6. März 2021

MENSCHEN BENÖTIGEN UNTERSTÜTZUNG, MIT IHREM STRESS UMZUGEHEN

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Der Stresspegel hierzulande ist nach wie vor sehr hoch. Fast 60 Prozent sagen sogar, dass ihr Leben in den vergangenen drei Jahren noch stressiger geworden ist. Dazu kommt: Hoher und vor allem dauerhafter Stress wirken sich auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Dies gilt es zu bekämpfen. Wie gut beispielsweise Meditation gegen Stress wirken kann, zeigen verschiedenen Studien, und unser Organismus sollte immer mit ausreichend Vitaminen und anderen Stoffen aus der Natur versorgt werden – insbesondere in Zeiten hoher Belastung.

„Deutschland ist gestresst. Oder sprechen wir nur mehr darüber? Obwohl die wöchentliche Arbeitszeit sinkt, steigen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Beschwerden wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen – in den letzten 15 Jahren um fast 90 Prozent. Wie ist die aktuelle Stresslage der Nation? Was stresst Männer, Frauen, Junge, Alte, Eltern und Singles? Warum macht Stress manche krank und andere nicht? Wie entspannt Deutschland und wie zufrieden sind die Menschen mit ihrem Leben? Wie lassen sich digitale Gesellschaft und Arbeitswelt gesund gestalten? Wo sind die Arbeitgeber gefordert und was kann jeder Einzelne dazu beitragen?“

Mit diesem Satz leitet die Techniker Krankenkasse die Berichterstattung zur „Stressstudie 2016“, eine der neuesten Untersuchungen zum Thema Stress in Deutschland. Die Krankenkassen verzeichnen seit 15 Jahren eine Zunahme stressbedingter Krankschreibungen. Von den gut 15 Fehltagen pro Kopf und Jahr entfallen 2,5 Tage auf psychische Beschwerden wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen. Der Stresspegel hierzulande ist nach wie vor sehr hoch. Fast 60 Prozent sagen sogar, dass ihr Leben in den vergangenen drei Jahren noch stressiger geworden ist. Ein Kernergebnis lautet: „Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – unabhängig davon, ob beruflich oder privat. Ein knappes Viertel der Bevölkerung, 23 Prozent, gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Immerhin: Demgegenüber stehen aber auch 40 Prozent, die sich selten oder nie gestresst fühlen. Beim Thema Stress liegen Frauen und Männer annähernd gleichauf. 63 Prozent der Frauen stehen immer wieder unter Strom, bei den Männern sind es 58 Prozent. Die vorherige TK-Stressstudie von 2013 hatte noch ergeben, dass 63 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer unter Stress leiden. Die Frauen halten also ihr Stresslevel, die Männer holen auf.“

Stress korreliert also in hohem Maße mit psychischer Gesundheit

Eine weitere Erkenntnis: „Hoher und vor allem dauerhafter Stress wirken sich auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Das zeigen auch die vorliegenden Studienergebnisse. Bei den Befragten, die ihren Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht bezeichnen, ist fast jeder Dritte häufig im Stress. Bei den Gesunden ist nur knapp jeder Fünfte häufig im Stress. Noch alarmierender sind jedoch die Zahlen im Bereich psychischer Gesundheit: 53 Prozent der Befragten, die in den vergangenen drei Jahren seelische Beschwerden hatten, beschreiben sich als oft gestresst. Stress korreliert also in hohem Maße mit psychischer Gesundheit.“

Das Problem: Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel schädigt unter anderem Nervenzellen im Hippocampus – ein Teil des Gehirns, der für das Lernen, das Gedächtnis und die Gefühle zuständig ist. Cortisol ist ein Stresshormon, das katabole Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen. Es darf eben nur nicht zu viel sein. Dauerhaft zu viel Adrenalin kann etwa zu Herzschwäche und einem überhöhten Blutzuckerspiegel führen. Symptome von dauerhaftem Stress können Gereiztheit, Albträume, Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme und Bluthochdruck sein. Außerdem schwächt Dauerstress das Immunsystem und begünstigt Rückenschmerzen.

Übrigens: Wer ohnehin unter Strom stehe, habe auch öfter das Gefühl, sein Stress habe zugenommen. Zumindest teilweise dürfte dies auch eine Stressfolge sein: Der Blick verenge sich, und Betroffene nehmen ihre Belastungen als besonders massiv wahr. So sagen fast 90 Prozent der häufig Gestressten, dass ihre individuelle Stressbelastung zuletzt noch größer geworden ist. Bei den manchmal Gestressten sagen dies laut der „Stressstudie“ der Techniker Krankenkasse nur zwei Drittel.

Achtsamkeits- und Meditations-Apps erleben rasanten Zuwachs

Daher benötigen die Menschen Unterstützung dabei, mit ihrem Stress umzugehen. Hilfe liefert einmal mehr die Digitalisierung. So meldet das Fachmedium „Handelsblatt Inside Digital Health“: „Achtsamkeits- und Meditations-Apps erleben in der Corona-Pandemie einen rasanten Nutzerzuwachs.“ Einer dieser Anbieter ist das britische Unternehmen Headspace mit 65 Millionen Nutzern in 190 Ländern. Nutzer können Audio- und Videokurse besuchen, um das Meditieren zu erlernen. Ebenso weit vorne dabei sind die Anbieter Calm und 7mind. Die Zahl der Downloads habe sich bei Calm seit der Pandemie auf heute 90 Millionen verdoppelt, teilte das Unternehmen laut „Handelsblatt Inside Digital Health“ mit. Am beliebtesten waren zehnminütige Meditationen und Gutenachtgeschichten für Erwachsene. 7mind aus Deutschland bekommt derzeit dreimal so viele Anfragen von Unternehmen wie im Vorjahr, 1,8 Millionen Menschen haben die App bislang heruntergeladen. Apropos Unternehmenskunden: Vor allem Unternehmen interessieren sich für die digitalen Angebote, die ihre Mitarbeiter durch die Krise begleiten sollen, berichtet „Handelsblatt Inside Digital Health“.

Wie gut Meditation gegen Stress wirken kann, zeigen verschiedenen Studien wie die des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Der Ausstoß des Stresshormons Adrenalin wird verringert, und der Cortisolspiegel sinkt bei manchen Meditationsübungen deutlich. Meditation ist gut für Körper und Geist. Was nach einer überlieferten Weisheit klingt, ist bereits mehrfach in Studien zum Effekt von Achtsamkeitstrainings belegt worden. „Wir entdeckten, dass die Teilnehmer in einem Test, bei dem sie einer stressigen Leistungssituation ausgesetzt sind, bis zu 51 Prozent weniger des Stresshormons Cortisol ausschütteten – jedoch in Abhängigkeit von der zuvor trainierten mentalen Technik“, erklärt Veronika Engert, Erstautorin einer wissenschaftlichen Publikation, die sich mit dem Zusammenhang zwischen mentalem Training und der akuten Stressreaktion beschäftigte. „Die beiden auf soziale Fähigkeiten fokussierten Trainingsmodule senkten die Cortisol-Konzentration deutlich. Das allein praktizierte Modul zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit verminderte sozialen Stress auf hormoneller Ebene hingegen nicht. Wir vermuten, dass der Stresslevel besonders durch die täglichen zehnminütigen sozialen Interaktionen in den Dyaden-Übungen gesenkt wurde. Sich regelmäßig einer fremden Person gegenüber zu öffnen und zu lernen, vorurteilsfrei einem anderen zuzuhören, hat wahrscheinlich zu einer Art sozialer Stress-Immunisierung geführt, da sozialer Stress ja vor allem durch die Angst vor negativer Fremdbeurteilung zustande kommt. Das gezielte Trainieren gesteigerter Aufmerksamkeit scheint diese Art des sozialen Stresses hingegen nicht zu reduzieren.“

Der Organismus muss stark und widerstandsfähig bleiben

Unser Organismus verkraftet auf Dauer auch nicht jedes Problem „einfach so“. Dazu gehört auch der Stress. Deshalb müssen wir darauf achten, dass unser Organismus immer mit ausreichend Vitaminen und anderen Stoffen aus der Natur versorgt wird – insbesondere in Zeiten hoher Belastung. Nur so bleibt der Organismus stark und widerstandsfähig. Wichtig dafür sind zum Beispiel die Vitamine B, C, D und E. Vitamin C ist ein echtes Multitalent. Es kann die allgemeine Immunabwehr des Körpers unterstützen und fördert wie Vitamin D das Immunsystem und somit Regenerationskraft und Wohlbefinden. Für Vitalität und neue Antriebskraft sorgt das wertvolle Vitamin E. Es spendet Energie für den Tag und kann die Zellgesundheit fördern, da das Vitamin die Zellen vor oxidativem Stress schützt.

Pantothensäure wiederum, auch als Vitamin B5 bekannt, wird nachgesagt, dass sie gegen Stress wirken soll und eine gesunde Nervenaktivität unterstützt. Zudem kann die Pantothensäure den Energiestoffwechsel fördern und die geistige Leistung positiv unterstützen. Vitamin B5 ist auch als Anti-Stress-Vitamin bekannt. In ihrer Funktion als Vorstufe zum Coenzym A erhöht die Pantothensäure nämlich unsere Widerstandsfähigkeit, indem sie unserem Körper in Zeiten hoher Belastung schneller Energie bereitstellt und unser Nervensystem besonders effizient aktiviert.

Wer viel Stress hat, leidet übrigens oft auch an einem Eisenmangel. Ständige Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel – zu wenig Eisen im Körper kann die eigene Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Da der Körper selbst kein Eisen produziert, muss es von außen, zum Beispiel in Form von eisenreicher Nahrung, zugeführt werden. Äußere Umstände wie chronischer Stress können allerdings die Stoffwechseltätigkeit des Körpers mindern, sodass die Verdauungsvorgänge behindert oder vollständig eingestellt werden. Trotz einer ausreichenden Aufnahme von Eisen durch Lebensmittel, kann also durch Stress ein Eisenmangel entstehen. Dass ein akuter Eisenmangel ausschließlich durch Stress ausgelöst wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Vielmehr ist Stress eher ein Faktor von vielen, der zu Mangelerscheinungen führt. Diesen Mangel gilt es durch die Zufuhr natürlicher Nahrungsergänzung auszuschließen.

Eisen spendet Energie und neuen Schwung. Da dieses Spurenelement den Sauerstofftransport im Körper unterstützt, kann es die Konzentrationsfähigkeit steigern. Auch das Immunsystem wird durch dieses hochwertige Spurenelement gestärkt. Eisen hat vor allem mit den Prozessen zu tun, bei denen Sauerstoff eine Rolle spielt: So wird es für die Oxidationsprozesse und damit Energiegewinnung in der Zelle und die Zellatmung benötigt, ist zuständig für die Sauerstoffspeicherung im Myoglobin, dem roten Muskelfarbstoff und – gebunden an Hämoglobin, dem Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen – für den Transport des Sauerstoffs im Blut zu den Zellen. Daneben ist Eisen an der Bildung verschiedener Enzyme beteiligt.

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