15. Mai 2021

Foto: Stephen Voss / REDUX

„Erschreckendes“ Geo-Engineering: Bill Gates will die Sonne dimmen

Corona-Impfungen, massenhafte Datenspeicherung, synthetisches Fleisch, Wettermanipulation – hinter all diesen Begriffen steht vor allem ein Name: Bill Gates.

Bill Gates: ein Name der spätestens seit Ausbruch der Corona-Pandemie in jedem Haushalt bekannt ist. Der Mitbegründer von Microsoft ist binnen eines Jahres regelrecht zu einem Propheten geworden. Er hat die Pandemie nicht nur vorausgesagt, sondern auch dessen Ende, zu dem er mit weltweiten Impfkampagnen – gefördert durch die Bill & Melinda Gates Foundation – beitragen will.

Gates plant, Milliarden Menschen weltweit zu impfen und im Zuge dessen die Daten der gesamten Menschheit zu digitalisieren und auf zentralen Datenspeichern anzulegen. Zu diesen Daten werden dann Konzerne, die die nötigen Konzepte entwickeln – wie beispielsweise Microsoft -, und auch jede Regierung weltweit Zugang haben. Obwohl Datenschützer eindringlich vor diesem Vorhaben warnen, wird dies aktuell von Regierungen weltweit vorangetrieben. Ein Vorgang, der nicht zuletzt von Gates initiiert wurde.

Zudem setzt sich der US-Milliardär auch für den Klimaschutz ein. Beispielsweise fordert er, dass die Menschheit gänzlich auf das Fleischessen verzichtet und statt echter Tiere synthetisches Fleisch aus dem Labor zu sich nimmt. Gates, ein bekennender Fleischesser, fordert dies, eigenen Angaben zufolge, zum Wohle des Planeten und der gesamten Menschheit.

Gates will Sonne dimmen

Weiter will Gates zum Wohle des Planeten das Wetter manipulieren. Die jüngste Idee des 65-Jährigen ist, die Sonne zu dimmen, um den Klimawandel zu stoppen. Um dies zu erreichen, will er, wie von verschiedenen Medien einstimmig berichtet, Millionen Tonnen Kalkgemisch in die Stratosphäre sprühen. Das Ziel: Sonnenlicht zu reflektieren und die Erderwärmung zu verlangsamen.

Kritiker befürchten schon jetzt, dass dies katastrophale Folgen haben könnte.

Das Projekt ist bereits im Gange. Der erste Versuch, die Sonne zu dimmen, soll im Juni stattfinden. Experten der Harvard University werden das System testen. Der Plan ist, einen großen Ballon rund 20 Kilometer über der schwedischen Stadt Kiruna aufsteigen und zwei Kilogramm Kalkstaub in die Stratosphäre fallen zu lassen.

Die drei Millionen US-Dollar schwere Mission wird von Gates und anderen privaten Geldgebern unterstützt und soll bewirken, dass das Kalkgemisch einen Teil der Sonnenstrahlung davon abhält, auf die Erdoberfläche zu treffen und somit den Planeten abkühlt.

Der Testballon soll mit 600 Kilogramm schwerer wissenschaftlicher Ausrüstung rund 20 Kilometer in die Luft steigen und – so ist es zumindest geplant – etwa zwei Kilogramm Staub freisetzen. Wenn das Vorhaben gelingt, wird dies eine Staubschicht von mehreren Kilometern Länge erzeugen.

Die Dicke dieser Staubschicht ist nicht ausreichend, um die Intensität der Sonnenstrahlung auf die Erde zu beeinflussen. Es wäre nur ein erster Test, bei dem Informationen darüber gesammelt werden, wie die Staubpartikel mit der Luft reagieren. Die Testergebnisse sollen dann in Computermodelle eingespeist werden, die errechnen sollen, was passieren würde, wenn eine Freisetzung des Kalkgemischs in großem Ausmaß durchgeführt wird.

Keutsch betonte im Gespräch mit „The Times“, er wolle zuerst die tatsächlichen Auswirkungen ermitteln, da die aktuellen Modelle „möglicherweise zu optimistisch“ seien und die Technik attraktiv erscheinen ließen. Er sagte, dass man Tonnen von Staub benötige, um einen „Sonnenschutz“ zu erzeugen. Keutsch, dessen Harvard-Labor das Projekt leitet, sagte: Diese Strategie würde nur im „Notfall“ eingesetzt, um zu verhindern, dass Teile des Planeten unbewohnbar werden.

Wettermanipulation unter Kritik

Kritiker warnen jedoch vor dem Projekt, das das Wetter manipulieren soll. David King, von der Universität Cambridge, sagte „The Times“, es sollte ein Moratorium für die Einführung dieser Technik geben. Denn die Auswirkungen auf das Wettersystem könnten „katastrophal“ sein. Niemand könne voraussagen, wie sich Derartiges auf das Wetter auswirken würde. Es sollten zuerst unbedingt genügend Daten gesammelt werden, betonte er.

Auch Michael Shellenberger, der Autor von „Apocalypse Never: Why Environmental Alarmism Hurts Us All“ (zu Deutsch: „Apokalypse niemals: Warum Umweltalarmismus uns allen schadet“) warnte vor dem Unterfangen. Im Interview mit „Fox News“ sagte er, dass man darüber sehr beunruhigt sein sollte.

Als ich vor zwei Jahrzehnten zum ersten Mal davon hörte, war das ein Gedankenexperiment. Aber das hier ist real. Sie versuchen wirklich, dies zu tun. Sie sind aber schon auf großen Widerstand gestoßen. Ich habe dem Projektleiter aus Harvard persönlich gesagt, dass dies eine furchtbare Idee ist.“

Was die Wissenschaftler hier versuchten, sei identisch mit dem, was man in den 1980er Jahren befürchtet habe: nämlich, was geschehen würde, wenn ein Atomkrieg ausbrechen würde – der nukleare Winter. Die Idee sei, dass man den Planeten absichtlich abkühlt. Die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sei aber völlig unbekannt.

Sie nennen es Experiment, sie wissen aber, dass es keinen Weg gibt, um herauszufinden, was die tatsächlichen Auswirkungen wären. Das ist grob unverantwortlich.“

Ungeahnte Auswirkungen

Die Idee, das Wetter mit chemischen Injektionen am Himmel zu beeinflussen, stammt aus den 1990er Jahren. Als der Vulkan Mount Pinatubo auf den Philippinen 1991 ausbrach, beobachteten Wissenschaftler die Folgen einer riesigen chemischen Wolke, die sich in der Stratosphäre ausbreitete.

Der Vulkan spuckte 20 Millionen Tonnen Schwefeldioxid aus, wodurch Tröpfchen von Schwefelsäure gebildet wurden, die mehr als ein Jahr lang um den Globus schwebten. Diese Tröpfchen wirkten wie winzige Spiegel und reflektierten das Sonnenlicht. Infolgedessen wurden die globalen Temperaturen für etwa anderthalb Jahre um 0,5 Grad Celsius gesenkt.

Dies gab den Anstoß zu der Idee, die globale Erwärmung mittels chemischer Substanzen einzuschränken und war Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Abhandlungen.

Die Schaffung eines gigantischen „Sonnenschirms“ für die Erde könnte aber einen hohen Preis haben und noch größere Risiken mit sich bringen als der Klimawandel selbst. Eine Befürchtung ist, dass die Verbreitung von Chemikalien in der Stratosphäre die Ozonschicht beschädigen könnte, die uns vor gefährlicher ultravioletter Strahlung schützt, welche die menschliche DNA schädigen und Krebs verursachen kann.

Studien zeigen auch, dass die Erde durch solche Methoden zwar kurzzeitig abgekühlt, aber die Temperaturen dann rasch wieder ansteigen würden, wenn der Effekt der Aerosole nachgelassen hat. Dies würde Tier- und Pflanzenwelt Extremen aussetzen, mit denen sie nicht zurechtkommen könnten.

Klimaforscher sind auch besorgt, dass Wettermanipulationen ungewollt die Zirkulation der Meeresströmungen stören könnten, die unser Wetter regulieren. Dies wiederum könnte einen globalen Ausbruch extremer klimatischer Ereignisse auslösen, die Ackerland verwüsten, ganze Arten auslöschen und Krankheitsepidemien begünstigen könnten.

Nicht alle können begünstigt werden

Aber nicht nur das, es könnte auch dazu kommen, dass Wissenschaftler vielleicht die perfekten klimatischen Bedingungen für die Farmer im weiten Mittleren Westen Amerikas herstellen, es aber gleichzeitig in ganz Afrika zu einer verheerenden Dürre kommt. Denn es ist nicht möglich, die Temperatur in einem Teil der Welt zu verändern und den Rest der Welt dabei nicht zu beeinträchtigen.

Darüber hinaus würde jede Änderung der globalen Durchschnittstemperatur wiederum die Art und Weise verändern, wie sich die Wärme über den Globus verteilt, wobei sich einige Orte stärker erwärmen als andere. Dies wiederum würde sich auf die Niederschlagsmengen auswirken.

Wärme treibt den Wasserkreislauf an – in dem Wasser verdunstet, Wolken bildet und als Regen fällt. Jede Veränderung der Wärme würde auch eine Verschiebung der Niederschlagsmuster verursachen. Und wer kann schon voraussehen, wie und wo genau das geschehen wird? (oz)

Quelle: EpochTimes