1. März 2021

Berlins Amtsärzte wollen neue Lockerungsstrategien: Inzidenzen „bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab“

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Berlins Amtsärzte fordern, Lockerungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen. Es sei „nicht zielführend, Eindämmungsmaßnahmen an Inzidenzen von 20/35/50“ zu koppeln, heißt es einer Stellungnahme aller zwölf Amtsärzte, über die der „Tagesspiegel“ berichtet.

Das Papier wurde am Wochenende als Stellungnahme an die Senatskanzlei geschickt. „Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab“, schreiben die Amtsärzte.

Sie seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. „Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln.“ Es sei ein Unterschied, ob Inzidenzen durch Cluster-Ausbrüche oder breite Durchseuchung zustande kämen und auch, welche Altersgruppen infiziert seien, argumentieren die Mediziner. Stattdessen schlagen sie vor, Maßnahmen nach den möglichen Konsequenzen einer Erkrankung auszurichten.

Sie wollen „intensive Maßnahmen der Infektionsprävention“ für Alte und Kranke und gleichzeitig eine Abmilderung der Maßnahmen für andere Gruppen wie Schulkinder. Es soll deshalb in Zukunft eine nach Alterskohorten ausgerichtete Inzidenzanalyse als „Frühwarnsystem“ geschaffen werden.

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https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/berlins-amtsaerzte-wollen-neue-lockerungsstrategien-inzidenzen-bilden-nicht-das-wirkliche-infektionsgeschehen-ab-a3453897.html?telegram=1