Das einstige Weltreich der Osmanen erstreckte sich in seiner Blütezeit über drei Kontinente und prägte die Geschichte vom Balkan bis in den Nahen Osten maßgeblich. Diese Dokumentation analysiert den dramatischen Prozess des Zerfalls, der im 19. Jahrhundert durch den aufkeimenden Nationalismus und den Druck europäischer Großmächte unaufhaltsam wurde. Im Mittelpunkt stehen die blutigen Unabhängigkeitskriege in Griechenland und auf dem Balkan sowie die verzweifelten Reformversuche unter Sultan Abdülhamid II.. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die tiefgreifenden Traumata durch Flucht und ethnische Säuberungen, die eine neue Ära der Gewalt in Europa einläuteten. Die historischen Ereignisse liefern dabei essenzielle Erklärungen für die ethnischen Konflikte, welche die Region bis in die jüngste Vergangenheit des 20. Jahrhunderts erschütterten.
