14. Februar 2026

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14 Verbände fordern von der Bundesregierung ein Gesetz zum Erhalt des Bargeldes

 

Denn die Nutzung und auch der Zugang würden immer weiter erschwert. Das Abheben würde teurer, neue Selbstbedienungskassen akzeptieren meist kein Cash, Bahn- und Schwimmbad-Tickets seien teilweise nur noch digital zu haben. Bargeld sei jedoch krisenfest und schütze die Privatsphäre, ermögliche gesellschaftliche Teilhabe und fördere das soziale Miteinander. Die Verbände erinnern die Regierung an die Zusage im Koalitionsvertrag: „Wir stellen sicher, dass jeder weiterhin selbst entscheiden kann, wie er bei Geschäften des Alltags bezahlt. Das Bargeld als gängige Zahlungsform erhalten wir.“ Laut Bundesbank-Studie von Dezember 2025 akzeptierten bei 2.000 Testkäufen 99,4 Prozent der Stellen Bargeld. In den letzten 10 Jahren seien aber etwa 16 Prozent der Geldautomaten verschwunden. Dies geschehe vor allem durch den Trend zu digitalen Zahlungen, Kostendruck bei Banken und Filialschließungen, so die Bundesbank.. Für den Verbraucher würden so weitere Hürden aufgebaut, schreiben die Verbände. Angebote werden einschränkt und so die Entwicklung weiter vorangetrieben. Die Verbände warnen: Ohne gesetzlichen Schutz könnte die Freiheit des Bargeld in Deutschland bald Geschichte sein. Skandinavische Länder haben als Vorreiter einer nahezu bargeldlosen Gesellschaft bereits eine Kehrtwende gemacht: Schweden empfiehlt genug Bargeld im Haus zu haben, um den Lebensmitteleinkauf für eine Woche zu gewährleisten. Norwegen weißt auf die Anfälligkeit digitaler Zahlungslösungen für Cyberangriffe hin, und in Dänemark war ein mehrstündiger Ausfall des Zahlungssystems „Nets“ der richtungsweisende Auslöser. Auch eine Bäckereikette aus Hannover stellte nach einer einjährigen Testphase ohne Barzahlung auch wegen Kundenprotesten wieder um. Die Verbände fordern ein Gesetz zum Schutz des Bargelds.