27. Mai 2026

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128 Euro mehr Rente: Antrag jetzt prüfen

 

Viele Eltern verschenken jeden Monat bares Geld bei der Rente, obwohl ihnen bis zu 128 Euro zusätzlich zustehen könnten. Das Problem: Kindererziehungszeiten stehen nicht immer automatisch richtig im Rentenkonto.

Gerade Eltern haben oft Anspruch auf zusätzliche Rentenpunkte. Doch viele merken erst Jahre später, dass Kindererziehungszeiten im Rentenkonto fehlen. Dadurch fällt die gesetzliche Rente dauerhaft niedriger aus.

Für Kinder ab Jahrgang 1992 erkennt die Deutsche Rentenversicherung bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit an. Das entspricht fast drei zusätzlichen Rentenpunkten. Beim voraussichtlichen Rentenwert ab Juli 2026 ergibt das rund 127,56 Euro mehr Rente pro Monat.

Eine Mutter aus Sachsen-Anhalt ließ ihr Rentenkonto prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass Kindererziehungszeiten ihrer Tochter fehlten. Nach der Kontenklärung wurden fast drei zusätzliche Rentenpunkte anerkannt. Ihre spätere Monatsrente steigt dadurch um rund 128 Euro.

Anspruch haben nicht nur Mütter. Auch Väter, Adoptiveltern, Pflegeeltern oder in bestimmten Fällen Großeltern können Kindererziehungszeiten angerechnet bekommen. Wichtig ist, dass die Zeiten korrekt im Versicherungsverlauf gespeichert sind.

Die Anerkennung erfolgt nicht immer automatisch. Eltern sollten ihren Versicherungsverlauf prüfen und bei fehlenden Zeiten eine Kontenklärung oder einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen. Häufig wird dafür die Geburtsurkunde des Kindes benötigt.

Wer Kinder erzogen hat, sollte seine Rentenzeiten kontrollieren. Fehlende Monate können später dauerhaft Geld kosten. Bei voller Anerkennung können ab Juli 2026 voraussichtlich bis zu 128 Euro mehr Rente im Monat möglich sein.