Ginge es mit rechten Dingen zu, müssten schon seit Jahrzehnten fast alle westlichen Staaten wegen Insolvenzverschleppung verurteilt sein. Keiner von diesen wird jemals seine Schulden begleichen können. Da kann man getrost noch ein paar hundert Milliarden drauf packen. Von Peter Haisenko
Der Staatsbankrott, auch Staatsinsolvenz genannt, ist die faktische Einstellung fälliger Zahlungen oder die förmliche Erklärung einer Regierung, fällige Forderungen nicht mehr oder nur noch teilweise erfüllen zu können. Diesen Zustand hatten die USA mehrmals während der letzten Jahre.
In Deutschland findet nach der ausdrücklichen Regelung des § 12 Abs, 1 Nr. 1 InsO ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Bundes nicht statt: er ist also insolvenzunfähig. Dieser § 12 Abs, 1 Nr. 1 InsO ist seit dem 1. Januar 1999 in Kraft. Er wurde folglich geschaffen als absehbar war, dass der Schuldenstand der BRD so weit ausgeufert ist und weiter ansteigen wird, dass eigentlich ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden müsste.
Dieser § hat die Voraussetzung geschaffen für unbegrenzte Schuldenaufnahme. Man wusste genau, was man tat. Er ist aber auch ein Beispiel wie versäumt wurde genauer zu definieren, wie eine Zahlungsunfähigkeit festgestellt wird. Man darf Absicht annehmen.
Die große Frage muss doch sein, ob Zahlungsunfähigkeit bereits angenommen werden muss, wenn ein Staat seine Verbindlichkeiten nur noch durch Kreditaufnahme befriedigen kann.
Kredite von denen man weiß, dass sie niemals zurückgezahlt werden können. Kredite, deren Zinsen nur geleistet werden können durch weitere Kreditaufnahme. In diesem Zustand befindet sich die BRD und fast alle westlichen Staaten. Allen voran die USA. Daraus ergibt sich die nächste Frage: Wieso funktioniert die Wirtschaft in diesen Ländern trotzdem? Zumindest einigermaßen. Die Antwort ist einfach, wird aber von den gängigen Wirtschaftstheorien verleugnet.
Um Güter herzustellen, braucht man überhaupt kein Geld. Man braucht menschliche Arbeitsleistung und Energie. Geld an sich kann nicht arbeiten, obwohl Ihnen immer wieder erzählt wird: Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten.
Nichts außer dem Geld würde verschwinden
Stellen Sie sich einmal vor, alles Geld der Welt würde annulliert, wäre wertlos. So, wie bei der Hyperinflation der 1920er Jahre in Deutschland. Oder, was leichter zu verstehen ist, alle Guthaben und Schulden werden annulliert, aber Gehälter werden weiter bezahlt. Wenn dann alle Arbeiter, die an der Produktion beteiligt sind, einfach weiter zur Arbeit gehen, wird die Produktion einfach weitergehen. Das Korn auf den Feldern wächst einfach weiter und die Kühe geben weiter Milch.
Wo wäre das Problem? Im Gegenteil würden alle Produkte erheblich billiger, denn es müssten keine Zinsen für Schulden mehr auf die Preise verrechnet werden. Damit bin ich bei der nächsten Frage: Wem schuldet ein Staat seine Schulden?
An dieser Frage sind bislang alle „Wirtschaftsweisen“ gescheitert oder wollen sie nicht beantworten. Eines sollte aber klar sein: Ein Staat mit positiver Außenhandelsbilanz kann eigentlich keine (Auslands-)Schulden haben.
Hat er Schulden im Inland, ist das eine Folge einer falschen, unehrlichen Steuerpolitik. Anstatt die Steuern so zu gestalten, dass ein ausgeglichener Staatshaushalt gewährleistet ist, werden Kredite aufgenommen, deren Folgekosten, Zinsen, ebendiesen Staatshaushalt für die Zukunft noch prekärer werden lassen.
Nimmt ein Staat Schulden auf, hat er den Wähler betrogen, Wahlgeschenke gemacht. Der Punkt ist nämlich, dass mit dieser Schuldenaufnahme die nächste Steuererhöhung unumgänglich ist, denn die Zinsen müssen bezahlt werden, vom Steuerzahler, sie kommt nur später, am besten dann, wenn die nächste Regierung am Ruder ist.
Zudem müssten die Schulden auch beglichen werden. Ja müssten, aber das findet nicht statt. So beginnt der Teufelskreis in die große Schuldenfalle, aus der es kein Entkommen gibt. Es sei denn, es findet der „große reset“ statt, bei dem dann eben alle Schulden und Guthaben annulliert werden für einen Neuanfang.
Leben im Endzeitszenario
Betrachtet man die aktuelle Politik mit „Sondervermögen“ und grenzenloser Schuldenaufnahme, kann man nur zu dem Schluß kommen, dass alle diese Staatenlenker in der Hoffnung, ja der Annahme handeln, dass früher oder später, demnächst, genau diese Annullierung stattfinden wird.
Die aktuelle Schuldenpolitik ist nicht zukunftsfähig. Auf der anderen Seite sollte man auch verstehen, dass es in der jetzigen Lage unsinnig ist zu versuchen, ohne Schuldenaufnahme durchzukommen. Die bereits bestehenden Pflichten für Zinszahlungen bleiben ja bestehen ebenso wie die – theoretische – Rückzahlung.
Solange das mit weiterer Schuldenaufnahme finanziert werden kann, gibt es für diese Finanzhasardeure keinen Grund, aktiv an einer Veränderung des gesamten (Betrugs-)Systems zu arbeiten. Läuft doch und meine fetten Abgeordnetendiäten erhalte ich. So will keiner von denen am bestehenden System etwas ändern.
Das gilt für alle, denen es (noch) gut geht. Eigentlich auch für mich, aber mein Ziel ist, dass es allen so gut wie möglich geht. Ohne Zinsknechtschaft.
Das Schlimmste an dem bestehenden System ist, dass es benötigt, benutzt wird, um Kriege zu führen. Ohne Neuschulden wäre den Wählern nicht zu vermitteln, dass sie mit ihren Steuern die hunderten Milliarden aufbringen müssen, um die BRD wieder kriegstauglich zu machen. Das Geld würde im aktuellen Haushalt fehlen und die Einschnitte währen unerträglich. Der Ukraine-Krieg wäre ohne gigantische Schulden nicht möglich gewesen.
Oder er hätte nach wenigen Wochen enden müssen, weil Kiew pleite ist. So hat der von der EU versprochene Kredit nur das Ziel, den Krieg weiterführen zu können. Der Kredit, der tatsächlich kein Kredit ist, sondern ein Geschenk, weil niemand annehmen kann, dass er jemals zurückgezahlt wird.
Die Verpflichtung, Zinsen und Rückzahlung zu leisten, wird an der EU und der BRD hängen bleiben. Ach ja, das soll mit dem Geld beglichen werden, dass Russland geraubt worden ist. Ja, Sie dürfen lachen.
37.000.000.000.000 Dollar Schulden
Seit 1971 sind alle Kriege der USA kreditfinanziert. Das ist der Grund, warum die USA den Schuldenberg von 37-tausend Milliarden $ aufgebaut haben. Tatsächlich ist es noch schlimmer. Auch die USA sind pleite, nur noch zahlungsfähig, weil sie zyklisch Milliarden an Schulden anhäufen in dem Wissen, dass sie ihre Kredite niemals begleichen werden.
Wer wollte, könnte sie dazu zwingen? Früher oder später werden die USA erklären, dass sie ihre Schulden einfach annulliert haben. Wiederum: Wer könnte sagen, so geht’s aber nicht? Im Gegenteil könnte das der Auslöser sein für andere Staaten, diesem Beispiel zu folgen, denn alle westlichen Staaten stehen vor demselben Problem. Und genau da bin ich zurück am Anfang: Schulden machen, als gäbe es kein Morgen und ein Übermorgen schon gar nicht.
Nun sollte man sich darüber im Klaren sein, dass jeder Krieg, schon die Produktion von Kriegswaffen, jeder einzelnen Patrone, den Wohlstand der Zivilisten reduziert. Kriegswaffen werden hergestellt mit dem einzigen Zweck, zu zerstören und zerstört zu werden. Sie zerstören Gebäude und Infrastruktur, die mit viel Arbeitsleistung wieder hergestellt werden müssen.
Krieg ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Für sinnlose Arbeit, die es nicht gäbe ohne Krieg. Man denke da an die deutschen Städte 1945 oder eben jetzt an Gasa und den Libanon. Oder Israel selbst, den Iran und natürlich auch die USA. Der US-Präsident Roosevelt hat sein Arbeitslosenproblem gelöst, indem er die US-Wirtschaft auf Kriegswirtschaft umgestellt hat.
Auf nutzlose, zerstörerische Produkte. So, wie die BRD-Regierung das jetzt auch tut. Und all das geht nicht ohne Schulden, die die Zukunft belasten. Aber ist das wirklich so?
Man kann die Zukunft nicht „beleihen“
Man kann nur das verbrauchen, was es bereits gibt. Man kann sich nur Dinge leihen, die es schon gibt, die also während der Vergangenheit produziert worden sind. Aber man kann der nächsten Generation Verpflichtungen aufbürden, Kredite abzuzahlen. So lange, bis die sagen, das werden wir nicht tun und diese aufgebürdete Pflicht einfach ablehnen.
Auch das wäre der Beginn eines weltweiten Finanzcrashs, wenn die Bürger, die jungen Wähler sagen, was geht uns euer Wahnsinn an, dem haben wir nie zugestimmt. Und sie hätten Recht! Die Natur kennt kein Geld. Folglich kann man das Finanzsystem aufstellen wie man will und wird niemals gegen Naturgesetze verstoßen.
Das bedeutet aber auch, dass man das Finanzsystem jederzeit vollkommen neu aufstellen kann ohne Gefahr zu laufen, gegen ein Naturgesetz zu verstoßen.
So komme ich zu dem Schluß, macht Schulden, als gäb´s kein Morgen. Im Sinn des Finanzsystems gibt es kein zuverlässiges Morgen, weil das ein Zustand ist, der keine natürliche Existenzberechtigung hat. Vergessen wir nicht, seit 1990 wurden die Regeln für den Umgang mit Geld fortlaufend geändert. Niemals zu Gunsten des „kleinen Mannes“. Immer mit dem Ziel, noch brutaler betrügen zu können und den unausweichlichen Untergang hinauszuschieben.
Mit immer neuen Finanzinstrumenten. Eines irrsinniger als das andere. Wegen des Russlandhasses geht die deutsche Wirtschaft den Bach hinunter und der Iran-Krieg wird ihr den Rest geben. Damit wird es wahrscheinlicher, dass die Annullierung der Schulden schnell kommt.
Kein Krieg ohne Geld
Das Ärgerliche an den Schuldenaufnahmen für Krieg ist jedoch, dass weiterhin Zigtausende Menschen sterben müssen, bis der große Crash diesen Wahnsinn beenden wird. Und wer wird davon kaum berührt sein? China, der Iran und Russland, das mit den Sanktionen gezwungen war, sich aus der westlichen Abhängigkeit zu lösen. Aber diese Staaten haben auch fast keine Auslandsschulden und stehen so außen vor.
Übrigens ist es bislang so, dass gerade Staaten, die keine Schulden hatten, der Vernichtungswut des Rotschildsystems zum Opfer gefallen sind. Iran, Libyen, Syrien und auch der Irak. Und ja, auch Jugoslawien. Geht ja gar nicht, dass sich Staaten der Herrschaft des Dollarsystems entziehen, indem sie keine Schulden haben.
Da wollen wir in der BRD doch noch schnell jede Menge Schulden machen, zu unserem Schutz vor einem Schicksal wie Libyen oder so. Oder macht Schulden, damit es bald ein besseres Morgen gibt.
Und jetzt die große Frage: Wollen wir nach dem Zusammenbruch mit demselben System einen Neustart hinlegen, das uns in diese Situation gebracht hat? Besser nicht, aber was ist die Alternative?
Es gibt eine, nämlich „Die Humane Marktwirtschaft“ und die hat alle Merkmale, die ein System braucht, um auf Dauer funktionsfähig zu sein. Ich lobpreise das jetzt nicht mit Details.
Wenn auch Sie an einer gesicherten Zukunft ohne Kriege interessiert sind, dann lesen Sie das kleine Werk und schöpfen Sie Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden und Wohlstand und ohne Lohnsteuer. Ja, auch das ist möglich. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel.
