🌊 Im viktorianischen England kostete dieses Gemüse mehr als Rindfleisch – und es wuchs kostenlos am Strand. Meerkohl war die Delikatesse der Könige, das Superfood der Seeleute und der Stolz britischer Gärten.
🥬 Crambe maritima, der wilde Meerkohl, ernährte Menschen seit der Jungsteinzeit. Sein nussiger Geschmack ließ Spargel verblassen. Thomas Jefferson kultivierte ihn 13 Jahre lang. Prinzregent George IV. servierte ihn in seinem Palast.
⚙️ Dann kam die industrielle Revolution. Was sich nicht mechanisieren ließ, verschwand vom Markt. Meerkohl welkte innerhalb von Stunden nach der Ernte. Die Maschinen konnten ihn nicht verarbeiten. Also wählte die Welt Spargel – nicht weil er besser schmeckte, sondern weil er den Transport überlebte.
🔬 Was wir verloren haben: Ein Vitamin-C-Kraftwerk, reich an Glucosinolaten mit krebshemmenden Eigenschaften, das ohne Dünger und Pestizide auf Salzböden gedeiht.
🌱 Heute kehrt er langsam zurück. An deutschen Küsten, in Gourmetrestaurants, in den Gärten von Menschen, die verstehen: Manche Lebensmittel sind die Mühe wert.
📚 Uraltes Naturwissen gräbt aus, was die moderne Welt vergessen hat.
