Sternfestungen. Von oben perfekte Sterne – zu gerade, zu exakt, zu oft wiederholt, um „Zufall“ zu sein.
In diesem Video gehen wir nur über das, was man wirklich sehen kann: alte Karten, Luftbilder, Wasserläufe – und drei Orte, die wie Beweisstücke wirken: Zitadelle Spandau (Mathematik in Stein), Magdeburg (der „Geisterstern“, fast wegmodernisiert) und Koblenz/Ehrenbreitstein (Knotenpunkt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel).
Und dann kommt der Bruch: ab ca. 1850 werden viele Sterne „harmlos“ gemacht. Gräben zugeschüttet, Bastionen geglättet, Parks darübergelegt.
Nicht spektakulär zerstört – sondern neutralisiert. Parallel verschwindet ein Wort von den Karten: Tartaria. Kein „magisches Imperium“ – sondern ein Begriff, der früher normal war und später plötzlich lächerlich klingt.
Die Frage, die bleibt:
Wenn das wirklich nur Festungen waren – warum behandelt man ihre Geometrie so, als müsste sie verschwinden?
