Ein U Wert misst, wie viel Wärme durch eine Wand fließt. Er misst nicht, wie viel Wärme eine Wand speichert. Stampflehm scheitert am ersten Test und gewinnt den zweiten mit siebzig bis achtzig Prozent Energieeinsparung. Das GEG kennt den zweiten Test nicht. Das ist keine Lücke. Das ist die Geschichte einer Kennzahl, die von der Industrie geschrieben wurde, die von ihr profitiert.
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📊 QUELLEN:
• Catalhöyük Ausgrabungsdaten — University of Cambridge / Stanford University, veröffentlicht in archaeologischen Fachzeitschriften (laufende Forschung seit 1961)
• Alhambra Temperaturmessungen — Universidad de Granada, Estudios de climatización pasiva, Abteilung Bauphysik
• Oak Ridge National Laboratory — Dynamic thermal mass performance studies, US Department of Energy
• CSIRO Australien — Rammed earth vs lightweight construction energy comparison, 2007
• Internationale Energieagentur (IEA) — Thermal mass and energy performance review, 2018 (über 400 Feldstudien) • Fraunhofer Institut für Bauphysik Stuttgart — Messdaten Lehmgebäude unter mitteleuropäischen Klimabedingungen
• Dachverband Lehm e.V. Weimar — Lehmbauregeln, anerkannte Bauart, Normdokumentation
• Heizspiegel Deutschland 2024 — co2online gGmbH, Heizkosten Einfamilienhaus 130 m²
• GEG Gebäudeenergiegesetz — Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, U-Wert Anforderungen Außenwände (max. 0,24 W/m²K)
• Alnatura Campus Darmstadt — Lehm Ton Erde Baukunst, Martin Rauch (Referenzprojekt Stampflehm Deutschland)
