15. Mai 2021

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Die Skandale der Familie Biden

Hunter Bidens Memoiren „Beautiful Things“ kommen heute in den Handel. Da Hunter darin breit auf seine Drogenkarriere eingeht, war das für die russische Nachrichtenagentur TASS eine Gelegenheit, einen Blick auf die Skandale des Biden-Clans zu werfen. Was dort berichtet wird, ist alles wahr und jeder kann sich davon selbst mit Englischkenntnissen und der Suchmaschine der Wahl überzeugen.

Noch 2019 haben sogar US-Medien, die den US-Demokraten zugeneigt sind, die Skandale und die Korruption des Biden-Clans thematisiert, wie zum Beispiel ein Artikel von Politico zeigt, über den ich für alle, die des Englischen nicht mächtig sind, ich berichtet habe, Sie finden den Artikel hier. Aber nachdem Joe Biden zum Hoffnungsträger der US-Demokraten und Präsidentschaftskandidat geworden war, haben die liberalen US-Medien diese unschönen Geschichten schnell wieder vergessen und jeden als Verschwörungstheoretiker bezeichnet, der das thematisiert hat, worüber sie selbst kurz zuvor noch berichtet haben,

Ich habe mich vor allem mit der Korruption von Joe und Hunter Biden in der Ukraine ausführlich beschäftigt und darüber eine sehr ausführliche Chronologie geschrieben, die den ganzen Umfang der Skandale aufzeigt, die deutsche „Qualitätsmedien“ immer verschwiegen haben und die US-Medien ab Anfang 2020 auf wundersame Weise „vergessen“ haben.

Aus Anlass der Veröffentlichung von Hunter Bidens Memoiren hat die russische Nachrichtenagentur TASS eine Zusammenfassung der Geschichte des Biden-Clans geschrieben, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Skandale in der Familie Biden: Von Drogen bis zu Fahrerflucht

Das Schicksal meint es gut mit dem 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Aber das kann man über seine Verwandten nicht sagen.

Der Sohn eines einflussreichen Politikers zu sein, ist an sich schon eine Kraftprobe. Wie kann man damit umgehen? Am 6. April kommt „Beautiful Things“, die Memoiren des Sohnes von US-Präsident Joe Biden, Hunter, in den Handel. Das Buch, in dem es um „Sucht, Verlust und Überleben“ geht, ist eine Antwort auf Vorwürfe der Drogenabhängigkeit, gefährlicher Verbindungen zu korrupten Beamten und Lobbyarbeit für Chinas Interessen. In der Antwort an seine Kritiker sucht Hunter (gegen den zwei Verfahren laufen) eine sentimentale Note zu seiner Verteidigung. Die Missgeschicke, erklärt er, begannen in seiner Kindheit, als ein Autounfall das Leben von Angehörigen gefordert hat, seiner Mutter und seiner Schwester. Auch der amerikanische Präsident selbst wurde bei dem Unfall verletzt, überlebte aber.

Auch die Reichen weinen

An der Werbekampagne für das Buch, eine Erklärung von Bidens Sohn an die Öffentlichkeit, hat der Horror-Klassiker Stephen King teilgenommen. Seiner Meinung nach sind Hunters Memoiren ein Teil des dunklen Genres. „Es ist fast unmöglich, von dem Buch zu lassen. Hunter Biden beweist einmal mehr, dass jeder, auch der Sohn eines amerikanischen Präsidenten, auf einem rosa Pferd durch die Gasse eines Alptraums reiten kann“, schreibt King. Der Ton wird von Hunter selbst widergespiegelt: „Ich komme aus einer Familie, die von Tragödien geprägt ist“, sagt er.

Es gibt zwei große Unglücke in der Geschichte des Biden-Clans. Das erste war der Autounfall 1972, bei dem der spätere Präsident seine Frau und seine Tochter verlor und seine zwei Söhne, der zweijährige Hunter und der dreijährige Beau, schwer verletzt wurden. Und das zweite war der frühe Tod des Hoffnungsträgers Beau durch einen Hirntumor im Jahr 2015. Zwischendurch gelang es den beiden überlebenden Söhnen des Politikers, vielversprechende Karrieren zu beginnen, und Joe Biden selbst heiratete wieder – die Englischlehrerin Jill Biden, mit der er das jüngste Kind, die Tochter Ashley, hat.

Im Laufe der Karriere des derzeitigen Präsidenten gelang es seiner Familie, um sieben weitere Mitglieder zu wachsen: zwei Kinder von Beau und fünf von Hunter, von denen eines der uneheliche Sohn mit der Stripperin Lunden Roberts ist. Während die Familie wuchs, veränderten sich Bidens Ansichten zu öffentlichen Themen. Der fromme Katholik (der Präsident sagte, dass der Glaube ihm geholfen hat, die Familie neu aufzubauen) wurde viel toleranter gegenüber Abtreibungen, hörte auf, sich gegen ihre Finanzierung aus Bundesmittel zu stellen, und wechselte beim Thema LGBT auf die Linie der Demokratischen Partei und unterstützte die Homo-Ehe. Der jüngster Sohn Hunter wuchs zunächst bei seinem gläubigen Vater auf. Er arbeitete eine Zeit lang als Freiwilliger für den Jesuitenorden, wurde aber alkohol- und drogenabhängig. Unter anderen Umständen hätte dies im sozialen Abstieg enden können, aber genau das Gegenteil geschah: Senator Bidens Wahlkampfsponsor, die MBNA Corporation, gab Hunter einen Job. Und zwei Jahre später wurde er Vizepräsident der Firma.

Oben unter dem Sternenbanner

Seitdem wird Hunter Biden von Korruptionsvorwürfen verfolgt: seine Karriere mit unlauteren Mitteln, die Beziehungen seines Vaters und der Handel mit Zugang zu ihm, die Organisation von Treffen zwischen Geschäftsleuten und Politikern, für die er illegale, aber beeindruckende Vorauszahlungen erhalten hat.

Die Karriere von Biden Junior ist tatsächlich eng mit dem Lebensweg seines Vaters verbunden. Im Jahr 2009 wurde das Familienoberhaupt Vizepräsident der Vereinigten Staaten in der Obama-Administration mit der Aufgabe, persönlich die Verbindungen zur chinesischen Führung aufzubauen. Biden selbst sagt, er verbrachte „extrem viel“ Zeit mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, wobei er „17.000 Meilen“ durch China gereist ist. Gleichzeitig ist auch Hunters Interesse an China entstanden. 2013 kamen Vater und Sohn mit demselben Flugzeug nach Peking. Und im Ergebnis erreichte Hunter nicht weniger als sein Vater: Die chinesische Staatsbank Bank of China Limited erklärte sich bereit, in einen gemeinsamen Fonds mit dem amerikanischen Unternehmen, dem Investmentfonds BHR Partners, zu investieren, und der jüngere Biden erhielt als Ergebnis des Deals einen Posten im Vorstand des Unternehmens. Einige seiner Übernahmen wurden später als schädlich für die amerikanischen Interessen angesehen, insbesondere der Kauf eines amerikanischen Unternehmens aus dem Bereich der Militärtechnologie durch ein chinesisches Unternehmen. Hunter geriet unter Beschuss von Kritikern, aber die Beziehungen zu den Chinesen hat er bis heute nicht abgebrochen.

Im Jahr 2014 war Vizepräsident Biden wieder im Einsatz, dieses Mal um die US-Politik in der Ukraine zu koordinieren. Das dortige (aber in Zypern registrierte) Gasunternehmen Burisma bekundete sofort Interesse an Beratung durch Hunter. Hunter Biden kam in den Vorstand des Unternehmens. Diese Tätigkeit kostete ihn keine Zeit, er musste nur an wenigen Sitzungen pro Jahr teilnehmen, wurde dafür aber gut bezahlt: 83.000 Dollar pro Monat. Insgesamt spülte die Zusammenarbeit mit dem zypriotisch-ukrainischen Unternehmen 400.000 Dollar in die Tasche von Hunter. (Anm. d. Übers.: Das scheint ein Fehler in dem Artikel zu sein, denn Hunter war gut fünf Jahre in dem Unternehmen, es waren also eher über 4 Millionen Dollar, wie man auch ohne Taschenrechner herausbekommen kann)

Eine Politico-Umfrage zeigt, dass im Jahr 2020 52 Prozent der Amerikaner den Job des jüngeren Biden bei Burisma für unangemessen hielten. Darunter auch er selbst: 2019 bedauerte er, dass er in die dubiose Firma eingestiegen ist, die einem „Sumpf“ ähnelt. Zu diesem Zeitpunkt waren vier seiner Geschäftspartner (ein Ukrainer, ein Rumäne, ein Amerikaner und ein Chinese) Korruptionsvorwürfen ausgesetzt und drei von ihnen wurden von Gerichten in verschiedenen Ländern für schuldig befunden. Und die Republikaner und insbesondere Präsident Donald Trump haben begonnen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Hunter selbst auf die Anklagebank zu bringen.

Die Bidens geraten in die Defensive

Das haben sie nicht erreicht. Die Ermittlern fanden keinen direkten Zusammenhang zwischen den Veränderungen im amerikanischen Kurs und den Vermittlungsbemühungen von Hunter Biden. Im Fall von Burisma war es nicht einmal möglich, den Handel mit den Verbindungen zum Vater zu bestätigen. Obwohl im Oktober 2020 genau das das Ziel war, das ein Informant der New York Post hatte. Die mit den rechten Republikanern sympathisierende Zeitung veröffentlichte eine Mail des Burisma-Mitarbeiters Vadim Pozharsky, in dem er Hunter für die „Chance, Joe Biden zu treffen“ dankte. Aber die Zeitung stieß an die Zensur des Internets. Bidens Wahlkampfteam erklärte die Informationen für unwahr und Facebook und Twitter kamen den Demokraten zu Hilfe, indem sie Links zu dem Artikel löschten. Ob Pozharsky sich mit dem künftigen Präsidenten traf und welche Rolle Hunter dabei spielte, bleibt unklar. Der amerikanische Staatschef selbst antwortet: „Ich habe keinen Penny von Ausländern genommen.“ (Anm. d. Übers.: Bei Facebook war für die Löschungen ausgerechnet Anna Makanju, eine ehemalige Mitarbeiterin von Vizepräsident Biden, verantwortlich, die in seinem Stab für die Ukraine zuständig gewesen ist)

Der Sohn des Politikers musste derweil Schläge von einer anderen Seite abwehren. Hunters Drogensucht wurde schon zu Beginn des letzten Jahrzehnts öffentlich. 2014 wurde sie offiziell bestätigt: Wegen Kokain wurde er aus der Reserve der US-Marine ausgeschlossen. Im Jahr 2019 bestätigte Biden Junior mit seinem Verhalten die Vorwürfe. Er gab einen beschädigten Laptop mit Verschlusssachen zur Reparaturen … und vergaß ihn dort. Die Files, die Geschäftsgeheimnisse enthielten, kamen in die Hände eines Computerspezialisten und brachten ihn in eine Zwickmühle. Der gesetzestreue Bürger beeilte sich, den Fund den Strafverfolgungsbehörden zu melden und bald danach war das Dossier von Bidens Sohn im Besitz der Republikaner.

Die sozialen Netzwerke kamen den Demokraten wieder zu Hilfe: Twitter erklärte, die Daten von Hunters Laptop seien als Folge eines Hacks gewonnen wurden. Dem Publikum wurde auch der Name des Computerspezialisten mitgeteilt. Angesichts von Drohungen (einschließlich Morddrohungen) war er gezwungen, seine Firma zu schließen, aber er legte die Hände nicht in den Schoß und reichte 2021 eine Klage gegen Twitter ein und forderte Schadenersatz in Höhe von 500 Millionen Dollar. Das Hauptargument des Spezialisten: Wenn Hunter den Laptop ohne gute Gründe einfach vergessen hatte, wurde er rechtlich aus Hunters Privateigentum zu einer Fundsache und ging an den Besitzer über, den Spezialisten, womit es kein Datendiebstahl war. Der Streit verspricht hitzig zu werden.

Das Vergnügen, ein Biden zu sein

Hunter Bidens gewundenes Schicksal ist bei weitem nicht die einzige Schieflage im Familienclan. Manche bezeichnen die schlechten Vorlieben des Präsidentensohns als erblich, was sich bei seinen engsten Verwandten – den Onkeln Francis (Frank) und James – bemerkbar machte. Auch weil die Karrieren der beiden mit dem Lebensweg ihres Neffen einiges gemeinsam haben. Wie Hunter wurden die Biden-Brüder beschuldigt, von der Verwandtschaft mit dem Präsidenten zu profitieren und Treffen ihrer Partner mit ihm zu arrangieren und es ging auch um Finanzbetrug, um die Nichtrückzahlung großer Schulden (James). Und es ging darum, einen Verletzten sich selbst überlassen zu haben (Frank). Im letzteren Fall handelte es sich um einen Fall von Totschlag.

Frank stand 1999 wegen eines Unfalls vor Gericht, bei dem ein Auto auf dessen Beifahrersitz Frank Biden saß, einen Mann überfahren hat und dann Fahrerflucht beging. Frank wurde beschuldigt, der Fahrer habe auf seine Anordnung gehandelt. Das Urteil: eine Million Dollar Strafe, die der Bruder des Präsidenten bis heute nicht bezahlt hat. Die Familie des Opfers wandte sich an den Politiker Biden, aber der sagte, die Familie könne die Summe nicht aufbringen: Zumindest Frank könne sie aus seinen Mitteln nicht bezahlen.

Dafür könnte ein anderer Biden, James, eine halbe Million Dollar übrig haben. Sein Fall ging vor Gericht: Ehemalige Geschäftspartner aus der Pharmaindustrie werfen dem Verwandten des Politikers Finanzbetrug vor: Missbrauch seiner Position als Top-Manager von Americore, um ein Privatdarlehen von seiner eigenen Firma zu erhalten. Das Darlehen, sagen die Staatsanwälte, wurde bisher ohne Nennung von Gründen nicht zurückgezahlt.

Frustriert von den familiären Problemen bleibt Präsident Joe Biden nur die Gesellschaft jener Mitglieder seiner Familie, die keine Skandale verursacht haben: seine zweite Frau Jill und die Tochter Ashley.

Ende der Übersetzung

Disclaimer: Ich habe diesen Artikel der TASS nicht übersetzt, weil ich ihn gut finde, sondern weil ich aufzeigen wollte, dass – und wie – außerhalb der westlichen Medienblase über Bidens Machenschaften berichtet wird.

Ich finde den Artikel ehrlich gesagt sogar schlecht und enttäuschend, denn normalerweise bringt die TASS sehr gute und vollständige Analysen und Zusammenfassungen. Dass gilt jedoch nicht für diesen Artikel, denn er lässt viele Skandale der Bidens unerwähnt.

Da war zum Beispiel das Wohnungsbauprogramm im Irak, als die US-Regierung unter Vizepräsident Joe Biden für 1,5 Milliarden Dollar 100.000 Wohnungen im Irak bauen wollte. Den Zuschlag bekam die Firma Hillstone International, die – so ein Zufall – kurz zuvor James Biden als Berater angeheuert hatte. Ergebnis: Das Projekt ist gescheitert, die Wohnungen wurden nicht gebaut, das Geld ist aber weg.

Und was in dem Artikel der TASS auch fehlt ist, wie es mit MBNA weitergegangen ist, die Bidens Wahlkampf als Senator finanziert und dann den damals 31-jährigen, drogenabhängigen Hunter Biden, der keinerlei Berufserfahrung hatte, zum Vizepräsidenten der Firma gemacht haben. Die MBNA-Corporation war nämlich eine Bank und nach der gewonnenen Wahl hat Joe Biden 2005 daran mitgewirkt, das Konkursrecht in den USA im Sinne dieser Bank zu verändern.

Das sind nur zwei Beispiele dafür, was in dem TASS-Artikel alles nicht erwähnt wurde, weshalb ich ihn nicht für gut halte. Aber er zeigt zumindest, dass außerhalb der Blase der westlichen Medien, die all das heute komplett verschweigen, darüber berichtet wird.

Die Details zu all den genannten Machenschaften der Bidens finden Sie hier, wie immer mit Verlinkungen zu den Originalquellen.

Quelle: anti-spiegel