Rund 15.000 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz registrierte das Kompetenzzentrum jugendschutz.net 2025 im Internet.
Betrieben von Bund, Ländern und Landesmedienanstalten setzt es sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet ein.
Die Zahl bewegt sich damit erneut auf hohem Niveau. Ursache dafür ist ein enorm hohes Aufkommen im Bereich sexualisierter Gewalt.
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz verschärft auf jugendaffinen Internet-Plattformen zusätzlich die Risiken für Kinder und Jugendliche erklärte die Kommissionsvorsitzende für Jugendmedienschutz und Leiterin der Medienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein, Eva-Maria Sommer.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) erklärte anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zu den Jugendschutzverstößen im Internet, dass Medienkompetenz sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Eltern, Erwachsenen, bei Kitas und Schulen aber auch Jugendorganisationen benötigt werde.
Zudem brauche Deutschland mehr Aufklärung und einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber, wie Kinder und Jugendliche im digitalen Raum geschützt werden können.
Im Juni wird eine von ihr einberufene Kommission ihre Ergebnisse zum Thema Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt vorlegen.
Danach soll noch in diesem Jahr ein entsprechender Gesetzentwurf in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden.
