In dieser Ausgabe von „Elsa auf1“ steht Lithium als mögliches Schlüssel-Spurenelement für die Gehirn- und psychische Gesundheit im Mittelpunkt. Moderatorin Elsa Mittmannsgruber spricht mit dem Arzt und Molekulargenetiker Dr. Michael Nehls über neue wissenschaftliche Hinweise, gesellschaftliche Debatten und politische Entwicklungen rund um die Frage, ob Lithium als essenzieller Nährstoff anerkannt werden sollte.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist die These, dass in Europa ein verbreiteter Lithiummangel vorliegt und dieser weitreichende Auswirkungen auf die Gehirnfunktion haben könnte. Dr. Nehls verweist auf aktuelle Forschung, die seine Position stützen soll, sowie auf Initiativen und Vorträge bis hin zum EU-Parlament. Gleichzeitig werden kritische Einwände aufgegriffen: Die Neuro- und Meeresbiologin Dr. Heidi Wichmann warnt davor,
Einzelsubstanzen isoliert zu betrachten, und betont die Bedeutung von Kofaktoren, Ernährung, Lebensstil, Stressregulation und Bodenqualität. Im Dialog geht es um Chancen und Grenzen von Nahrungsergänzungsmitteln, mögliche Risiken einseitiger Supplementierung, die Rolle natürlicher Quellen sowie die Frage, wie realistisch eine langfristige Versorgung über nährstoffreichere Böden und Lebensmittel wäre. Dabei prallen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Mangelbehebung als pragmatischer Ansatz versus die Sorge, dass eine „Pillenlogik“ von grundlegenden Ursachen ablenkt.
