläge. Nur Eiche, Sand, Stroh und Lehm – errichtet von Menschen, die keinen Ofen besaßen, keinen Schornstein hatten und das Wort Dämmung nicht kannten.